Praxistipps Reisen

Reisemängel: Cola-Kisten als Schlafstatt

Viel Freude hatte eine Rheinländerin bei ihrer Reise in den Süden nicht: Schimmelpilze im Bad, lange Wartezeiten beim Hotelbus und Müllberge vor dem Hotel. Als schließlich das verlangte Zustellbett aus einer auf Cola-Kisten gelegten Matratze bestand, war das Maß voll. Zurück in Deutschland verklagte die Frau ihren Reiseveranstalter, bekam aber nur teilweise Recht.

Reisemängel: Cola-Kisten als Schlafstatt

Wartezeiten im Bus seien in südlichen Ländern auf Grund der dortigen Gepflogenheiten, die mit deutscher Genauigkeit nicht nachzuvollziehen seien, für einen Urlauber hinzunehmen und deswegen kein Reisemangel. Auch über Schimmelpilzbildung im Badezimmer müsse ein deutscher Urlauber im Süden hinwegsehen, soweit diese kein extremes Maß annehmen würde. Für die Baustelle vor dem Hotel und die dortigen Müllansammlungen könne der Reiseveranstalter ebenfalls nichts, urteilen die Richter.

Für das aus Cola-Kisten gebaute Bett müsse der Reiseveranstalter allerdings einen Teil des Reisepreises zurückerstatten. Eine solche Liege genüge nicht den Erwartungen, die gewöhnlich an ein Zusatzbett gestellt würden. Deswegen müsse der Reiseveranstalter der Rheinländerin 5% des Reisepreises zurückerstatten, so die Amtsrichter (Amtsgericht Düsseldorf, Aktenzeichen: 32 C 6159/97).

Tipp: Melden Sie Reisemängel direkt vor Ort bei der zuständigen Reiseleitung. Ein Hinweis an das Hotel genügt normalerweise nicht, wenn Sie nachher in Deutschland Ihren Reiseveranstalter in Regress nehmen wollen. Mithilfe von Fotos und Zeugenaussagen können Sie die Reisemängel später leichter beweisen.

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