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Sauberkeitserziehung bei Kleinkindern: Wie geht das?

Lesezeit: 2 Minuten Windeln werden bei Babys und Kleinkindern in großer Menge verbraucht, weswegen viele Eltern auf den richtigen Zeitpunkt für eine Sauberkeitserziehung warten.

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Sauberkeitserziehung bei Kleinkindern: Wie geht das?

Sauberkeitserziehung bei Kleinkindern: Wie geht das?

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Eine Sauberkeitserziehung von Kleinkindern wird in erster Linie mit Übung und einigen Tricks verbunden. Doch Tatsache ist, dass diese beiden Faktoren nur dann wirksam sind, wenn Kinder eine notwendige körperliche und geistige Entwicklung aufweisen.

Eine stressfreie Sauberkeitserziehung ist für Erwachsene und Kinder erstrebenswert, weswegen Experten dazu raten, einige Tipps und Tricks zu berücksichtigten. Kinder zwischen dem zweiten und dritten Jahr sind geistig und körperlich so weit entwickelt, dass sie sich merklich für eine Nutzung von Toiletten und Töpfchen interessieren.

Bis zum achtzehnten Lebensmonat sind Kinder nachweislich nicht in der Lage, die Entleerung von Darm und Blase zu steuern. Der Darm kann von einem Großteil der Kinder bis zum vierten Lebensjahr nicht kontrolliert werden. Aus diesem Grund sind viele Kinder erst mit vier oder fünf Jahren dauerhaft „trocken“.

Wann beginnen mit der Sauberkeitserziehung?

Die Frage, wann mit der Sauberkeitserziehung begonnen wird, beschäftigt viele Eltern. Eine amerikanische Studie hat offenbart, dass ein frühzeitiger Beginn der Sauberkeitserziehung nicht bedeutet, dass auch frühzeitig ein Erfolg erzielt wird. Ab siebenundzwanzig Monaten sind Kinder entwicklungstechnisch soweit, dass das Interesse an Töpfchen wächst und die notwendige körperliche Entwicklung erreicht wurde. Doch der Durchschnitt trifft nicht auf alle Kinder zu, denn vereinzelt kann es sein, dass das Interesse an der Toilette oder dem Topf erst mit vier oder fünf Jahren einsetzt.

Checkliste für die notwendige Reife einer Sauberkeitserziehung

Körperliche Voraussetzungen

  • regelmäßige Darmbewegungen (Zeiten des Stuhlgangs kann ungefähr vorher gesagt werden)
  • zwischen dem Pinkeln liegt ein Zeitraum von drei bis vier Stunden
  • das Kind ist in der Lage, allein das Töpfchen aufzusuchen
  • auf kindliche Art kann der Stuhlgang und Urin benannt werden
  • einfache, in kurzen Sätzen formulierte Anweisungen können befolgt werden
  • Hose und Strumpfhose sollten allein hoch und runter gezogen werden können

Geistige Voraussetzungen

  • Kinder möchten mit auf Toilette gehen und Erwachsenen zusehen
  • das Kind möchte keine Windeln mehr tragen
  • schmutzige Windeln werden als unangenehm empfunden
  • die Unabhängigkeit wächst und zeigt sich darin, dass Kinder alles allein machen möchten

Erste Schritte zur Blasenkontrolle

Für eine Sauberkeitserziehung ist es notwendig, dass ein Kind mehrere Entwicklungsschritte durchläuft. Diese Entwicklungsschritte sind notwendig, damit ein Kind ein Grummeln im Bauch beziehungsweise ein Druckaufbau mit dem Stuhlgang verbindet. Des Weiteren ist es notwendig, dass Kinder ein Zeitgefühl entwickeln, um bei einer Sauberkeitserziehung das Töpfchen rechtzeitig zu erreichen.

Tipps und Tricks

  • Töpfchen sollten kippsicher sein, um Stürzen vorzubeugen
  • bei der Auswahl der Farben und Formen des Topfes beachten Sie die Vorlieben des Kindes
  • eine breite Sitzfläche beugt schmerzhaften Druckstellen vor
  • Spielzeug wie zum Beispiel Bücher beugt Langeweile vor und erleichtert Kindern ein Sitzenbleiben
  • mit Hilfe von Farben oder Window-Color kann eine individuelle Gestaltung der Toilettenecke vorgenommen werden

Eine Sauberkeitserziehung von Kleinkindern bedarf einer guten Vorbereitung sowie Geduld. Bei jedem Kind verläuft ein Trockenwerden individuell, weswegen die Meinung Außenstehender nicht zu viel Beachtung erfahren sollten.

Bildnachweis: Oksana Kuzmina / stock.adobe.com

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