Naturheilkunde Praxistipps

Rheumatische Muskel- und Gelenkbeschwerden mit Heilpflanzen behandeln

Lesezeit: 2 Minuten Für rheumatische Muskel- und Gelenkbeschwerden ist es typisch, dass sie von Gelenk zu Gelenk und von Muskelgruppe zu Muskelgruppe wandern. Dabei kommen auch zeitweise schmerz- und symptomfreie Intervalle vor. Liegt eine akute Schmerz- und Entzündungsperiode vor, so können die folgenden Heilpflanzen Linderung verschaffen.

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Rheumatische Muskel- und Gelenkbeschwerden mit Heilpflanzen behandeln

Rheumatische Muskel- und Gelenkbeschwerden mit Heilpflanzen behandeln

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Teemischungen gegen rheumatische Gelenkbeschwerden

Die jeweilige Kombination der einzelnen Heilpflanzen und Heilkräuter in den Teemischungen richtet sich stets nach dem aktuellen Beschwerdebild des Patienten. Es handelt sich um folgende Kräuter und Pflanzen:

  • Birkenblätter (Betulae folium)
    haben eine antirheumatische, ausleitende und vor allem harnsäureaustreibende Wirkung.
  • Bittersüßstängel (Dulcamarae stipites)
    hat eine antientzündliche und auch ausleitende Komponente.
  • Brennnesselkraut (Urticae herba)
    hat wiederum eine antirheumatische, ausleitende und stoffwechselanregende Wirkung. Hierbei ist es auch antientzündlich und harnsäureausleitend.
  • Eisenkraut (Verbenae herba)
    hat neben seiner antientzündlichen auch eine antirheumatische Wirkung.
  • Goldrutenkraut (Solidaginis virgaureae herbe)
    hat neben seinen positiven Eigenschaften auf die Nieren, eine krampflösende und ausleitende Wirkung.
  • Löwenzahlwurzel (Taraxaci radix) und Löwenzahnkraut (Taraxaci herba)
    hat neben seinen antirheumatischen auch eine stoffwechselanregende Wirkung, sowie eine krampflösende und ausleitende Komponente
  • Teufelskrallenwurzel (Harpogophyti radix)
    hat neben seiner entzündungswidrigen und antirheumatischen Wirkung auch einen schmerzstillenden und harnsäureaustreibenden Wirkbereich.
  • Wacholderbeeren (Juniperus fructus)
    wirken krampflösend, stoffwechselantreibend und gleichzeitig ausleitend.
  • Weidenrinde (Salicis cortex)
    hat neben dem natürlichen Salicin (chemisch kommt dieser Wirkstoff im Aspirin vor), der eine schmerzlindernde Wirkung hat, einen antirheumatischen als auch ausleitenden sowie einen harnsäureaustreibenden Effekt.

Machen Sie eine Teekur

Die unten aufgeführte Teemischung sollte kurmäßig mindestens 6 bis 10 Wochen getrunken werden. Sie ist schmerzlindernd, entkrampft und verbessert den Stoffwechsel bei rheumatischen Beschwerden.

  • 30 g Teufelskrallenwurzel
  • 30 g Goldrutenkraut
  • 30 g Birkenblätter
  • 10 g Schafgarbenkraut

Von der oben genannten Mischung, die man sich am besten durch eine Apotheke zusammenmischen lässt, nimmt man 2 TL und übergießt sie mit 250 ml kaltem Wasser. Bringen Sie das Gemisch zum Kochen und lassen es 5 – 8 Minuten zugedeckt ziehen. Danach wird der Tee durch ein Sieb geschüttet. Von diesem Tee sollte man 3 Tassen täglich trinken.

Sollte eine Unverträglichkeit oder gar Allergie gegenüber die Teufelskralle bzw. der Schafgarbe vorliegen, kann hierfür der Bittersüßstängel und für die Schafgarbe die Weidenrinde eingesetzt werden.

Fazit

Für jede Erkrankung ist ein Kraut gewachsen, so sagt der Volksmund und so sollten wir uns dem alten naturheilkundlichen Wissen wieder zuwenden, um so den alternativen Behandlungsmöglichkeiten eine Chance zu geben. Denn nur die persönliche Erfahrung mit den Heilkräutern und heimischen Heilpflanzen macht das alte Wissen für die heutige Zeit wieder aktuell und begreifbar.

Bildnachweis: absolutimages / stock.adobe.com

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