Gesundheit Praxistipps

Quendel: Altes Kräuterwissen der heiligen Hildegard von Bingen

Lesezeit: 2 Minuten Quendel, auch Feldthymian genannt (lat. Thymus pulegioides) sollte bereits seit der Antike gegen Gifte aller Art schützen. Das Volk glaubte auch lange, dass der Quendel Dämonen abwehren könnte. Kränze aus Quendel wurden geweiht und in Stall und Haus gehängt, um Blitze oder böse Geister abzuwehren. Im Sizilien des Altertums wurde der Quendel zusammen mit Rosen der Göttin geopfert, um die Liebe zu fördern. Die Germanen weihten den Quendel der Göttin Freya. Später wurde er zum Marienkraut umdefiniert, wie es so vielen Heilpflanzen der Frauenheilkunde erging.

2 min Lesezeit
Quendel: Altes Kräuterwissen der heiligen Hildegard von Bingen

Quendel: Altes Kräuterwissen der heiligen Hildegard von Bingen

Lesezeit: 2 Minuten

Auch die heilige Hildegard von Bingen (1098-1179) erwähnt den Quendel in ihren Schriften zu Naturheilkunde unter der Bezeichnung „Quenula“. Sie empfahl Quendel insbesondere gegen Hautreizungen.

Quendel: Soviel Gesundheit steckt drin

In der Pflanzenheilkunde kann man den Quendel sehr ähnlich einsetzen wie den Thymian. Er hilft gegen Husten, stärkt die Verdauung und lindert Frauenbeschwerden. Auch gegen entzündliche Hautprobleme und Gelenkschmerzen kann man diese vielfältige Heilpflanze verwenden.

Quendel in der Küche

In der Küche ist Quendel ebenfalls vielfältig einsetzbar. Er schmeckt exzellent zu Geflügel, vor allem zu Hähnchen. Quendel eignet sich aber auch gleichermaßen für mediterrane Gerichte, Suppen, Salate, Pasteten, Käseauflauf und Tomaten. Im Folgenden präsentiere ich Ihnen ein Quendel-Rezept aus der Sammlung der heiligen Hildegard von Bingen.

Hildegard von Bingens Rezept für Quendelsuppe

Als Wunder-Arznei gegen Hautreizungen empfahl die heilige Hildegard von Bingen diese köstliche Quendelsuppe. Dafür benötigen Sie folgende Zutaten (für 4-6 Personen):

  • 2 Hand voll Quendel (ersatzweise Gartenthymian)
  • 1 Tasse Dinkelschrot
  • 2 Esslöffel Butter
  • 1 1/2 Liter gute Fleischbrühe
  • 3 bis 4 Blättchen Ysop und Liebstöckel
  • 2 Esslöffel süße Sahne
  • 1 Messerspitze Muskat
  • Salz
  • Pfeffer

Die Suppe wird folgendermaßen zubereitet. Den Quendel oder Thymian klein hacken (wenn Sie getrockneten Quendel bzw. Thymian nehmen, reicht 1 Esslöffel), in der Butter leicht andünsten, langsam den Dinkelschrot dazu rühren. Wenn es goldgelb ist, nach und nach die Fleischbrühe dazugeben.

Etwa 15 Minuten leise simmern lassen. Die gehackten Kräuter dazugeben und mit der Sahne verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit!

Basische Ernährung: Hildegard von Bingens Rezepte gegen Übersäuerung

Alle Rezepte der Heiligen Hildegard von Bingen eignen sich außerdem   hervorragend für die Entlastungstage im Rahmen einer basischen Kur im Frühling oder Herbst und beugen somit der Übersäuerung vor.

Lesen Sie dazu meinen Artikel „Sind Sie sauer? – Ernährungstipps gegen Übersäuerung„.

Für weitere Fragen rund um die gesunde Ernährung nach Hildegard von Bingen stehe ich Ihnen als erfahrener Ernährungsexperte gerne zur Verfügung!

Bildnachweis: photo 5000 / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: