Familie Praxistipps

Pubertät: Mein Sohn will nicht lernen

Lesezeit: 2 Minuten "Mein dreizehnjähriger Sohn findet lernen uncool. Mit den Noten geht es kontinuierlich bergab. Geht das im Lauf der Pubertät vorbei oder muss ich was dagegen tun?" So lautet die Frage einer Mutter in einem Eltern-Forum im Internet. Die Antworten beruhigen nicht sehr. Beispiele, in denen auf die rechtzeitige Rückkehr des Lerneifers gesetzt wurde, endeten meist mit einem Wiederholungsjahr.

2 min Lesezeit
Pubertät: Mein Sohn will nicht lernen

Pubertät: Mein Sohn will nicht lernen

Lesezeit: 2 Minuten

Lernlücken sind gefährlich

Häufig ist es unter Jungen in der Pubertät cool, auf gute Noten keinen Wert zu legen. Im Gegenteil, wer Einser schreibt, gilt als Streber und hat keine Chance, in die begehrteste Clique der Klasse aufgenommen zu werden. So sacken insbesondere die Noten von solchen Fächern in den Keller, die kontinuierliches Üben und Vertiefen erfordern, v. a. Englisch.

Appelle nützen nichts. Die Hausaufgaben und das Lernen arten oftmals in einen Machtkampf zwischen Eltern und Jugendlichem aus. Was tun? – Allzu lange abzuwarten führt meist zu großen unüberwindlichen Lücken im Lernstoff.

In die Zukunft blicken

Zeigen Sie deshalb frühzeitig überzeugend auf, welche Konsequenzen mit schlechten Noten verbunden sind:

  • Ihr Junge nennt seinen Traumberuf bzw. diejenigen Berufe, für die er sich sehr interessiert.
  • Informieren Sie sich zusammen mit Ihrem Sohn z. B. bei der Online-Berufsberatung über die Konditionen, unter denen Ihr Sohn diesen Beruf ergreifen kann.
  • Gehen Sie auch den umgekehrten Weg: Zeigen Sie mit Hilfe dieser Informationsmaterialien auf, welche Berufe Ihrem Sohn mit den derzeitigen Noten offen stehen. Wenn dies nur die Palette der Bauberufe ist, also harte körperliche Arbeit in Aussicht steht, lassen sich Jugendliche meist überzeugen, sich bessere Leistungsergebnisse zum Ziel zu setzen.
  • Erstellen Sie gemeinsam einen realistischen Zeitplan für das Erreichen des Ziels.
  • Treffen Sie eine gemeinsame Vereinbarung zwischen Lehrer, Sohn und Ihnen als Eltern, welche Lernstrategien Ihr Sohn einsetzen wird, beispielsweise 3mal die Woche eine Viertelstunde Vokabeln lernen

Oftmals führt dies auch zu einem Nachdenken darüber, ob die Clique, deren informelle Normen hier befolgt werden, die richtige ist. Regen Sie an, alternative Kontakte z. B. durch die Mitgliedschaft im Sportverein oder in  einem Musik-Ensemble zu fördern.

Lesen Sie dazu auch meine Artikel:

Bildnachweis: rimmdream / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: