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Retten Sie eingetrocknete Druckkopfpatronen!

Lesezeit: 2 Minuten Farb-Tintenstrahldrucker sind die Standarddrucker für Heimanwendungen. Hersteller wie Hewlett-Packard statten Drucker mit Druckkopfpatronen aus, einer Einheit aus Tintentank und Druckdüsen. Trocknet eine Druckkopfpatrone ein, kann der wirtschaftliche Schaden über dem Restwert des Druckers liegen. Mit diesen Notfall-Maßnahmen retten Sie eine verstopfte oder eingetrocknete Druckkopfpatrone.

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Retten Sie eingetrocknete Druckkopfpatronen!

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Druckkopfpatronen werden von führenden Drucker-Markenherstellern eingesetzt

Die Hersteller von Tintenstrahldruckern, Multifunktionsdruckern, Plottern und teils auch Faxgeräten konstruieren die wesentlichen Komponenten Druckkopf und Tintentank sehr unterschiedlich. Verbreitet ist das Prinzip, dass der Druckkopf zusammen mit dem Tintentank eine Einheit bildet.

Insbesondere bei Tintenstrahldruckern von Hewlett-Packard (HP), Dell, Lexmark und teils bei Canon ist dieses Konstruktionsprinzip anzutreffen, auch bei Faxgeräten von Philips oder Samsung.

Vorteil dieser Konstruktion ist, dass mit dem Patronenwechsel auch eine Erneuerung des Druckkopfes stattfindet, was der Qualität (zumindest theoretisch) zu Gute kommt. Zudem ist es auf diese Art sehr einfach möglich, den Drucker beispielsweise mit einer Druckkopfpatrone hoher Kapazität Schwarz drucken zu lassen, wenn viel Text zu drucken ist, und alternativ eine Mehrkammer-Farbpatrone einzusetzen, wenn eine Farbdruckoption gewünscht ist.

Für uns Endverbraucher haben Druckkopfpatronen allerdings den generellen Nachteil des im Vergleich zu reinen Tintenpatronen deutlich höheren Preises. Im Extremfall kostet bei einem billigen Drucker die Ersatzbeschaffung einer Druckkopf-Mehrkammer-Farbpatrone oder einer speziellen Druckkopf-Fotodruck-Patrone mehr, als der Neuwert des Druckers betragen hat. Gelegentlich werden Tintenstrahldrucker, die mit Druckkopfpatronen ausgerüstet sind, daher in der Szene spöttisch auch als „Gelddrucker“ bezeichnet.

Eingetrocknete Druckdüsen: Die typische Panne an Druckkopfpatronen

Wenn der Druckkopf nach dem Druckvorgang nicht korrekt in die Parkposition gefahren wird, eine Druckkopfpatrone falsch gelagert wird oder ein Tintenstrahldrucker lange Zeit nicht benutzt wird, kann es vorkommen, dass die Druckdüsen eintrocknen. Verstopfte Düsen bemerken Sie daran, dass im Ausdruck weiße waagerechte Linien auftreten, an denen kein Tintenauftrag stattgefunden hat. In diesen Fällen setzen Sie die folgenden Rettungsmaßnahmen ein:

1. Düsenreinigung „Standard“ oder „intensiv“

Erste Maßnahme sollte ein Spülgang sein, den Sie in der Druckerverwaltung oder über den Druckertreiber in der Windows-Systemsteuerung erreichen. Dort finden Sie ein Register, das meist Wartung oder Service heißt. Je nach Drucker steuern Sie diese Funktion über den Druckertreiber oder auch eine Taste am Drucker selbst.

Zusätzlich zur normalen Reinigung bieten viele Drucker auch eine Intensivreinigung an, die Sie bei Erfolg versprechendem Zwischentest durchaus zwei- bis dreimal einsetzen können. Allerdings verbraucht die Intensiv-Düsenreinigung einiges an Tinte.

2. Druckkopfreinigung mit Alkohol

Entnehmen Sie den Druckkopf und reinigen Sie mit einem fusselfreien Lappen zunächst die Patronenunterseite, an der sich die Druckdüsen befinden. Bleiben die Streifen hartnäckig, können Sie Ihren Druckkopf möglicherweise trotzdem retten: Tränken Sie ein Küchentuch (Reinigungstuch, Papiertaschentuch, Kosmetiktuch) satt mit Reinigungsalkohol aus der Apotheke (alternativ: Doppelkorn vom Discounter) und legen es in eine flache Schale.

Setzen Sie den Druckkopf über Nacht so auf das Reinigungstuch, dass die Düsen Kontakt mit dem feuchten Tuch haben. Es besteht eine gute Chance, dass der Druckkopf danach wieder mit einer normalen Düsenreinigung im Drucker fehlerfrei arbeitet.

3. Ultraschall-Bad gegen eingetrocknete Düsen

Eine weitere Maßnahme kommt aus dem Bereich der Profi-Tricks. Denn mit einem Ultraschall-Bad können Sie mit hoher Erfolgsaussicht auch hartnäckig verstopfte Düsen wieder frei bekommen. Ultraschall-Reiniger für Kleinteile bieten die gängigen Elektronik-Versender an, beispielsweise www.pearl.de. Der Preis liegt je nach Größe und Ausführung bei ab rund 30 €, also etwa im Preisbereich einer neuen Druckkopfpatrone.

4. Aus der Trickkiste: Zinnabsaugpumpe gegen eingetrocknete Düsen

Für echte Spezialisten sind die Maßnahmen zur Wiederbelebung einer teuren Druckkopfpatrone damit noch nicht am Ende: Um die Verstopfungen der Druckdüsen zu lösen und zu entfernen, lässt sich auch eine Zinnabsaugpumpe (Entlötpumpe) einsetzen. Zinnabsaugpumpen sind als Zubehör bei Hardware-Bastlern ein verbreitetes Utensil, um Lötstellen von überschüssigem Lot zu befreien. Zinnabsaugpumpen erhalten Sie für wenige Euro im Elektronikhandel.

Bildnachweis: Andrey Popov / stock.adobe.com

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