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Richtige Vorbeugung und Behandlung bei eingewachsenen Haaren

Lesezeit: 3 Minuten Selten haben Männer und Frauen das gleiche 'haarige' Problem im Bereich Körperpflege. Doch wenn es um eingewachsene Haare geht, können beide Geschlechter ihr Leid über eingewachsene Barthaare oder unschöne Pickel nach der Rasur klagen. Wie Sie eingewachsenen Haaren vorbeugen oder sie im Fall der Fälle entfernen können, lesen Sie hier.

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Richtige Vorbeugung und Behandlung bei eingewachsenen Haaren

Richtige Vorbeugung und Behandlung bei eingewachsenen Haaren

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Eingewachsene Haare stellen ein lästiges kosmetisches Problem dar. Oft entwickeln sich kleine Entzündungen, die je nach Lage unangenehm bis schmerzhaft sind. Befindet sich das eingewachsene Haar dann noch im Gesicht oder Halsbereich – etwa bei eingewachsenen Barthaaren – stört es doppelt.

So entstehen eingewachsene Haare

Die meisten eingewachsenen Haare entstehen durch eine Manipulation von außen, also rasieren, epilieren oder wachsen. Ohne jeglichen Grund wachsen Haare nur sehr selten ein. Beim Rasieren kann es allerdings passieren, dass die Haare so gekürzt werden, dass sie ein wenig unter der Hautoberfläche enden. Dann kann es geschehen, dass die Haare den Weg an die Hautoberfläche (Oberhaut, lat. Epidermis) nicht mehr finden und stattdessen quer in darunterliegenden Hautschichten hineinwachsen, in die Lederhaut (Dermis) oder die Unterhaut (lat. Subkutis).

Auch beim Epilieren oder Wachsen kann es vorkommen, dass das Haar abricht, anstatt ausgerissen zu werden. Manchmal ist es auch möglich, dass das Haarfollikel (von lat. folliculus ‚Hülle‘, ‚Hülse‘), aus dem das Haar herauswächst, geschädigt wird und das nachwachsende Haar dann schief wächst.

Ebenso kann es vorkommen, dass abgestorbene Hautschuppen den Haartrichter, durch den das Haar an die Hautoberfläche gelangt, verstopfen und das Haar so seitlich weiterwächst. Auch bei zu enger oder scheuernder Kleidung kann die Hautoberfläche gereizt werden und das Haar so schließlich einwachsen.

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Eingewachsenen Haaren vorbeugen

Viele Männer, die sich keinen Bart wachsen lassen können oder möchten haben das Problem eingewachsener Haare im Halsbereich. Dagegen hilft ein regelmäßiges Peeling am besten. Dafür wird eine Kosmetikgesichtsbürste oder ein Waschlappen mit warmem Wasser getränkt. Dann wird ein wenig Gesichtswaschgel auf die Bürste oder den Waschlappen gegeben und der Hals wird damit in kreisenden Bewegungen sanft massiert. Nachdem das Gesichtswaschgel mit warmem Wasser abgewaschen wurde, sollte man eine Feuchtigkeitspflege auftragen.

Prinzipiell sollten Peelings nicht zu oft durchgeführt werden. Wer allerdings akut unter eingewachsenen Haaren leidet, kann dennoch jeden zweiten Tag ein solches Peeling durchführen. Um die Haut nicht zu sehr zu strapazieren, kann man anstatt des Gesichtswaschgels auch Duschöl nehmen, das die Haut ebenfalls reinigt, jedoch nicht austrocknet.

Auch bei Frauen entstehen eingewachsene Haare meistens nach der Haarentfernung. Beim Nassrasieren gilt der gleich Trick wie bei Männern: Ein regelmäßiges Peeling in Kombination mit einer guten Feuchtigkeitspflege verhindert, dass Haare überhaupt erst einwachsen.

Auch beim Wachsen oder Epilieren kann ein Peeling helfen, eingewachsene Haare zu verhindern und die Haarentfernung selbst effizienter zu machen. Dazu sollte ungefähr 24 Stunden vor der Haarentfernung ein Peeling durchgeführt werden. Manchen Epilierern liegen Massagebürsten bei, die sich gut unter der Dusche verwenden lassen. Ansonsten leistet auch hier ein Waschlappen gute Dienste.

Vor dem Waschen oder Epilieren kann es helfen, warme Kompressen – etwa einen warmen Waschlappen – auf die zu behandelnde Stelle zu legen. Durch die Wärme öffnen sich die Poren und die Haare lassen sich leichter entfernen. Manche Epilierer sind auch im Wasser einsetzbar. So lässt sich mit warmem Wasser beim Duschen oder Baden derselbe Effekt erzeugen.

Eingewachsene Haare entfernen

Sind Haare bereits eingewachsen, sollten sie entfernt oder zumindest wieder an die Hautoberfläche geholt werden. Denn sonst ist es wahrscheinlich, dass sich die Stelle immer wieder entzündet.

Handelt es sich um wenige eingewachsene Haare, kann man dem Problem mit einer spitzen Pinzette zuleibe rücken. Sind jedoch mehrere Haare eingewachsen, etwa an den Beinen nach dem epilieren, bietet es sich eher an, regelmäßige Peelings durchzuführen. Die meisten Beinhaare – vor allem an den Schienbeinen – finden ihren Weg irgendwann zurück an die Oberfläche, da die Haut dort eher dünn ist.

Um dickere Haare wie Barthaare zu entfernen, bietet sich eine spitze Pinzette an. Vorher sollten die betreffende Hautstelle und die Pinzette jedoch mit Alkohol sterilisiert werden, um zu verhindern, dass Bakterien in die Haut eindringen und eine Entzündung hervorrufen. Dann kann man mit der Pinzette oder notfalls einer dünnen Nadel vorsichtig die Haut über dem Haar ankratzen, bis man das Haar per Pinzette fassen und herausziehen oder per Nadel „heraushebeln“ kann.

Wird das Haar ganz entfernt, kann es passieren, dass das nächste Haar wieder einwächst. Da eingewachsene Haare jedoch oftmals länger sind als gewöhnlich oder die Haarwurzel eventuell entzündet ist, bietet es sich manchmal an, das Haar komplett zu entfernen. Danach sollte die Stelle erneut mit Alkohol (oder Rasierwasser) desinfiziert werden.

Manche eingewachsenen Haare sind zwar als dunkler Strich sichtbar, liegen aber trotzdem so tief unter den genannten Hautschichten, dass sie nicht mit einer Pinzette zu entfernen sind. Dann bietet sich ein Gang zur Kosmetikerin an, ehe man unschöne Narben riskiert.

In seltenen Fällen kann es passieren, dass ein eingewachsenes Haar eine schmerzhafte Entzündung (Haarbalgentzündung) hervorruft, aus der ein Abszess oder Furunkel entstehen kann. In diesen Fällen sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen. Zwar platzen diese Entzündungsherde nach einiger Zeit von alleine auf, ärztlicher Rat ist aber angezeigt, denn es können Bakterien in den Brutkreislauf eindringen und im schlechtesten Fall kann eine Blutvergiftung (Sepsis) die Folge sein.

Bildnachweis: puhhha / stock.adobe.com

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