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Reisekrankheit? Pfefferminze hilft gegen Übelkeit

Endlich Ferien – aber: Wenn Ihnen das Reisen verleidet ist, weil Sie oder Ihre Kinder an Reisekrankheit leiden, sollten Sie Pfefferminze kennenlernen. Diese Heilpflanze ist ein zuverlässiges Mittel gegen Reisekrankheit. Erfahren Sie, mit welchen Heilpflanzen sie kombiniert werden kann und wie die Anwendung erfolgt. So wird Reisen wieder zum Vergnügen.

Reisekrankheit? Pfefferminze hilft gegen Übelkeit

Reisekrankheit? Pfefferminze hilft gegen Übelkeit

Die Aufzählung der Symptome ist für viele Betroffene aus leidiger Erfahrung ja nichts Neues. Aber wussten Sie, dass Reisekrankheiten, die wissenschaftlich auch Kinetosen genannt werden, viel mit Ihren Ohren zu tun haben? Das Innenohr registriert Ihre Bewegung im Raum (kineo = ich bewege).

Durch viele verschiedene Reize, vor allem Beschleunigung zum Beispiel beim Fahren durch Kurven in den Bergen, werden die empfindlichen Sinnesorgane gereizt. Die Folge sind vegetativer Stress mit den bekannten Folgen, die hier noch einmal kurz genannt seien: Blutdruckabfall, Herzklopfen, Schweißausbruch, Schwindelgefühl, Übelkeit und Erbrechen.

Die Pfefferminze stellt sich vor

Die Pfefferminze, botanisch Mentha piperita, ist eine Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler. Zu Ihren Verwandten zählen viele bekannte Küchenkräuter wie Rosmarin, Thymian, Oregano und Basilikum, aber auch die Taubnessel und viele andere Minzearten.

Unsere Pfefferminze ist eine zufällige Kreuzung aus der wild vorkommenden Wasserminze (Mentha aquatica) und der Krauseminze oder Grünminze (Mentha spicata). Sie wurde im 17. Jahrhundert in England als natürliche Kreuzung entdeckt und wird seitdem weitergezüchtet und kultiviert. Die natürlichen Minzearten wurden aber bereits im Altertum als Heilpflanzen verwendet, sogar in den ägyptischen Gräbern der Pharaonen wurden Minzearten gefunden.

Inhaltsstoffe von Pfefferminze und ihre Wirkung bei Reisekrankheit

Pfefferminze enthält vor allen Dingen große Mengen ätherisches Öl, dessen Hauptbestandteil das Menthol ist. Dieses wird auch als Pfefferminzkampfer bezeichnet. Die Wirkung der Heilpflanze beruht vor allem auf diesem ätherischen Öl, andere Inhaltsstoffe wie Gerbstoffe, Chlorogensäure, Lipide und andere ergänzen die Wirkung. Pfefferminze wirkt vegetativ ausgleichend. Sie regt den Gallefluss stark an. Die Pflanze erfrischt, kühlt und desinfiziert. Sie wirkt entkrampfend, entblähend und keimtötend. Alles in allem erkennt man deutlich, wie der gesamte Verdauungstrakt und das vegetative Nervensystem beruhigt werden und darauf kommt es bei Reisekrankheiten ja an.

Anwendung von Pfefferminze gegen Reisekrankheit

Am praktischsten ist die Verwendung des ätherischen Öles, das allerdings erst älteren Kindern ab Schulalter gegeben werden darf. Besorgen Sie sich ein hochwertiges (!!!) durch Wasserdampfdestillation gewonnenes Öl aus biologischem Anbau. Bereits am Vortag der Reise sollten Sie dreimal täglich einen Tropfen in etwas Wasser einnehmen. Neigen Sie zur Unterzuckerung nehmen Sie das Pfefferminzöl mit etwas Honig ein.

Während der Reise selbst kann bis halbstündlich ein Tropfen eingenommen werden. Gegen Kopfschmerzen hilft übrigens eine Einreibung der Schläfen. Kombinieren kann man Pfefferminze gut mit Ingwer – Sie können einfach ein Stück der frischen Wurzel kauen. Eine weitere Heilpflanze gegen Übelkeit vor allem bei Schiffsreisen und generell gegen Schwindel ist Hopfen. Ein alkoholfreies Bier wirkt bei schwerer
See Wunder und kann auch kleinen Kindern gegeben werden.

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Bildnachweis: 5second / stock.adobe.com

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