Naturheilkunde Praxistipps

Restless-Legs-Syndrom mit orthomolekularer Medizin unterstützend behandeln

Lesezeit: 2 Minuten Es handelt sich beim Restless-Legs-Syndrom um eine neurologische Erkrankung, die durch rastlose Extremitäten (Beine und auch Arme) verbunden mit Missempfindungen (Kribbeln, Parästhesien oder schmerzhaft brennenden Ameisenlaufen) gekennzeichnet ist. Nach genauer labortechnischer Untersuchung können die fehlenden Mikronährstoffe aus der orthomolekularen Medizin hilfreich sein und Linderung verschaffen.

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Restless-Legs-Syndrom mit orthomolekularer Medizin unterstützend behandeln

Restless-Legs-Syndrom mit orthomolekularer Medizin unterstützend behandeln

Lesezeit: 2 Minuten

Symptome beim Restless-Legs-Syndrom sind:

  • Bewegungsdrang der Extremitäten
  • Unruhezustände in den jeweiligen Ruhe- und Schlafpausen
  • Gefühlsstörungen verbunden mit Kribbeln, schmerzhaft-brennenden Parästhesien (Ameisenlaufen)
  • Verschlimmerung in den Ruhe- und Nachtphasen
  • kurzzeitige Verbesserung der Symptome durch Bewegung

Das Restless-Legs-Syndrom kann durch zu wenig Eisen im Blut verursacht werden. Durch diesen Eisenmangel wird im Gehirn die Signalübertragung gestört, denn der Nährstoff Eisen ist für die Synthese des Dopamins verantwortlich. Diese Signale werden, bei genügend Eisen unter anderem an den Bewegungsapparat weitergeleitet.

Es gibt aktuelle, medizinisch-wissenschaftliche Studien die besagen, dass eine verbesserte Eisenversorgung des Organismus die Symptome des Restless-Legs-Syndroms verringern kann.

Die Problematik hinter dem Restless-Legs-Syndrom

Die Problematik liegt in der Bildung des Enzyms Tyrosin-Hydroxylase (kurz TH genannt), welches für die Synthese des Dopamins verantwortlich ist. Bei fehlendem Eisen wird dieses Enzym vermehrt vom Gehirn ausgeschüttet, jedoch nicht im Zusammenhang mit der Vermehrung des Dopamins. Hierzu muss neben diesem Enzym auch noch genügend Eisen zur  Verstoffwechselung vorhanden sein.

Kurz gesagt: Beim Restless-Legs-Syndrom regt das Enzym Tyrosin-Hydroylase (TH) zwar die Zelle an, kann jedoch nur eingeschränkt das Dopamin herstellen, da das benötigte Eisen fehlt. Um den Serumferritinblutspiegel entsprechend anheben zu können, sollte man daher in den ersten 3 Monaten jeweils 1 x pro Woche eine Eisen-Infusion und nach 2 Tagen eine Infusion mit Vitamin-B-Komplex verabreicht bekommen.

So sollten Sie bei der Behandlung vom Restless-Legs-Syndrom vorgehen:

Die Interaktionen des Eisens dürfen hier nicht unterschätzt werden und aus diesem Grund ist es wichtig, dass das Eisen allein infundiert wird. So kann der Eisenspeicher erst einmal aufgeladen werden. Danach sollte die regelmäßige Einnahme von oralen Eisengaben in Höhe von 1,6 bis 7,8 mg pro Tag und Gewicht des Betroffenen verabreicht werden. Zu beachten ist hier, dass folgende Faktoren die Eisenaufnahme behindern können:

  • Kaffee und Tee (enthaltene Tannine sind hier störend)
  • Rhabarber und Spinat (Oxalsäure verhindert die Eisenaufnahme)
  • Puddingpulver, Instantpulver, Speiseeis (Alginate) und vor allem Milch und Milchprodukte

Eine entsprechende Ernährungsumstellung beim Restless-Legs-Syndrom mit mehr Fleisch (Eisenaufnahme), mehr Vitamin C, weniger Kalzium und der Verringerung und Vermeidung von Vollkorngetreide und Nüssen kann sehr hilfreich sein.

Des Weiteren können nach dem labortechnischen Blutuntersuchungen zusätzlich folgende Mikronährstoffe beim Restless-Legs-Syndrom fehlen:

  • Kupfer (wirkt anti-entzündlich und schützend auf die Gefäße und Nerven)
  • Molybdän (sorgt als Antioxidans für den Harnsäureabbau)
  • Vitamin C (baut auf und wirkt schützend auf das Immunsystem und beruhigend auf die Nervenenden)
  • Vitamin E (Förderung der Heilungstendenz durch Radikalfänger)
  • Taurin (zu finden in den Thrombozyten (Blutplättchen), den Nerven- und Muskelfasern, Stimulation des Hormonhaushaltes auf positive Weise)

Sollte dies der Fall sein, so kann Ihnen ein gut-ausgebildeter Heilpraktiker oder Schulmediziner die entsprechenden Mikronährstoffe und deren Einnahme-Mengen genau berechnen.

Bildnachweis: juniart / stock.adobe.com

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