Praxistipps Reisen

Reiseanzahlung ist nicht unbedingt zulässig

Verlangen Reiseveranstalter eine Vorauszahlung, ist das eventuell nicht zulässig. Der Bundesgerichtshof (Az.: 16 U 12/05) muss sich jetzt mit dieser Frage beschäftigen. Im juristischen Streit um eine Vorauszahlung von 20% auf Pauschalreisen hatte das Oberlandesgericht Köln einem Reiseveranstalter Recht gegeben.

Reiseanzahlung ist nicht unbedingt zulässig

Die Veranstalter müssten nicht nur für die Organisation der Reise in Vorleistung treten, sondern hätten auch das finanzielle Risiko eines möglicherweise nicht solventen Kunden zu tragen, entscheiden die Richter.

Jetzt liegt der Fall beim Bundesgerichtshof in Revision und die Bundesrichter müssen entscheiden, ob das Kölner Urteil Bestand hat. Die Richter am Oberlandesgericht hatten ihre Argumentation unter anderem darauf gestützt, dass Pauschalreisen ein Massengeschäft seien, bei dem nicht in jedem Einzelfall die Bonität der Kunden überprüft werden könne. Gegen das entsprechende Risiko müsse sich der Veranstalter absichern. Außerdem sei der Kunde seit einigen Jahren mit der Vorauszahlung gegen eine mögliche Insolvenz des Veranstalters versichert. Er bekomme also sein Geld im Zweifel auch wieder zurück.

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