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Reise-Tipp: Das kulturelle Dreieck von Sri Lanka

Lesezeit: 3 Minuten Innerhalb der Städte Anuradhapura, Polonnaruwa und Kandy liegen wohl die bedeutendsten kulturhistorischen Stätten Sri Lankas. Welche das sind, was Sie dort besichtigen können und was Sie sonst noch Wichtiges über den Besuch dieser Stätten wissen sollten, erfahren Sie hier.

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Reise-Tipp: Das kulturelle Dreieck von Sri Lanka

Reise-Tipp: Das kulturelle Dreieck von Sri Lanka

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Vom internationalen Flughafen in Colombo erreicht man das sogenannte „Cultural Triangle“ innerhalb von zwei bis drei Stunden, je nachdem, ob man nach Anuradhapura möchte oder nach Kandy. Es liegt zentral in der Trockenzone nördlich des Berglandes. Für eine Tour durch die Kulturschätze der Trauminsel sollte man mindestens eine Woche einplanen. Die beste Reisezeit für diese Gegend ist von November bis April.

Anuradhapura

Im Tal der Könige, wie man die Gegend nennt, befindet sich die Ruinenstadt Anuradhapura, die vor 2000 Jahren Hochburg der singhalesischen Könige war. In Pracht und Herrlichkeit haben diese geherrscht und Paläste und Kloster gebaut, die erst durch bedeutende Ausgrabungen ans Licht gekommen sind. Die frühere Hauptstadt zählt seit 1982 zum Unesco-Weltkulturerbe.

Der Sri Mahabodhi Baum, welcher eine wichtige Pilgerstätte für Buddhisten ist, ist heilig und ist aus einem Zweig der Pappel-Feige in Bodghaya, Nordindien gewachsen. Dort soll Buddha Siddharta seine Erleuchtung gefunden haben und im Zuge einer Mission ist der Zweig nach Sri Lanka gelangt.

Im Umkreis befinden sich unter anderem die Dagobas (buddhistische Tempel) „Ruwanväliseya“, „Abhayagiri“ und „Thuparama“. Archäologisch gesehen ist hier eine wichtige und bedeutsame Ausgrabungsstätte. Es ist noch immer nicht alles freigelegt und das 50 km2 große Gelände umfasst viele Tempel, Paläste, Gärten, Stauseen und gibt Aufschluss über die schon damals fortschrittliche Entwicklung der singhalesischen Hochkultur.

Polonnaruwa

Die zweite Hauptstadt ist ebenfalls von bedeutenden Überresten von Palästen, Garten- und Parkanlagen geprägt und steht ebenfalls unter Schutz des Weltkulturerbes der UNESCO. Das ebenfalls sehr große Gelände ist allerdings für den Besucher etwas übersichtlicher und dichter gebaut. Die Gebäude sind alle um das 12. Jahrhundert entstanden und sind etwas besser erhalten als die in Anuradhapura.

Wichtige Sehenswürdigkeiten sind hier die ehemalige Königsresidenz Zitadelle, die Heiligtümer des buddhistischen Ordens, das Hauptkloster Alahena Parivena, das Tivanka Statuenhaus und die Felsskulpturen des Gal Vihara.

Sigiriya

Der berühmte Löwenfelsen liegt nicht weit von Pollonaruwa entfernt mitten im Dschungel. Er ist aufgrund seiner Felsen-Fresken „Wolkenmädchen“ und der Ruinen eines Palastgebäudes mit großen Zisternen für Regenwasser auf dem Felsen einen Besuch wert. Früher befand sich der steilste Aufstieg zum Palast durch das Maul eines riesigen Löwenkopfes. Allerdings sind heute nur noch die Tatzen zu erkennen sowie das Löwentor auf einem Plateau am Felsen. Ringsherum befand sich früher eine Stadt mit einem Wassergraben und Lustgärten und Kloster.

Dambulla

Die ca. 80 Höhlentempel von Dambulla befinden sich auf einer Fläche von 2000 m2 und sind die größte Tempelanlage von Sri Lanka. Hier befinden sich zahlreiche Buddha-Statuen und unzählige Malereien. Als „Goldener Tempel von Dambulla“ steht die Anlage seit 1982 unter Schutz des UNESCO-Kulturerbes.

Kandy

Am südlichsten Punkt des kulturellen Dreiecks liegt Kandy, die sogenannte Königsstadt auf dem Berg. Es war die letzte Hauptstadt des singhalesischen Königreiches, bevor die Briten 1815 die Gegend eroberten.
Der heilige Zahntempel zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Er beherbergt einen Zahn von Buddha, den nur wenige zu Gesicht bekommen.

Des Weiteren lädt der See zum Flanieren ein und auf der Hauptstraße „Dalada Vidiya“ bekommt man einige koloniale Gebäude zu Gesicht. Auf dem Berg des „Udawattakele Gartens“ liegt ein bedeutendes Meditationszentrum für fortgeschrittene Mönche und auf dem Berg „Bahirawakanda befindet sich eine riesige goldene Buddha-Statue. Etwas außerhalb von Kandy liegt der botanische Garten „Peradeniya“, der den wahrscheinlich größten Banyanbaum beherbergt. Dieser bedeckt eine Fläche von 2000 m2.

Folgende Tipps möchte ich Ihnen noch geben:

  • Empfehlenswert und üblich ist es, ein Fahrzeug mit Fahrer zu mieten, denn er kennt sich mit dem chaotischen Verkehr aus und kennt alle Ortschaften und Wege.
  • Zugfahrten immer in 1. bzw. 2. Klasse buchen, da die 3. Klasse die Holzklasse und für uns Europäer nicht sehr bequem ist, allerdings ist eine Zugfahrt in Sri Lanka eine unbeschreiblich schöne Erfahrung.
  • Genügend Kleingeld dabei haben für fällige Trinkgelder
  • Immer Infos einholen vom Fahrer, vom Hotelpersonal etc. bezüglich Öffnungszeiten, wichtigen Bestimmungen, Kleiderordnung etc., da diese in Reiseführern oft nicht mehr aktuell sind
  • Lokale Restaurants sind sehr empfehlenswert, wunderbares Essen und angenehme Preise, allerdings sollten Sie mit Wasser, Salaten und Eiscreme vorsichtig sein, da dies schnell zu Durchfall und anderen Magenproblemen führen kann; das Gleiche gilt für die Schärfe: immer „nicht scharf“ bestellen
  • Englisch ist jedem bekannt und damit kommen Sie überall weiter

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Bildnachweis: saiko3p / stock.adobe.com

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