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Reise-Knigge USA: Achten Sie auf Freundlichkeit und Benehmen

Lesezeit: 3 Minuten Eine Reise in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist immer ein unvergleichliches Erlebnis. Doch sollten Sie sich bei Reisen in die USA auch mit der Kultur und Lebenseinstellung des amerikanischen Volks auseinandersetzen. Hier gilt es für Besucher dieses Landes, auf gewisse Verhaltensregeln bezüglich Freundlichkeit und Benehmen zu achten.

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Reise-Knigge USA: Achten Sie auf Freundlichkeit und Benehmen

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Sollten Sie das erste Mal in den USA unterwegs sein, mag Ihnen die Freundlichkeit, die Ihnen entgegengebracht wird, befremdlich und auch ein klein wenig übertrieben vorkommen. Egal wohin man kommt -“ sei es an der Rezeption im Hotel, auf der Straße, in einem der unzähligen Shops oder einfach nur im Gespräch mit Einheimischen -“ überall wird man betont freundlich und mit Respekt behandelt. Für uns Europäer wohl etwas erstaunlich und eher unbekannt, da man es in Europa schon als Respektlosigkeit betrachtet, wenn man von Fremden geduzt wird.

In den USA gehört dies zum guten Ton und ist ein Teil der „Erziehung zum Kollektiv“ wie es der Schriftsteller Paul Watzlawick nennt. Bereits von Kindesbeinen an werden Kinder in den USA dazu erzogen, dass sie ein Teil des Ganzen sowie der Gruppe sind, und keine Einzelkämpfer. Hier zählt das Wohl der Gruppe. Andersdenkende werden geächtet und von der Gemeinschaft gemieden, davor haben die Amerikaner Angst.

Bleiben Sie höflich
Deswegen gilt für USA-Besucher, sich
dieser Etikette anzuschließen und dem Amerikaner mit der gleichen
Höflichkeit zu begegnen, wie sie einem entgegengebracht wird.  Bleiben
Sie gelassen und höflich und reagieren Sie keinesfalls genervt oder
sogar mit einer Abwehrhaltung, weil Ihnen dieses Verhalten fremd ist.
Bedenken Sie dabei immer, dass die Bedienung in einem Restaurant, der
Angestellte in einem Laden, Angestellte im Hotel oder wo auch immer Sie
auf diese treffen, schon wegen der kleinsten Unhöflichkeit anderen
gegenüber entlassen werden können.

Mit der Zeit wird es Ihnen wahrscheinlich auf die Nerven gehen und Ihnen die Freundlichkeit der Amerikaner sehr oberflächlich vorkommen -“ was sie vermutlich auch ist. Diese Form des Umgangs miteinander lässt das amerikanische Volk funktionieren und gehört zu ihren Grundmanifesten.

Höflichkeit, Freundlichkeit und Entgegenkommen
Es ist keineswegs aufdringlich gemeint, wenn man Ihnen mit dieser Freundlichkeit begegnet, denn Höflichkeit, Freundlichkeit und Entgegenkommen gehören in Amerika zum obersten Gebot und werden ebenso auch von Besuchern erwartet.

Entgegen der Sitte in Europa sich Geschäfte nach dem besten Preis oder den besten Angeboten zu suchen, finden Amerikaner ihren Weg in Geschäfte aller Art zuerst einmal über das Kriterium des Services und Freundlichkeit. Ein Banker, der seinen Kunden das Blaue vom Himmel lügen will, ist schneller arbeitslos als er das Wort „Konto“aussprechen kann. In Amerika gilt die Grundregel: „Ein freundliches Gespräch und der Service verkaufen ein Produkt -“ nicht der Preis.“

Blickkontakt und ein Lächeln sind wichtig
Schlendern Sie als Tourist durch eine der Straßen amerikanischer Städte, New York ausgenommen, stellen Sie schnell fest, dass es die Amerikaner nicht wirklich eilig zu haben scheinen. Begegnet man sich auf der Straße oder sonst wo, dann gehört es zum guten Ton, sich anzuschauen und dem Gegenüber ein Lächeln zu schenken und nicht stur und starr auf den Boden vor sich zu schauen. Sich nicht zu beachten und wegzudrehen, wenn man sich begegnet, wird in Amerika als unhöflich aufgefasst. Die Zeit zum Austausch von Höflichkeiten sollten Sie sich nehmen, und wer weiß, vielleicht entsteht dadurch ja auch eine nette Freundschaft.

Freundlichkeit gehört zum Beruf dazu
Zwar mag die oftmals als heruntergeleierte „Höflichkeit“ der amerikanischen Bürger als aufgesetzt und als ein Muss betrachtet werden (was es oft auch ist), doch entstehen daraus oft auch nette und interessante Gespräche. Bedenken Sie, wenn Sie beispielsweise auf dem Parkplatz eines Einkaufscenters oder am Eingang zum selbigen den Mitarbeiter in Kaufhausuniform sehen, der Ihnen beim Eintreten ein freundliches „Wie geht es Ihnen?“ entgegenbringt, dass dieses zum Beruf des Betreffenden gehört.

Hinter dieser freundlichen Fassade verbirgt sich ein Mensch, der diese Freundlichkeit jeden Tag den Besuchern des Centers beim Betreten oder Verlassen entgegenbringen muss. Diese Menschen lieben ihren Beruf und machen ihn bestimmt auch gerne – also warum nicht auch zu Ihnen freundlich sein und ein paar Worte mit Ihnen wechseln?

Der Umgang mit Kosenamen und Gefühlen
Wenn Sie durch Amerikas Straßen schlendern, in einer der vielen Shoppingmeilen einkaufen oder in einem Restaurant zum Essen sind, werden Sie oft mit den Wörtern „Darling, Sweetheart, Sweetie, Luv“ oder anderen Kosenamen betitelt, die bei uns schon in den persönlichen Bereich gehören.

Die Amerikaner gehen mit diesen Kosenamen viel leichtfertiger und lockerer um und sehen in ihnen nicht dieselbe Bedeutung, wie das bei uns der Fall ist. Und auch den Satz „Ich liebe Dich“ gebrauchen Amerikaner viel lapidarer, als wir Deutschen. Es mag für uns etwas befremdlich wirken, aber so ist die amerikanische Lebensart. Deswegen sollte man sich auch nichts darauf einbilden und es auch nicht allzu ernst nehmen, wenn man diese Worte zu hören bekommt, oftmals steckt nichts weiter als die typisch amerikanische Freundlichkeit dahinter.

Dies gilt vor allem für Menschen, die sich in Amerika vielleicht Hals über Kopf in einem amerikanischen Bürger verlieben. Die Worte „I love you“ werden von vielen Amerikanern eher flippig und gedankenlos verwendet und meist steckt nicht viel dahinter. Wer auf eine Romanze hofft, sollte hinterfragen, ob solche Aussagen auch wirklich ernst gemeint sind, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Wer einmal eine längere Zeit in diesem Land gelebt hat, wird mit dieser für uns eher befremdlichen Vertraulichkeit leichter umgehen können und deren wahre Bedeutung herausfinden.

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