Familie Praxistipps

Richtig loben will gelernt sein

Lesezeit: 2 Minuten Wir alle wissen, dass man Kinder loben soll und muss. Lob kann positive Eigenschaften der Kinder verstärken, Selbstbewusstsein aufbauen und negative Eigenschaften verschwinden lassen – Lob kann aber, falsch angewandt ebenso schädlich sein wie Tadel.

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Richtig loben will gelernt sein

Richtig loben will gelernt sein

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Eine Studie ergab, dass Kinder unter 13 Jahren vor allem durch Lob lernen und zu motivieren sind, wobei ältere Kinder durchaus durch konstruktive Kritik lernen können. Zur konstruktiven Kritik gehört allerdings auch der richtige Umgang mit Fehlern. Wir lernen durch Fehler – wären wir fehlerfrei, würden wir nicht lernen.

Aus diesem Grund kann es fatal sein, wenn Eltern die Fehler ihrer Kinder kritisieren und die positiven Dinge nicht auch positiv erwähnen. Bei schulischen Dingen verfallen viele Eltern in das Verhalten, ihren Kindern ständig zu sagen, was sie falsch machen. Die Schule und das Kind scheinen manchmal nur aus „falsch“ zu bestehen. In einem solchen Fall kann es aber passieren, dass die Kinder ihre Motivation verlieren und das Gefühl bekommen, sowieso nichts zu können. Eben genau diese Gedanken spiegeln sich dann in Klassenarbeiten wieder, die wirklich nicht gut sind.

1.    Nicht ständig und zu viel loben

Loben Sie Ihr Kind nicht für banales und selbstverständliches. Ihr Kind wird denken, dass sie sich mit so wenig zufrieden geben und seine Leistung dementsprechend anpassen. Loben Sie permanent und ständig kann es durchaus passieren, dass Ihr Kind abhängig von Lob wird – es macht nichts mehr ohne Lob.

2.    Loben Sie die Tat, das Tun

Ihr Kind räumt sein Zimmer auf und sie sagen, ganz typisch Eltern: “Ja Klasse !“ Sie denken, Sie haben Ihr Kind gelobt und eigentlich kann Ihr Kind damit nicht so viel anfangen. Sagen Sie besser: “Das finde ich aber Klasse wie schnell und ordentlich du dein Zimmer aufgeräumt hast!“ Auf diese Art loben Sie Ihr Kind für das bestimmte „tun“ und sagen ihm das auch. Ihr Kind wird sich sicher anstrengen, noch mal so schnell und toll sein Zimmer aufzuräumen.

3.    Teilziele und den Weg dorthin loben

Gerade wenn Ihr Kind Schwierigkeiten in der Schule haben sollte, ist es außerordentlich wichtig, dass Sie nicht nur fertige, korrekte Ergebnisse loben. Um dorthin zu gelangen, braucht es vorrangig ein Lob für die Arbeit, die Ihr Kind aufbringt und für die Teilziele – und seien sie noch so klein. Schimpfen Sie z.B. nicht über die schlechte Handschrift am Ende der Hausaufgaben, loben Sie den ersten Teil, der super schön geschrieben ist. Sagen Sie nicht, das Ergebnis ist falsch, loben Sie für die Arbeit, die es investiert hat und das der Mittelteil der Aufgabe richtig war.

Ein richtiges Lob zur rechten Zeit kann Wunder wirken – ein falsches Lob zur falschen Zeit alles vernichten.

Bildnachweis: Ermolaev Alexandr / stock.adobe.com

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