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Schilddrüsenkrebs: Symptome und Formen

Lesezeit: 2 Minuten Wer eh schon Probleme mit der Schilddrüse hat, sollte sie regelmäßig untersuchen lassen, um schnell wachsende Knoten frühzeitig zu erkennen und Schilddrüsenkrebs somit frühzeitig behandeln zu können.

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Schilddrüsenkrebs: Symptome und Formen

Schilddrüsenkrebs: Symptome und Formen

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Schilddrüsenkrebs ist eine der selteneren Krebsformen und tritt zum Beispiel nur ein Zehntel so häufig auf wie Brustkrebs bei Frauen. Rund 7.000 Menschen erkranken jährlich an Schilddrüsenkrebs und vor keiner Altersgruppe macht diese Krebsform halt.

Die Erkrankung verläuft in der Regel zunächst unbemerkt, wodurch sie so tückisch ist. Festgestellt wird sie häufig erst bei Routineuntersuchungen oder wenn der Betroffene Symptome spürt, was meist daran liegt, dass der Tumor schon in umliegendes Gewebe gestreut hat.

Die Symptome von Schilddrüsenkrebs können wie folgt aussehen:

  • Geschwollene und schmerzende Lymphknoten
  • Druckempfindlichkeit am Hals
  • Heiserkeit
  • Hustenreiz
  • Luftnot
  • Schluckbeschwerden

All diese Symptome können aber auch bei anderen, harmlosen Schilddrüsenerkrankungen auftreten, weshalb sie nicht zwangsläufig einen Tumor bedeuten. Wer allerdings diese Symptome bei sich feststellt, sollte einen Arzt aufsuchen und seine Schilddrüse untersuchen lassen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Diese 4 Arten Schilddrüsenkrebs gibt es

Vier verschiedene Arten von Schilddrüsenkrebs gibt es. Das papilläre und das follikuläre Schilddrüsenkarzinom ähneln dem bestehenden Schilddrüsengewebe und gelten als wenig aggressive Krebsform. Sie sind die häufigste Krebsform der Schilddrüse und wenn sie auftreten, dann meistens zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. Werden sie früh erkannt, sind sie gut therapierbar.

Das anaplastische Schilddrüsenkarzinom ähnelt im Aufbau nicht mehr dem normalen Schilddrüsengewebe und ist sehr bösartig. Es wächst schnell in das umliegende Gewebe ein, wodurch es so gefährlich ist. Die Patienten sind häufig älter als 60.

Das medulläre Karzinom oder auch C-Zell-Karzinom genannt, ist eine sehr seltene Form von Schilddrüsenkrebs. In diesem Karzinom kommen keine Zellen der Schilddrüse vor und es kann über das Blut und die Lymphe in den gesamten Körper streuen. 20 % dieser Karzinome treten erblich bedingt auf und sind auf einen Fehler im Erbgut zurückzuführen.

Schilddrüsenkrebs kann gut behandelt werden, eine Früherkennung ist jedoch wichtig

Je früher ein Tumor in der Schilddrüse erkannt wird, desto besser kann er behandelt werden. Die Heilungschancen bei dieser Krebsart stehen gut – Früherkennung ist jedoch ein wichtiger Faktor dessen.

Besonders wenn in der Familie Krebserkrankungen an der Schilddrüse vorliegen, sollte eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden. Das Risiko ebenfalls an Schilddrüsenkrebs zu erkranken steigt dadurch nämlich an. Weitere Auslöser können unter anderem Jodmangel und radioaktive Strahlung sein. Auch eine vorangehende Erkrankung der Schilddrüse kann das Risiko für Schilddrüsenkrebs erhöhen.

Wann Patienten zum Arzt gehen sollten

Vorsicht ist geboten, wenn ein bereits lange bestehender Kropf wieder rasch beginnt zu wachsen und sich hart anfühlt. Auch wenn ein neuer Knoten innerhalb weniger Wochen oder Monate wächst, sollte ein Arztbesuch die Schilddrüsengesundheit abklären. Erst ab einer Größe von 1,5 bis 2 Zentimetern kann ein Tumor in der Schilddrüse ertastet werden, üblich ist eine Untersuchung per Ultraschall.

Neben dem Ultraschall wird dann Blut abgenommen und auch ein Szintigram ist nicht unüblich. Dabei wird mittels leicht radioaktiver Stoffe, die sich in der Schilddrüse kurzzeitig anreichern, ein morphologisches Bild der Gewebestruktur der Schilddrüse erzeugt werden.

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Bildnachweis: satyrenko / stock.adobe.com

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