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Quengeln im Supermarkt – So bewahren Sie Ruhe

Lesezeit: 3 Minuten Für Eltern von Kleinkindern gestaltet sich der Einkauf im Supermarkt oft zu einem Spießrutenlauf. Die verführerischen Auslagen in den Regalen wecken bei den Kleinen Begehrlichkeiten. Auf ein "Nein" reagieren sie mit einem penetranten Quengeln im Supermarkt, das sich bis zu einem Wutanfall steigern kann. Lesen Sie, mit welchen Strategien sich peinlichen Situationen umgehen lassen.

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Quengeln im Supermarkt – So bewahren Sie Ruhe

Quengeln im Supermarkt – So bewahren Sie Ruhe

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Einkaufen mit Kindern

In der Regel bleibt vielen Eltern gar nichts anderes übrig, als mit ihrem Kind einkaufen zu gehen. Nicht immer können Großeltern oder Verwandte auf das Kind aufpassen. Außerdem macht es Spaß, gemeinsam einzukaufen. Wäre da nur nicht diese Zone mit den leckeren Süßigkeiten. Zwar befinden sich die Naschereien inzwischen in vielen Supermärkten nicht mehr geballt vor der Kasse, aber die Kinder kennen selbstverständlich den Standort der Leckereien. Aber nicht nur Schokolade und Bonbons reizen Kinder, die auch von den bunten Etiketten auf Kinderjoghurts oder Eis verführt werden. Genauso ziehen Zeitschriften oder Comics Kinder in den Bann.

Selbstbedienungsmarkt für Kinder

Angesichts der überquellenden Regale mit den bunten Angeboten ist es für Kinder naheliegend, sich bei den Auslagen zu bedienen. Wenn die Eltern mit ihrer eigenen Einkaufsliste abgelenkt sind, landen unbemerkt die Wunschobjekte der Kinder im Einkaufswagen. Das Quengeln im Supermarkt beginnt, wenn die Eltern die Waren wieder aus den Einkaufskorb befördern. Gerade wenn Kinder sich in einer Trotzphase befinden, kann sich der Ärger schnell zu einem lautstarken Wutanfall steigern. Zwar zeigen die meisten Kunden Verständnis für die Situation, aber es ist schon peinlich, wenn sich der eigene Nachwuchs von seiner schlechtesten Seite zeigt.

Nicht persönlich nehmen

Ab dem zweiten Lebensjahr entdecken Kinder ihren eigenen Willen. Allerdings fehlt ihnen noch der Wortschatz, um sich den Erwachsenen mitzuteilen. Das Quengeln und Schreien im Supermarkt ist ihre Möglichkeit, den eigenen Standpunkt zu verteidigen. Kleinkinder können nicht verstehen, warum manche Waren im Einkaufskorb landen und andere wiederum nicht. Versuchen Sie sich in die Lage des Kindes zu versetzen und nehmen Sie die Auseinandersetzung nicht persönlich. Dann fällt es Ihnen gleich viel leichter, Ruhe zu bewahren.

Streitereien vermeiden

Versuchen Sie schon vor dem Einkauf Ihr Kind auf die Situation im Supermarkt vorzubereiten. Am besten einigen Sie sich darauf, dass Sie nur die Waren vom Einkaufszettel kaufen. Dafür erhält Ihr Kind seinen eigenen Einkaufszettel, auf den es die gewünschten und von Ihnen erlaubten Lebensmittel aufzeichnet. So kann sich Ihr Kind zum Beispiel Obst aussuchen, Joghurt und eine Süßigkeit. In der Zwischenzeit schreiben Sie Ihre Einkaufsliste und lesen Sie diese Ihrem Kind vor. Kaufen Sie in diesem Fall nur die Waren von Ihrer Liste ein. Ihr Kind hilft Ihnen, die Produkte von der eigenen und Ihrer Liste in den Einkaufswagen zu packen.

Mit diesen Tipps reagieren Sie auf Quengeln im Supermarkt

  • Achten Sie darauf, dass Sie und Ihr Kind nicht hungrig einkaufen gehen. Dann ist der Appetit nicht so groß.
  • Gehen Sie auf Ihr Kind ein, wenn es im Supermarkt mehr Waren als die vereinbarten wünscht. Es bringt wenig, gereizt oder aggressiv zu reagieren. Reden Sie in ruhigem Ton mit Ihrem Kind, damit es sich verstanden fühlt.
  • Nehmen Sie Spielzeug oder ein Stofftier mit in den Supermarkt, um Ihr Kind zu beschäftigen. Vielleicht lenkt es Ihr Kind ab, wenn es ein Brötchen oder ein Stück Wurst essen kann.
  • Bleiben Sie gelassen und schämen Sie sich nicht für das Verhalten Ihres Kindes. Diese Phasen durchlaufen alle Kinder und Ihre Mitmenschen haben viel mehr Verständnis als Sie glauben. Die meisten Menschen finden die Situation gar nicht so problematisch, wenn die Eltern selbst heiter und gelassen bleiben.

Standhaft bleiben

Quengeln ist ein durchschlagkräftiges Argument der Kinder, um den eigenen Willen durchzusetzen. Geben Sie Ihrem Kind im Supermarkt nach, wird es diese erfolgversprechende Methode immer wieder benutzen. Deshalb ist es ratsam, konsequent zu bleiben. Kinder zu bestechen ist übrigens auch keine elegante Lösung sondern zeigt nur, wie sehr das Quengeln die Eltern unter Druck setzt. Wenn die Situation Sie zu stark belastet, verzichten Sie eine Zeitlang darauf, Ihr Kind zum Einkaufen mitzunehmen. Machen Sie nur ein- oder zweimal in der Woche einen Großeinkauf, während der Partner oder die Großeltern auf Ihr Kind aufpassen.

Bildnachweis: highwaystarz / stock.adobe.com

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