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Rezeptfreie Maßnahmen gegen Kopfschmerzen

Lesezeit: 2 Minuten In den meisten Fällen sind sie harmlos, aber dennoch lästig: Kopfschmerzen. Wenn sie nur gelegentlich auftreten und von erträglicher Stärke sind, muss man keine ernsthafte Erkrankung als Ursache befürchten. Quälen sie einen jedoch häufiger als zehn Tage im Monat, sollte man sich unbedingt in ärztliche Hände begeben.

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Rezeptfreie Maßnahmen gegen Kopfschmerzen

Rezeptfreie Maßnahmen gegen Kopfschmerzen

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Mit über 90 Prozent aller Kopfschmerzformen ist der Spannungskopfschmerz neben der Migräne der häufigste. Er beginnt allmählich und kann etwa 30 Minuten dauern, aber auch bis zu sieben Tage lang anhalten. Der Schmerz fühlt sich dumpf an, als wenn der Kopf zusammengedrückt würde und ist in der Regel ohne weitere Begleitsymptome.

Wenn Kopfschmerzen besonders heftig sind und von weiteren Symptomen wie Schwindel, Fieber, Übelkeit oder Erbrechen begleitet werden, muss nach dem Hintergrund geforscht werden.

Ursachen von Spannungskopfschmerzen

Die Ursachen von Spannungskopfschmerzen sind meistens Stress, Wetterumschwünge, Schlafmangel oder schlecht belüftete Räume. Bei Frauen können die Hormonschwankungen während des Zyklus Kopfschmerzen auslösen. Weitere Gründe sind Flüssigkeitsmangel, Rauchen und Alkoholkonsum, aber auch eine verspannte Nackenmuskulatur, Infektionen oder Zahnprobleme.

Auslöser von Kopfschmerzen beseitigen

Als grundlegende Maßnahme sollte man immer nach dem Auslöser der Kopfschmerzen suchen und öfter für frische Luft sorgen, regelmäßige Schlafzeiten einhalten und Entspannungsübungen erlernen, um Stress entgegenzuwirken.

Wer dazu neigt, zu wenig zu trinken, sollte sich immer eine Flasche mit Mineralwasser bereitstellen, um sich an die notwendige Flüssigkeitszufuhr zu erinnern. Das Rauchen sollte natürlich eingeschränkt oder am besten ganz aufgegeben und Alkohol nur in Maßen genossen werden.

Manche Menschen bekommen allerdings schon nach kleinen Mengen Alkohol Kopfschmerzen. In diesem Fall sollte man völlig darauf verzichten und auf alkoholfreie Varianten umsteigen.

Kopfschmerzen bei Frauen

Frauen, die aufgrund von Hormonschwankungen häufig unter Kopfschmerzen neigen, sollten mit ihrem Frauenarzt besprechen, mit welchen Maßnahmen sie ihren Zyklus stabilisieren könnten. Hier können zum Beispiel verschiedene pflanzliche oder homöopathische Mittel helfen.

Kopfschmerzen durch einseitige Haltungen

Kopfschmerzen, die von einem verspannten Nacken ausgehen, können oft durch langes Sitzen am Schreibtisch oder andere einseitige Haltungen während einer Tätigkeit ausgelöst werden. Hier hilft es, häufiger die Stellung zu wechseln und Lockerungsübungen zu machen.

Kopfschmerzen durch Infektionen

Eine Erkrankung oder Infektion an den Ohren, Nebenhöhlen oder Zähnen kann ebenfalls schmerzhafte Folgen für den Kopf haben. In diesen Fällen sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen, um die Beschwerden abzuklären und effektiv behandeln zu lassen!

Kopfschmerzen ohne Medikamente behandeln

Wer sehr wetterfühlig ist, kann durch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft die Überempfindlichkeit etwas senken. In akuten Fällen hilft eine kühle Gel-Kompresse, den Schmerz zu lindern, wenn er eher an der Stirn sitzt. Sollte er vom Nacken ausgehen, wirkt eine Wärmebehandlung besser, weil die Ursache des Schmerzes oft eine Verspannung ist:

Tauchen Sie ein Gästehandtuch in warmes Wasser, wringen es aus und legen es in den Nacken. Erneuern Sie die Kompresse, wenn die Wärme nachlässt. Warme Fönluft tut ebenfalls Wunder: Halten Sie das Gerät jedoch nicht zu dicht an die Haut und stellen Sie es auf eine angenehme Temperatur!

Am besten lässt man diese Maßnahme von einem Partner durchführen, damit man sich besser entspannen kann. Eine Massage im Schulter- und Nackenbereich ist eine weitere wohltuende Hilfe.

Kneippsche Anwendungen gegen Kopfschmerzen

Auch mit wechselwarmen Fußbädern lassen sich Kopfschmerzen behandeln. Dafür benötigt man zwei große, kniehohe Gefäße, von denen eins mit warmem, das andere mit kaltem Wasser gefüllt wird. Für etwa fünf Minuten hält man die Beine in das warme Wasser, um sie anschließend für zehn Sekunden ins kalte zu tauchen.

Diesen Vorgang sollte man dreimal wiederholen, danach das Wasser von den Beinen und Füßen abstreifen, Wollsocken anziehen und sich leicht bewegen, um die Durchblutung des gesamten Körpers anzuregen. Diese Kneippsche Anwendung kann auch regelmäßig zweimal in der Woche zur Vorbeugung gemacht werden.

Eine Wasseranwendung am ganzen Körper in Form einer warmen Dusche oder eines Vollbades kann ebenfalls entspannen und eine nichtmedikamentöse Alternative sein, Kopfschmerzen zu vertreiben.

Bildnachweis: zinkevych / stock.adobe.com

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