Praxistipps

Renovieren mit Farben und Tapeten: Auf das Wandmaterial kommt es an

Lesezeit: 3 Minuten Durch den Einsatz von dekorativen Farben und Tapeten erhalten Räume ein völlig neues Erscheinungsbild. Immer mehr Heimwerker erfreuen sich am Neu- und Umgestalten von Wänden, um ihre Wohnlandschaft positiv zu prägen. Damit die Freude langfristig währt, sollte das Material hochwertig sein. Wir haben Tipps und Tricks arrangiert, die es erlauben Wandmaterial richtig auszuwählen.

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Renovieren mit Farben und Tapeten: Auf das Wandmaterial kommt es an

Renovieren mit Farben und Tapeten: Auf das Wandmaterial kommt es an

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Nutzen Sie die Informationen in diesem Artikel, um für Ihre Renovierung die richtige Tapete und Farbe zu finden.

Tapetenarten im Überblick

Tapete ist nicht gleich Tapete. Das wird spätestens beim ersten Besuch im Fachhandel deutlich. Das Spektrum reicht von Kunststofftapeten mit Papierträger über textile Tapeten bis hin zu Vliestapeten. Doch welches Modell ist für den individuellen Bedarf ideal? Dies hängt von mehreren Faktoren ab. Um einen Überblick über das breitgefächerte Angebot zu geben, wurden die Tapetenarten nachfolgend kurz erläutert:

  • Naturwerkstofftapete: Sie kann aus Gras, Kork oder Blättern bestehen und ist besonders umweltfreundlich. Ihre attraktive Optik kann, richtig eingesetzt, für tolle Akzente sorgen. Preislich liegen Naturwerkstofftapeten im höheren Segment. Besonders, wenn sie in Handarbeit gefertigt wurden.
  • Textiltapete: Für diese Tapete werden Jute, Wolle, Seide, Baumwolle, Flachs oder synthetische Fasern wie Viskose verarbeitet. Diese werden als Gewebe oder Fäden auf einen Papierträger aufgebracht. Sie sind luftdurchlässig, können durch die Verwendung von Chemikalien jedoch die Umwelt sowie Gesundheit belasten. Achten Sie auf Prüfsiegel!
  • Kunststofftapeten: Moderne Ausführungen zeichnen sich durch einen Kunststoffauftrag in Kombination mit einem natürlichen Trägermaterial aus. Vorteilhaft für Bade- und Kinderzimmer sowie Küche, weil abwaschbar und strapazierfähig. Entscheidend ist hierbei, dass die Tapeten eine ausreichende Belüftung aufweisen, ansonsten besteht Schimmelgefahr. Um Wohngifte zu meiden, sollten Sie auf entsprechende Prüfsiegel achten.
  • Glasfasertapete: Hierbei werden Glasfasern zu Garn gesponnen, welches verwoben und durch Bindemittel verbunden wird. Oft kommen diese Varianten ohne Papierträger aus, benötigen jedoch in der Regel eine Kunststoffbeschichtung, um dem Freisetzen von Glasfasern vorzubeugen. Diese Tapetenart ist nicht brennbar, überaus robust, wasserfest und kann überstrichen werden.
  • Vliestapeten: Im Gegensatz zu herkömmlichen Tapeten müssen Vlies-Varianten nicht durchweichen und können daher direkt verarbeitet werden. Zur Verarbeitung wird ein spezieller Kleister benötigt. Wasser und Dampf können ihnen nichts anhaben. Perfekt für Heimwerker!
  • Velourtapeten: Sie strahlen durch ihre weiche Oberfläche einen angenehmen Charme aus und verleihen Räumen eine gemütliche Atmosphäre. Nachteilig ist das Tapezieren, da erhöhte Sorgfalt unverzichtbar ist.
  • Papiertapeten: Sie werden aus Zell- beziehungsweise Holzstoff und Altpapier hergestellt. Hierbei ist auf ausreichend Stärke zu achten. Dünne Papiertapeten sind meist minderwertig und reißen schnell. Im Vergleich zu Vliestapeten fällt das Anbringen an die Wand schwerer. Kleister muss zunächst ins Material einziehen damit die Tapete durchweicht und später zuverlässig hält. Optimal für trockenes Raumklima.
  • Raufasertapete: Die typische Struktur dieser weit verbreiteten Tapete entsteht durch mehrere Papierlagen, zwischen denen Holzspäne fixiert sind. Hauptsächlich wird bei der Produktion Altpapier verwendet, was dieses Produkt umweltfreundlich macht. Dünnschichtige Farben können mehrfach aufgetragen werden, wodurch Raufasertapeten mehrere Anstriche erlauben. Auch hier muss eine Weichzeit beim Verarbeiten eingehalten werden.
  • Fototapeten: Die vollflächige Anbringung ist teilweise kompliziert. Bei erfolgreichem Tapezieren können Sie mit Fototapeten aber wunderschöne Effekte erzielen und außergewöhnliche Motive an Wänden anbringen.
  • Flüssigtapete: Zum Großteil wird diese Art Tapete als Trockenmasse und nicht in Rollenform verkauft. Die durch den Heimwerker mit Wasser angerührte Paste wird auf Wänden verteilt oder gespritzt. Für die gewollte Struktur kommen textile Bestandteile zum Einsatz. Ein gesundes Raumklima wird gefördert.

Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten, wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Tapetenart für Ihren Bedarf ideal wäre. Wie sich der Tapetenbedarf ermitteln lässt, erfahren Sie in dem hier verlinkten Ratgeber. Sollten Sie sich entschieden haben, finden Sie am Markt eine riesige Auswahl an Motiven, Strukturen und Farben. Um sich einen Überblick zu verschaffen, empfehlen wir Ihnen den Gang in den lokalen Fachmarkt sowie das Stöbern im Internet. Auf diese Weise erhalten Sie einen Eindruck und die Kaufentscheidung fällt leichter.

Die individuellen Tapeten bei Knutzen Wohnen, einem Raumausstatter mit Einrichtungshaus in Hamburg sowie mit weiteren Filialen in Schleswig-Holstein, reichen zum Beispiel von gestreiften über karierte bis hin zu gepunkteten Varianten. Wie auf der Internetseite dieses Fachhändlers, können Sie sich online auf diversen Plattformen inspirieren lassen. Welche Trends in Sachen Tapeten vorherrschen, erfahren Sie auf Portalen wie Deavita. In einem Beitrag zur Backstein Tapete finden Sie beispielsweise tolle Impressionen zu dieser Art von Wandgestaltung für den rustikalen Einrichtungsstil.

Farben – Warum sich umweltfreundliche Produkte auszahlen

Weiterführende Tipps und Tricks

Das Umwelt Bundesamt hat einen informativen Ratgeber zum Thema „Gesund und umweltfreundlich Renovieren“ erarbeitet. Darin finden Sie ergänzende Hinweise zur Auswahl wohngesunder Produkte. Darunter eine Übersicht zu Innenfarben, welche über Latex-, Naturharz-Dispersions-, Kalkfarben und viele weitere Produkte aufklärt. Hilfe zur Auswahl und Kombination von Farbtönen finden Sie dagegen im Onlinemagazin Schöner Wohnen.

Damit auch beim Streichen alles glattgeht, hat der Farbenhersteller Adler, welcher ebenfalls nachhaltige Produkte präsentiert, im folgenden Video entsprechende Ratschläge für Heimwerker zusammengestellt:

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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