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Saisongemüse: Die Rückkehr der Pastinake

Lesezeit: 2 Minuten Schon die Alten Griechen und Römer kannten und schätzten sie, die Pastinaca sativa, so die lateinische Bezeichnung der Pastinake. Auf deutschen Tellern war sie lange Zeit eine der wichtigsten Gemüsesorten, bis sie im 18. Jahrhundert von „Modegemüse“ wie Karotten und Kartoffeln verdrängt wurde. Die gute alte Hammelmöhre, Hirschmöhre, Welsche Petersilie oder Moorwurzel, wie die Pastinake auch genannt wird, geriet gar in der Folgezeit in Vergessenheit.

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Saisongemüse: Die Rückkehr der Pastinake

Saisongemüse: Die Rückkehr der Pastinake

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Die Pastinake, vom vergessenen Gemüse zum Trend auf dem Teller

Jetzt jedoch schlägt die gelblichweiße Wurzel zurück. In den letzen Jahren ist die Pastinake nun ihrerseits zum „Modegemüse“ geworden. Die Renaissance verdankt sie dem Trend zu heimischen, saisonalen Produkten, dem Wunsch nach mehr Vielfalt auf unseren Tellern – und natürlich ihrem ausdrucksvollen Geschmack.

Tolle Tipps zum saisonalen Gemüse finden Sie auch in: Das geniale Familien-Kochbuch: Unser Wochenplaner: saisonal einkaufen, entspannt kochen und vergnügt essen.

Die Pastinake schmeckt süßlicher und zugleich würziger und pikanter als die Karotte. Vor allem auf Wochenmärkten und in Bio-Läden ist sie in der Saison, die von Oktober/November bis April/Mai geht, präsent – und sogar den Sprung auf Speisekarten von Feinschmeckerrestaurants hat sie geschafft.

Achten Sie darauf beim Einkauf von Pastinaken

  • Kaufen Sie keine Monster-Pastinaken, die kleineren sind feiner. Exemplare mit einer Länge von mehr als 20 cm schmecken meist leicht holzig.
  • Warten Sie am besten bis zum ersten Frost. Ähnlich wie bei Grünkohl schmeckt die Pastinake danach noch besser.
  • Kaufen Sie nur glatte, feste Pastinaken. Schrumplige und weiche Wurzeln und solche mit Druckstellen haben in der Qualität gelitten (weil sie beispielsweise zu warm und zu trocken gelagert wurden).

Die wichtigsten Tipps zur Zubereitung der Pastinake

Die Pastinake ist ein sehr vielseitiges Gemüse. Sie können sie wie Karotten, Schwarzwurzeln oder Sellerie zubereiten.

  • Sie lässt sich (ganz oder in Stücken) dünsten oder kochen, braten, im Ofen garen und sogar, in Scheiben oder wie Pommes geschnitten, frittieren – beispielsweise zu würzig-süßen Pastinaken-Chips.
  • Junge und zartere Exemplare eignen sich überdies gut als Suppeneinlage.
  • Auch roh schmeckt die Pastinake gut, beispielsweise geraspelt im Salat.
  • Sie müssen Pastinaken nicht unbedingt schälen. Ist die Schale glatt, genügt es, sie abzuspülen, mit einer Bürste zu reinigen oder abzuschaben. Nur bei älteren, etwas runzligeren Wurzeln sollten Sie den Sparschäler zücken.
  • Beträufeln Sie die zerschnittenen Pastinaken mit ein wenig Zitronensaft oder legen Sie sie bis zum Zubereiten in Zitronenwasser. Damit verhindern Sie, dass sich die Wurzeln dunkel färben (passiert das trotzdem, tut das ihrem Geschmack keinen Abbruch, sieht bloß nicht so schön aus).
  • Bei älteren oder holzigen Wurzeln schneiden Sie besser das Innere heraus.
  • Beachten Sie, dass Pastinaken weicher sind als Karotten und daher schneller als diese gar werden. Kochen Sie Pastinaken zu lange, werden sie breiig (ergeben dann aber ein schmackhaftes Püree oder die Basis für eine appetitliche Pastinaken-Cremesuppe).
  • Wenn Sie Pastinaken braten oder frittieren, lassen Sie sie nicht zu dunkel werden. Sonst entwickeln sich störende Bitterstoffe.
  • Sind noch Blätter an den Wurzeln, werfen Sie diese nicht weg. Sie lassen sich wie Petersilie zum Würzen von Speisen gut verwenden.

So lagern Sie Pastinaken am besten

Im Kühlschrank halten sich Pastinaken etwa 2-4 Wochen, wenn Sie sie in Küchenpapier einwickeln (nicht in eine Plastiktüte oder in Frischhaltefolie!). Sie können sie auch einfrieren, sollten sie jedoch vorher ca. 3-4 Minuten blanchieren (je größer die Wurzeln sind, desto länger).

Gesundes Gemüse: Was die Pastinake alles enthält

Die Pastinake ist sehr gesund und nahrhaft. Sie enthält Eisen, Phosphor, Kalium, Calcium und Folsäure sowie ätherische Öle und die Vitamine E, C und B. Außerdem hat sie einen hohen Gehalt an Zucker und Stärke und wurde früher zu Sirup und Marmelade verarbeitet – und sogar Bier und Wein wurde aus ihr gemacht.

Bildnachweis: photocrew / stock.adobe.com

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