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Reise-Knigge: So sollten Sie sich in den USA verhalten

Lesezeit: 3 Minuten Wer Amerika bereisen und das Land entdecken möchte, der sollte sich vor Reiseantritt auch mit den Lebensgewohnheiten und Gepflogenheiten der Amerikaner vertraut machen. Was Sie bei Ihrer Reise in die USA alles beachten sollten, lesen Sie hier.

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Reise-Knigge: So sollten Sie sich in den USA verhalten

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Amerika zu bereisen heißt auch, sich mit den Lebensgewohnheiten des amerikanischen Volkes ein wenig auseinanderzusetzen, um selbst nicht negativ aufzufallen. 

Gastfreundschaft
Die Amerikaner sind grundsätzlich ein sehr gastfreundliches und Fremden gegenüber offenes Volk, auch wenn sie nicht ganz von Vorurteilen frei sind. Viele Vorurteile, die den verschiedensten Quellen und Erfahrungen entstammen, führten dazu, dass Amerikaner Fremden gegenüber erst einmal skeptisch eingestellt sind. Deutschen Besuchern gegenüber sind sie eigentlich sehr positiv eingestellt, auch wenn sie mit dem "typischen Deutschen" einen Tracht tragenden, Bier trinkenden und Weißwurst essenden Menschen verbinden, den man hierzulande vorwiegend im bayerischen Raum anzutreffen vermag.

Doch dieses Bild ist durchweg positiv zu sehen, da Amerikaner die Deutschen meist außerdem für disziplinierte, fleißige und tüchtige Menschen halten. Vor allem die nahe Verbindung zu Deutschland durch in Deutschland stationierte Amerikaner und Vorfahren, die aus Deutschland stammen (denn statistisch gesehen, hat jeder sechste Amerikaner deutschstämmige Vorfahren oder Verwandte), prägen insgesamt ein sehr positives Bild des Deutschen. 

Die Begrüßung in den USA
Anders als in Europa, wo man sich bei der ersten Begegnung erst einmal kritisch "beäugt" und auf Distanz geht, ist die Begrüßung in Amerika meist direkt sehr persönlich. Auch das Hände schütteln, wie es bei uns zum guten Ton gehört, findet in Amerika so gut wie nie statt. Dies hat nichts mit Unhöflichkeit zu tun, sondern es wird einfach nicht praktiziert und wenn, dann allerhöchstens bei der ersten Vorstellung und dann nie wieder.

Auch sind die Amerikaner sehr schnell per Du miteinander und unterhalten sich schon bei den ersten Gesprächen sehr schnell über persönliche Dinge wie Familie, Einkommen oder soziale Verhältnisse, was man bei uns nicht unbedingt tun würde. In Amerika macht man sich darüber weniger Gedanken und die Amerikaner merken sich dies auch nicht. Es kann sogar sein, dass sie sich, trifft man sich wieder, gar nicht mehr an diese Dinge erinnern.

Zur Höflichkeit in Amerika gehört es, dass wenn man angesprochen wird, aus welchem Grund auch immer, sich mit demjenigen auch unterhält und ein Gespräch führt. Frauen haben es da etwas einfacher, da es bei ihnen nicht als unhöflich gilt, wenn sie sich vom Gesprächspartner wegdrehen oder sich diesen gar selber aussuchen.

Einladungen
Eine typisch amerikanische Eigenart ist die Offenherzigkeit Fremden gegenüber. So kann es Ihnen passieren, dass Sie schon nach einer kurzen Unterhaltung von Ihrem Gesprächspartner eine Einladung zu ihm nach Hause erhalten oder sogar zum Übernachten eingeladen werden. Hierbei muss man allerdings wissen, dass Amerikaner solche Einladungen nicht zu ernst nehmen und so kommt es nicht selten vor, dass Sie vor einer verschlossenen Türe oder vor ungläubigen Gesichtern stehen, wenn Sie die Einladung tatsächlich annehmen.

Wenn Sie eine Einladung von einem Amerikaner erhalten, vergewissern Sie sich lieber vorher, ob er diese auch wirklich ernst gemeint hat. Haben Sie daran Zweifel, dann lehnen Sie diese Einladung lieber höfflich ab, es wird Ihnen keiner nachtragen.

Verabredungen werden nicht immer ernst genommen
Wie auch schon bei Einladungen nehmen es die Amerikaner bei der Wahrnehmung von Terminen ebenfalls nicht allzu ernst. Also nicht enttäuscht sein, wenn Sie mal von einem Amerikaner, mit dem Sie eigentlich verabredet waren, versetzt werden. Hier gilt im  Allgemeinen das Motto: "Wenn einem was dazwischen kommt, dann ist das halt so und dann hat man eben nicht immer die Möglichkeit, Bescheid zu geben."

Deshalb nehmen die Amerikaner es einem nicht übel, wenn man eine Verabredung nicht einhält und auch nicht absagt oder Bescheid gibt, dass man nicht kommen kann. Es empfiehlt sich also, Verabredungen immer an einem Ort zu wählen, wo einem das Warten nicht zu schwerfällt, wie beispielsweise in einem Café.

Termine sollten Sie einhalten
Das krasse Gegenteil zu Verabredungen, die nur bedingt ernst genommen werden, stellt für die Amerikaner das Einhalten von Terminen dar. Hier sind die Amerikaner wiederum höchst diszipliniert. Termine, oder auch "dates", "appointments", werden in Amerika akkurat wahrgenommen und deren Einhaltung wird auch von Ihnen erwartet. Einen Termin sagt man nicht einfach ab oder "verschwitzt" ihn.

Wem das passiert, der verliert sehr schnell das Vertrauen, welches Amerikaner grundsätzlich erst einmal in jeden setzen. Einen verpassten Termin nehmen Amerikaner einem sehr übel und bei diesem Thema sind sie auch nachtragend. Deshalb heißt es: "Termine, die vereinbart wurden, gleich ob privater, geschäftlicher oder behördlicher Natur, sind grundsätzlich immer, und vor allem pünktlich, einzuhalten."

Fazit: Wenn Sie sich bei Ihren USA-Reisen an gewisse Grundregeln halten, wird Ihre Reise zu einem unvergleichlichen und unverwechselbarem Erlebnis.

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