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Richtiges Zuhören – die Kunst, Freunde zu gewinnen

Lesezeit: 2 Minuten Wer Ohren hat, der höre! Natürlich haben wir alle Zuhören gelernt. Und dennoch gibt es gravierende Unterschiede, wenn wir über die Qualität des Zuhörens sprechen. Warum aber echtes Zuhören eine wahre Kunst ist, und was man alles gewinnen kann, davon machen sich die meisten Menschen gar kein Bild. Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Zuhören verbessern können.

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Richtiges Zuhören – die Kunst, Freunde zu gewinnen

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Zuhören im Alltag
Bettina hatte in ihrer Verzweiflung Inge angerufen. Die Trennung vom Ehemann und der finanzielle Engpass machten ihr zu schaffen und sie musste mit jemandem sprechen. Doch zwischen ihren Wortfetzen und Tränen hörte sie auf der anderen Seite der Leitung kleine Klappergeräusche im Hintergrund – die Tasten einer Computertastatur. Inge saß also während des Gesprächs am Rechner und schrieb offenbar irgendetwas.

Diese kleine Szene ist unser aller Alltag. Selbst wenn unsere Arbeits- und Lebenssituationen nicht immer so dramatisch sein müssen, wirkt es dennoch verletzend, wenn wir mitbekommen, dass unser Gesprächspartner offenbar nur "mit einem Ohr" zuhört. Es qualifiziert uns automatisch ab oder zeigt uns, dass dem Gegenüber andere Dinge offenbar wichtiger sind.

Prioritäten beim Zuhören
Nun kann sich keiner davon freisprechen, auch schon einmal ein Gespräch weniger wichtig genommen zu haben. Viele Menschen machen sich nur nicht unbedingt klar, was dieses Zuhören "mit einem halben Ohr" mit dem Gesprächspartner und der gemeinsamen Beziehung alles machen kann. Vertrauensverlust und schlechte Stimmung, geplatzte Geschäfte und Aufträge können die Folge sein.

Wie aber kann man wirklich so zuhören, dass alle davon profitieren? Erst einmal: Zuhören bringt allen Beteiligten etwas. Dem Erzähler, weil er ein Ohr geschenkt bekommt und dem Zuhörer, weil er Sympathie erntet. Mit dem Bewusstsein für diese Win-Win-Situation fällt das intensive Zuhören vielleicht schon etwas leichter.

Wie lerne ich, meine Qualitäten als Zuhörer zu entwickeln?

  1. Ganz klar: Sie müssen sich für die Menschen interessieren. Nur mit echtem Interesse wird es gelingen.
  2. Fragen Sie sich, was den anderen antreibt, welche Ziele und Motive er hat.
  3. Überlegen Sie sich, warum Ihr Gesprächspartner ausgerechnet mit Ihnen spricht. Welche Erwartungen hat er an das Gespräch?
  4. Versuchen Sie, sich in Ihr Gegenüber hineinzufühlen. Natürlich ist dies nicht immer einfach, aber mit etwas Übung kann es eigentlich immer gelingen.
  5. Signalisieren Sie, dass Sie zuhören. Stellen Sie Fragen, geben Sie kleine Kommentare, reflektieren Sie das Gehörte.
  6. Seien Sie niemals ironisch oder gar zynisch.
  7. Lesen oder schreiben Sie niemals nebenher. Selbst Menschen, die sehr multitaskingfähig sind, können nicht intensiv nebenher zuhören.
  8. Nehmen Sie Ihr Gegenüber ernst.
  9. Belehren Sie nicht. Wenn Sie einen Rat geben möchten, fragen Sie, ob das gewünscht ist. "Darf ich Dir einen Rat geben?" oder "Möchtest Du wissen, was ich darüber denke?" sind allemal besser, als auf jemanden einzureden, der sich einfach nur aussprechen möchte.
  10. Bleiben Sie entspannt. Manchmal möchte der andere nur, dass ihm jemand zuhört und hat gar nicht den Anspruch, innerhalb des Gespräches sein Problem oder Anliegen gelöst zu bekommen.

All diese Vorschläge gelten sowohl für Telefonate, als auch für persönliche Gespräche. Und wir sollten niemals vergessen, was Dale Carnegie gesagt hat: "Sie können in zwei Monaten mehr Freundschaften knüpfen, indem Sie anderen Menschen Interesse entgegenbringen, als in zwei Jahren, in denen Sie versuchen, das Interesse anderer Menschen auf sich zu lenken."

In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen die Kraft für viel Interesse an Ihren Mitmenschen!

Ihre
Julia Sobainsky

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