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Pseudokrupp mit Spongia tosta behandeln

Lesezeit: 2 Minuten Ein akuter Pseudokrupp-Anfall macht sich durch einen starken, trockenen, bellenden Husten bemerkbar, der aufgrund einer Schwellung im Bereich des Kehlkopfs und der Schleimhaut der Trachea auch zu Atemnot führen kann. Er folgt oft auf eine Atemwegsentzündung, die mit Heiserkeit und leichtem Fieber einhergeht. Spongia tosta ist angezeigt, wenn der Anfall nach Mitternacht auftritt und das Kind sehr anlehnungs- und schutzbedürftig ist.

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Pseudokrupp mit Spongia tosta behandeln

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Pseudokrupp-Anfälle mit Spongia tosta behandeln
Viele Kinder leiden nur unter sehr selten auftretenden Pseudokrupp-Anfällen. Die Spasmen der Atemmuskulatur treten ganz plötzlich im Schlaf auf und vergehen meist binnen einer halben bis ganzen Stunde wieder. Dennoch können besorgte Eltern den auftretenden Pseudokrupp-Anfall mit einem homöopathischen Mittel lindern. Neben dem Herausnehmen des Kindes aus seinem Bett und der Versorgung durch frische Luft, kann das homöopathische Mittel Spongia tosta gegeben werden.

Akuter Pseudokrupp-Anfall: Abfolge der homöopathischen Mittel
Eine bewährte Abfolge von homöopathischen Mitteln während eines akuten Pseudokrupp-Anfalls ist:

  • 1. Mittel: Aconitum napellus
  • 2. Mittel: Hepar sulfuris oder Spongia tosta

Entgegen des Individualisierungsprinzips der Homöopathie, haben sich diese drei homöopathischen Mittel besondere bei der Behandlung eines akuten Pseudokrupp-Anfalls bewährt. Aconit ist als wichtigstes Akutmittel für die Behandlung des Anfalls anzusehen. Nur wenn Aconit nicht die gewünschte Besserung bringt, kommt entweder Hepar sulfuris oder Spongia tosta zur Anwendung.

Spongia kann auch als alleiniges Heilmittel eingesetzt werden, wenn die spezifischen Atemprobleme des Kindes eindeutig auf Spongia hinweisen oder Spongia das angezeigte Konstitutionsmittel des Kindes ist.

Spongia tosta – häufig eingesetzt bei Atemwegserkrankungen bei Kindern
Das homöopathische Mittel Spongia wird sehr häufig bei Atemwegsbeschwerden bei Kindern eingesetzt. Die Beschaffenheit des Meeresschwamms hat ihn schon früh für die Behandlung von Atemwegserkrankungen bekannt gemacht. Die Röstung, die Hahnemann eingeführt hat, ist eine bekannte Technik, um die Wirkung eines Stoffs intensiver in eine Richtung zu bringen.

Besonders typisch für das homöopathische Mittel Spongia ist das starke Giemen beim Ausatmen und das Gefühl, als würde man durch einen Schwamm atmen. Auf der psychischen Ebene brauchen Spongia-Kinder sehr viel Unterstützung und Zuwendung. Fällt diese Unterstützung einmal weg, kann es sein, dass ein Pseudokrupp-Anfall folgt. Das Kind hat zu sehr das Gefühl, ohne die dringend benötigte Unterstützung eines Erwachsenen nicht zurechtzukommen.

Spongia akut und Spongia in der chronischen Behandlung
Weist der Charakter des Kindes und seine anderen Symptome auf das homöopathische Mittel Spongia hin, wird dieses als Konstitutionsmittel eingesetzt. Dann kann im Akutfall auch Spongia in einer niedrigen Potenz verabreicht werden.

Grundsätzlich wird aber Spongia in einer höheren Potenz gegeben, um die Bereitschaft mit einem Pseudokrupp-Anfall zu reagieren, zu vermindern. Hat das Kind nach einiger Zeit der Behandlung das Gefühl, dass es die ein oder andere Situation auch ohne die Unterstützung eines Erwachsenen bewältigen kann, wird auch die Bereitschaft, mit einem Pseudokrupp-Anfall zu reagieren, nachlassen.

Fazit:
Spongia tosta ist ein bekanntes homöopathisches Mittel für die Behandlung von Pseudokrupp bei Kindern. Je nachdem, ob das psychische Bild des Kindes mit dem Mittelbild von Spongia übereinstimmt oder nicht, wird es lediglich im Akutfall oder auch als Konstitutionsmittel angezeigt sein.

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