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Rundrücken: Welche Beschwerden kann er auslösen?

Lesezeit: 2 Minuten Eine gekrümmte Wirbelsäule macht auf die Dauer nicht nur Beschwerden im Rücken. Ein Rundrücken kann sich auf die Funktion vieler Organe auswirken und eine ausgesprochene Kettenreaktion auslösen. Von Wirbelbrüchen über Schleimbeutelentzündungen und Atemnot können sogar die Blase und der Darm unter der Verkrümmung leiden.

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Rundrücken: Welche Beschwerden kann er auslösen?

Rundrücken: Welche Beschwerden kann er auslösen?

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Was als Haltungsfehler durch eine schwache Rücken- und Brustmuskulatur beginnt, endet bei vielen Menschen mit einem Buckel, auch Hyperkyphose genannt. Die Schultern hängen und der obere Teil des Rückens ist so gebogen, dass man nur geradeaus schauen kann, indem man den Kopf in den Nacken legt. Dass allein in diesem Bereich Verspannungen, frühzeitiger Verschleiß und Schmerzen entstehen, liegt auf der Hand. Aber auch die Funktionen des Kopfes werden schwer beeinträchtigt: Ohren und Augen bekommen zunehmend Probleme, daher sind bei einem Rundrücken Sehstörungen, Gleichgewichtsstörungen und Tinnitus keine Seltenheit.

Schmerzhafte Beschwerden durch ungünstige Haltung

Die komplette Wirbelsäule hat durch den Rundrücken ihr Gleichgewicht verloren und wird an verschiedenen Stellen stark gekrümmt. Die ursprüngliche doppelte S-Form verwandelt sich in eine unharmonische Haltung, die durch Überdehnungen und Stauchungen Schäden an Bindegewebe, Muskeln, Sehnen und Wirbelkörpern verursacht. Dadurch entstehen nicht nur schmerzhafte Verspannungen, sondern auch neben Bandscheibenschäden  Abnutzungen an den Wirbelkörpern. Manche Betroffene entwickeln allerdings wenige Beschwerden, weil sich ihr Körper an die  Haltung gewöhnt hat.

Zur Vorbeugung eines Rundrückens und Stärkung der Rückenmuskulatur empfehlen wir Ihnen das HUDORA Fitnessgerät Rückentrainer.

Erkrankungen, die zu einem Rundrücken führen

Ist der Rundrücken durch eine Erkrankung der Knochen entstanden, zum Beispiel durch Osteoporose, steigt die Gefahr von Wirbelbrüchen mit zunehmendem Alter. Rundrücken sind auch typische Merkmale für die vererbbare Scheuermann-Krankheit, die im Jugendalter auftritt und meist mild verläuft, sowie bei Morbus-Bechterew, einer rheumatisch-entzündlichen Erkrankung. Verletzte Wirbelkörper durch Unfälle können ebenfalls zu einem Rundrücken führen.

Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen

Am meisten wird der untere Wirbelsäulenbereich durch den oberen Rundrücken belastet. Es kommt bei jeder Bewegung, bei der man sich drehen muss, zu Schmerzen in den Lenden- und Kreuzwirbeln. Sportliche Aktivitäten werden unmöglich oder können nur sehr unvollständig ausgeführt werden. Auch die Schultern können nicht mehr frei bewegt werden, sodass es zu Verspannungen, Schmerzen und Entzündungen in Schleimbeuteln kommen kann. Die Bewegungseinschränkung führt allmählich zu einem wenig aktiven Leben, das sich zudem negativ auf die seelische Verfassung auswirkt. Generell reduziert die verkrümmte Haltung die Leistungsfähigkeit eines Menschen, sodass er schnell ermüdet.

Funktionsstörungen in Organen

Werden durch extreme Belastungen des Rückenmarks die Nerven beeinträchtigt, treten an verschiedenen Körperteilen Funktionsstörungen auf. Sie machen sich durch Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Armen und Beinen bemerkbar, können aber auch innere Organe stören. Sogar in der Blase und im Enddarm treten Probleme durch gestörte Nervenreize auf.

Beschwerden durch Rundrücken frühzeitig vorbeugen

Wenn absehbar ist, dass sich ein Rundrücken durch schlechte Haltung bilden könnte, sollten Sie sofort mit physiotherapeutischer Hilfe entgegen wirken. Hat sich der Rundrücken bereits ausgebildet, kann er nicht mehr rückgängig gemacht werden. Mit entsprechenden Behandlungen kann die verkürzte Vorderseite zwar aufgedehnt werden, um die Organe zu entlasten und die Durchblutung zu fördern. Aber das Risiko, dass körperliche und seelische Einschränkungen auftreten, bleibt erhöht. Lesen Sie auch, was Sie noch gegen einen Rundrücken tun können.

Bildnachweis: Andrey Popov / stock.adobe.com

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