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Rücken: Der eingeklemmte Ischias

Lesezeit: 2 Minuten Auch wenn bei einem eingeklemmten Ischiasnerv häufig Schmerzen im Bein bis runter in den Fuß entstehen, ist meistens eine verrutschte Bandscheibe schuld an den Schmerzen. Schon die antiken Griechen kannten die Probleme. Doch eine Therapie war schon früher und ist bis heute schwierig.

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Rücken: Der eingeklemmte Ischias

Rücken: Der eingeklemmte Ischias

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Ein eingeklemmter Ischiasnerv ist eine der häufigsten Ursachen für Schmerzen im unteren Rücken. Vom Gefühl her entstehen die Probleme im Po oder in der Hüfte, sie können aber bis in die Beine und Füße ausstrahlen. Tatsächlich entstehen die Schmerzen aber in der Wirbelsäule.

Verantwortlich ist hier in der Regel ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Bandscheibe wölbt sich nach außen und drückt auf den Ischiasnerv, einen der größten Nerven im Körper.

Der Ischiasnerv sitzt an den unteren Wirbeln der Wirbelsäule (genau gesagt am 4. Lendensegment bis 3. Kreuzsegment des Rückenmarks). Von dort zieht er auf der Streckseite des Hüftgelenks über die Dorsalseite des Oberschenkels bis zur Kniekehle. Dort teilt sich der Ischias in zwei kleinere Nervenbahnen, die hinunter bis in die Füße gehen. Daher entstehen auch die Schmerzen in den Beinen, wenn der Ischiasnerv von einer Bandscheibe gequetscht wird.

Symptome

Je nachdem, wie der Bandscheibenvorfall auftritt, können die Schmerzen plötzlich auftreten. Dann sind sie besonders stark und können sogar ein Taubheitsgefühl im Bein verursachen. In diesem Fall treten die Beschwerden oft beim Anheben schwerer Lasten oder bei unglücklichen Bewegungen, beispielsweise beim Sport, statt. Bei einem dauernden Bandscheibenvorfall, bei dem der Druck auf den Ischias nicht so stark ist, können die Schmerzen geringer sein. Dafür halten sie länger an.

Zudem kann auch ein Kribbeln bis hin zum Taubheitsgefühl in den Beinen mit einhergehen. Die Bandbreite der Beschwerden reicht dann vom dumpfen bis zum stechenden Schmerz, der im unteren Rücken entsteht und von der Hüfte, Oberschenkel, Beckenkamm bis hinunter zu den Füßen strahlen kann.

Ein Bandscheibenvorfall muss aber nicht immer schuld am eingeklemmten Ischiasnerv sein. Auch Verschiebungen der Gelenke im Körper können den Ischiasnerv beeinträchtigen. Zudem können Fehlstellungen in den Beinen langfristig den Ischiasnerv betreffen. Ein daraus resultierender Beckenschiefstand kann langfristig ebenfalls zu einem Bandscheibenvorfall und einem eingeklemmten Ischiasnerv führen.

Hilfe für den Ischias

Vor der Therapie steht wie immer die Diagnose. Hier muss die Wirbelsäule mit den üblichen Möglichkeiten (Röntgen, MRT, CT, Kernspin und Abtasten) gründlich auf einen Bandscheibenvorfall abgesucht werden. Häufig kann der behandelnde Arzt den eingeklemmten Ischias bzw. den verantwortlichen Bandscheibenvorfall erkennen. Welche Therapie sinnvoll ist, richtet sich dann nach dem Zustand der Wirbelsäule.

Bei akuten Schmerzen können Sie sich ruhig ein oder zwei Tage hinlegen. Halten die Schmerzen eine Woche oder länger an, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Die Therapie setzt sich meistens aus Medikamenten gegen Schmerzen und einem kontinuierlichen Aufbautraining für die Rückenmuskeln zusammen. Denn wie bei fast allen Rückenbeschwerden gilt auch hier: Je stärker die Muskeln, desto besser ist die Wirbelsäule geschützt.

Bildnachweis: Racle Fotodesign / stock.adobe.com

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