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Prostatakrebs: Symptome, Risikofaktoren und Behandlung

Lesezeit: 2 Minuten Erfahren Sie in diesem Beitrag alles rundum die Symptome, Risikofaktoren und Behandlung von Prostatakrebs.

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Prostatakrebs: Symptome, Risikofaktoren und Behandlung

Prostatakrebs: Symptome, Risikofaktoren und Behandlung

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Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung deutscher Männer. Die Häufigkeit von Prostatakrebs nimmt zwar seit Jahren zu, jedoch hat sich die Prognose dieser Erkrankung in den letzten Jahren deutlich verbessert. Der folgende Artikel bietet eine grobe Übersicht zum Thema Prostatakrebs. Lernen Sie die Risikofaktoren dieser Krankheit kennen, um einer potenziellen Erkrankung so gut wie möglich vorzubeugen.

Hat Prostatakrebs Symptome?

Anders als bei vielen anderen Krebserkrankungen gibt es bei einem Prostatatumor keine typischen Symptome, die auf ein Karzinom hindeuten. Die meisten Betroffenen bemerken vorerst nichts und es gibt Patienten, die sich generell fit fühlen, obwohl sich schon mehrere Metastasen gebildet haben. Der verlässlichste Anhaltspunkt ist nach wie vor der PSA-Wert.

Die folgenden Symptome können durch eine gutartige Prostatavergrößerung auftreten und in sehr seltenen Fällen durch ein Prostatakarzinom:

  • gehäufter Harndrang, besonders nachts 
  • Schwierigkeiten zu Beginn des Wasserlassens
  • Es ist nicht möglich zu urinieren (Harnverhaltung) 
  • Unterbrochener, schwacher Harnfluss 
  • Schmerzen bei einer Ejakulation 
  • Blut im Sperma oder im Urin
  • Schmerzen in der Prostata 
  • schwache Erektionen oder Impotenz 
  • schwächere Ejakulation

Welche Risikofaktoren hat Prostatakrebs?

Die genauen Ursachen dieser Erkrankung sind noch größtenteils unerforscht. Es gibt aber eindeutige Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung deutlich eröhen.

Alter

Alter hat einen enorm starken Einfluss auf das Risiko einer Erkrankung. Bei einem 45 Jahre alten Mann liegt die Wahrscheinlichkeit in den nächsten 10 Jahren an Prostatakrebs zu erkranken bei 1:220. Bei einem 75 Jahre alten Mann liegt die Wahrscheinlichkeit bereits bei 1:17!

Genetik

Die familiäre Veranlagung beeinflusst das Risiko einer Prostatakrebserkrankung enorm.  Das Risiko kann sich dadurch bis zu verdreifachen. Hatte ein Vater einmal Prostatakrebs, verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung für seine Söhne.

Hormone

Die Rolle, die Hormone bei einer Prostataerkrankung spielen, ist noch nicht ganz klar. Man weiß jedoch inzwischen, dass Testosteron eine Grundvorraussetzung für Prostatakrebs ist. Es nährt das Wachstum der Krebszellen.

Lebensstil

Rauchen und Alkoholkonsum erhöhen das allgemeine Krebsrisiko und damit auch das des Prostatakrebses. Es wird angenommen, dass Ernährung eine große Rolle spielt. In Nordamerika und Europa ist Prostatakrebs zum Beispiel weiter verbreitet als in China und Japan. Experten vermuten, dass dies auf die Ernährung zurückzuführen ist.

Wie wird Prostatakrebs behandelt?

Hat der Arzt Prostatakrebs diagnostiziert und das Stadium der Erkrankung ermittelt, muss er in Absprache mit dem Patienten unterschiedliche Behandlungsoptionen in Betracht ziehen.  Welche Therapie schlussendlich durchgeführt wird, ist u.a. von folgenden Faktoren abhängig:

  • Bösartigkeitsgrad des Tumors  (Gleason-Score)
  • Tumorgröße
  • Tumorlokalisation
  • Anzahl der Karzinome
  • Metastasierung
  • PSA-Werte

Basierend darauf wird entweder eine kurative Behandlung d. h. eine Therapie mit dem Ziel der kompletten Heilung (meist durch Prostataentfernung oder Strahlentherapie) oder eine  palliative Therapie mit dem Ziel, das Tumorwachstum zu stoppen, vorgeschlagen.

Dank der Fortschritte in der modernen Medizin steigt die Anzahl der Therapien ständig. Aktuell kommen u.a. folgende Behandlungen zum Einsatz:

  • Active Surveillance (aktive Überwachung)
  • Watchful Waiting (abwartendes Beobachten)
  • Radikale Prostatektomie (Total-OP zur Entfernung des Organes)
  • Immuntherapie
  • Radionuklidtherapie
  • Fokale Therapie
  • Strahlentherapie
  • Hormontherapie
  • Chemotherapie

Bildnachweis: Korrawin / stock.adobe.com

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