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Schadet Laufen den Gelenken?

Lesezeit: 2 Minuten Laufen ist grundsätzlich gesund. Aber wie sieht es mit den Gelenken aus? Schließlich werden Sprunggelenke, Knie und Hüfte bei jedem Schritt enorm belastet. Ist das auch auf Dauer gesund oder schadet man durch Sport den Gelenken mehr als dass es gesund ist?

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Schadet Laufen den Gelenken?

Schadet Laufen den Gelenken?

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Ob Sport den Gelenken schadet, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wobei man grundsätzlich sagen kann, dass man durch Laufen die Gelenke eher stärkt als ihnen zu schaden.

Die Faktoren, die eine Rolle spielen, sind vor allem die eigenen Grundlagen, ob man trainiert ist, wie viel Sport man treibt, wie lange man läuft und ob man Übergewicht hat. Auch der Untergrund und die Sportschuhe spielen hier eine Rolle.

Abnutzungserscheinungen

Jedes Gelenk im Körper funktioniert wie ein normales Scharnier, wie man es auch in Türen oder Fenstern findet. Bei vielen hat sich nun der Gedanke durchgesetzt, dass sich das Scharnier durch häufiges Öffnen und Schließen langsam abnutzt. Insofern glauben einige Sportverweigerer, dass sich auch unsere Gelenke durch dauernde Belastung langsam abnutzen. Doch das stimmt so nicht. Dafür hat unser Körper Vorsichtsmaßnahmen getroffen.

Gewichtsprobleme

Hauptproblem für jedes Gelenk ist zu viel Gewicht. Jedes Kilo belastet den Körper zusätzlich. Daher müssen die Gelenke bei übergewichtigen Menschen auch mehr Belastung aushalten. Die Belastung pro Kilo Körpergewicht steigt beim Gehen um den Faktor 6. Beim Laufen ist es sogar noch mehr. Das heißt, wenn man 10kg mehr wiegt, belastet man seine Gelenke um 60kg zusätzlich.

Dieses zusätzliche Gewicht geht auf Dauer auch an den Gelenken nicht spurlos vorbei. Bei starkem Übergewicht ist es daher sinnvoll, erst abzunehmen und dann mit dem Laufen zu beginnen. Eine Ernährungsumstellung und gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen und Radfahren können beim Abnehmen helfen.

Ab auf die Laufbahn

Wer sich nicht mit Übergewicht plagt, kann eigentlich unbesorgt die Laufschuhe schnüren, sofern sonst keine gesundheitlichen Bedenken bestehen. Nur übertreiben sollte man es nicht. Wie immer macht auch beim Laufen die Dosis das Gift. So hat man bei hochtrainierten Läufern, die in der Woche rund 80km laufen, arthrotische Veränderungen in den Gelenken nachweisen können. Aber wer läuft schon 80km pro Woche, also mehr als 10km am Tag? Zudem handelte es sich nicht um Arthrose, sondern nur um kleine Abnutzungserscheinungen.

Laufen trainiert die Gelenke

Tatsächlich sollte man sogar laufen gehen, um die Gelenke zu stärken. Regelmäßiges Joggen hilft den Gelenken auf verschiedene Art und Weise. Zum einen nimmt man durch Sport ab, was die Belastung auf die Gelenke automatisch reduziert. Zum zweiten werden die Muskeln, Sehnen und Bänder gestärkt. Dadurch können sie das Gelenk besser stabilisieren, was die Verletzungsgefahr verringert. Zum dritten werden die Knorpel besser mit Nährstoffen versorgt. Knorpel werden durch die so genannte Diffusion mit Nährstoffen versorgt. Das bedeutet, nur wenn das Gelenk bewegt wird, bekommt der Knorpel auch ausreichend Nährstoffe.

Damit die Versorgung gesichert ist, muss man sich bewegen. Sonst kann es passieren, dass Teile vom Knorpel vorzeitig verschwinden und es keinen Knorpel zwischen den Knochen mehr gibt. Das ist sehr schmerzhaft und bislang leider irreparabel. Insofern braucht man keine Angst zu haben, dass Laufen den Gelenken schadet. Im Gegenteil. Um die Gelenke zu stärken ist es wichtig, sich regelmäßig die Laufschuhe anzuziehen.

Bildnachweis: baranq / stock.adobe.com

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