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Reverse Washing: Was ist dran am neuen Trend?

Lesezeit: 3 Minuten Die Beauty-Welt stellt ab und an alles auf den Kopf, was man kennt und weiß. So auch dieser neue Trend: Reverse Washing. Die Idee des "umgedrehten Waschens" ist einfach: Erst Spülung, dann Shampoo. Erfahren Sie hier, ob sich Reverse Washing für Sie lohnt und was Sie beachten sollten.

3 min Lesezeit

Reverse Washing: Was ist dran am neuen Trend?

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Auf den ersten Blick erscheint die Idee von Reverse Washing unsinnig. Warum sollte man eine Haarkur oder Spülung nutzen, wenn man sie einige Minuten später ohnehin wieder auswäscht? Dabei ist an dem Trend durchaus was dran!

Eignet sich Reverse Washing für Sie?

Wie bei vielen Trends ist immer eine wichtige Frage: Eignet sich der Trend überhaupt für mich? Was für viele Leute funktioniert, muss nicht automatisch für jeden funktionieren.

Das Schöne an Reverse Washing ist, dass man zumindest kaum etwas falsch machen kann. Auch wenn es nicht immer großartige Ergebnisse bringt, machen Sie mit dieser Technik zumindest nichts falsch.

Generell eignet sich die Technik vor allem für eine Art Problem: Trockene, strapazierte Haare, die aber schnell nachfetten. Viele Frauen kennen den Kampf mit fettigen Haaren: Strähnige Haare machen einen ungepflegten Eindruck, gleichzeitig muss eine gute Balance zwischen einem Shampoo gefunden werden, das gut reinigt, aber die Kopfhaut nicht angreift. Das häufige Waschen macht die Haare schnell spröde, gleichzeitig beschweren Haarkuren die Haare häufig.

Reverse Washing bietet die Möglichkeit, das gesamte Haar zu pflegen, aber keine Probleme mit zu reichhaltigen Haarkuren zu haben. Auch für Leute, die gerne Flechtfrisuren tragen, eignet sich diese Methode gut. Das liegt daran, dass Haarkuren die Haare häufig zu rutschig für Flechtfrisuren machen. Durch das nachträgliche Waschen wird das Haar gepflegt, bleibt aber griffig genug zum Flechten oder Hochstecken.

Reverse Washing für feines oder lockiges Haar

Was die Methode so beliebt macht ist, dass sie das Haar ganz einfach schützt. Beim Waschen des Haares quillt das Haar durch das Wasser auf. Viele Frauen mit sehr langen Haaren nutzen daher gerne Haarkuren oder Öle vor dem Waschen. In die Spitzen einmassiert, schützen sie das Haar davor, von den im Shampoo enthaltenen Tensiden zu sehr angegriffen zu werden. Gleichzeitig wird überschüssiges Öl ausgespült, sodass auch schwere Öle bei fettendem Haar genutzt werden können.

Conditioner schließt die Schuppenschicht des Haares. Dadurch wird das Haar beim Waschen weniger aufgeraut und glänzt schöner, als Haar, das nur shampooniert wurde. Wer besonders trockene Haare hat, kann auch einen ganz normalen Conditioner eine halbe Stunde bis Stunde einwirken lassen, bevor es an das Waschen geht. Alles an überschüssiger Pflege wird ja schließlich wieder ausgespült.

Darauf müssen Sie achten: So funktioniert Reverse Washing

Eigentlich ist Reverse Washing denkbar simpel: Zuerst wird eine Haarkur komplett in die Haare einmassiert. Auch die Kopfhaut und Haaransätze bekommen eine ordentliche Portion Haarkur ab. Nach mindestens einer Minute Einwirkzeit wird die Kur dann grob ausgespült und die Haare werden normal shampooniert. Das Shampoo wird gründlich ausgewaschen und fertig sind die Haare.

Auf einige Kleinigkeiten gilt es dennoch zu achten, um die neue Technik voll auszureizen. Zum einen wäre da die Wahl des Conditioners. Ob Haarkur oder nur eine Spülung ist relativ egal. Da das Haar durch diese Methode nicht so beschwert wird, wie es sonst bei Haarkuren der Fall sein kann, können Sie auch zwei bis drei Mal die Woche eine Haarkur dazu nutzen. Bei normal strapaziertem Haar reicht allerdings meistens eine Spülung. Diese sind oft dünnflüssiger und lassen sich besser verteilen.

Da der Conditioner allerdings auch an die Kopfhaut kommt, empfiehlt es sich, nicht unbedingt ein Produkt mit vielen Silikonen zu nutzen. Diese sind zwar inzwischen meistens wasserlöslich und werden wieder ausgespült, bringen so aber auch keinen Zusatznutzen. Sollten sie sich nicht ausspülen lassen, lagern sie sich im schlechtesten Fall an der Kopfhaut an. Besser sind Produkte, die ruhig reichhaltiger sein dürfen, als Sie sie normalerweise verwenden würden. Alles Überschüssige spülen Sie schließlich nachher gründlich aus.

Reverse Washing: Diese Shampoos eignen sich

Generell funktioniert Reverse Washing mit jedem Shampoo, schließlich fängt die vorherige Pflege aggressive Tenside sogar zu einem gewissen Maß ab. Dennoch lohnt sich die Technik mehr, wenn Sie ein geeignetes Shampoo nehmen.

Zu mild sollte das Shampoo nicht sein, sonst kann es passieren, dass es ölige Rückstände des Conditioners nicht auswaschen kann. Zurück bleiben fettige, beschwerte Haare, die man gerade vermeiden wollte.

Gleichzeitig sind zu aggressive Shampoos auch kein Mittel der Wahl, denn die spülen so viel vom Conditioner weg, dass kaum Pflege übrig bleibt. Gut sind Shampoos, die auf mildere Tenside zurückgreifen und kein Sodium Laureth oder Lauryl Sulfat nutzen. Ob Sie Shampoos mit oder ohne Silikonen nutzen möchten, bleibt Ihnen selbst überlassen. Tendenziell können Silikone ebenso wie Mineralöl die Kopfhaut und die Haare beschweren. Je nach Haar und Kopfhaut findet sich das perfekte Produkt meist durch schlichtes Ausprobieren.

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