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Power-Yoga – nicht nur für Mädchen

Lesezeit: 3 Minuten Wer denkt, beim Yoga meditieren langbärtige Yogis mit esoterisch angehauchten Frauen im Kreis, hat ein falsches Bild davon. Yoga ist ein ganzheitlicher Sport, der auch die Figur verbessert. Kein Wunder, dass es immer beliebter wird. Schätzungsweise vier Millionen Deutsche betreiben mittlerweile den Sport. Neben Superstars wie Madonna, Geri Haliwell oder Christy Turlington schwören übrigens auch männliche Kollegen wie Sting und Ralf Bauer auf die sanfte Methode. Sogar die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kam unter Jürgen Klinsmann in den Genuss, Yoga auszuprobieren. Bei so vielen prominenten Anhängern muss ja was dran sein. Oder?

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Power-Yoga – nicht nur für Mädchen

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Yoga ist nicht nur eine Abwechslung zum Training im Fitnessstudio, sondern ein ganzheitliches Fitness- und Entspannungstraining. Straffe Muskeln, mehr Beweglichkeit, mentaler Ausgleich zum Alltagsstress, die Liste der Vorteile ist lang. Und je nach Stil-Richtung kann Yoga auch verdammt anstrengend sein.

Beim Yoga gerät man ins Schwitzen
Das liegt daran, dass durch Yoga ganz neue Reize gesetzt werden. Besonders intensiv sind die dynamischen Bewegungsfolgen, bei denen auch der stärkste Mann ins Schwitzen kommt. Gekräftigt werden die tief liegenden Muskeln – vor allem die Bauch-, Rücken- und Beckenboden-Muskulatur.

Zum kennen lernen, können Sie die erste Yoga-Stunde in einem Fitness-Studio  besuchen. Da steht die Fitness im Vordergrund. In Yoga-Schulen kann man auch mal in einen traditionelleren Yoga-Kurs geraten. Und Räucherstäbchen oder Gruppenmeditation mit Mantras können am Anfang abschrecken. Für Männer sind die Stilrichtungen Ashtanga oder Power Yoga das  Richtige. Bei diesem Stil werden die Bewegung mir mehr Kraft und Dynamik ausgeführt. Frauen stehen dagegen eher auf sanftere Methoden.

Der Ablauf ist in vielen Yoga-Kursen ähnlich. Nach einer kurzen Meditation folgt das Aufwärmen. Anschließend wird häufig der Sonnengruß durchgeführt. Bei dieser Übungsreihe werden Gelenke mobilisiert, Muskeln und Bänder gedehnt sowie das Herz-Kreislaufsystem trainiert.

Danach folgen verschiedene Übungen zur Kräftigung und zum Aufbau der Muskulatur. Auch intensives Dehnen gehört dazu. Und Beweglichkeit hat ja noch keinem geschadet. Zum runter kommen schließt eine Yoga-Stunde wieder mit einer kurzen Meditation. Die ersten Erfolge spürt man sehr schnell. Das Wohlbefinden steigert sich deutlich, man wird beweglicher und der Stress lässt nach. Außerdem gehören gezielte Atemtechniken (Pranayamas) zum Yoga. Um die Entspannung zu fördern wird vor allem in den Bauch geatmet.

Nicht übertreiben
Einsteiger neigen dazu, Fehler zu machen. Gerade Männer übertreiben gerne und wollen zeigen, was in ihnen steckt. Das ist aber gar nicht sinnvoll. Besser ist es, die Bewegungen langsam und sauber auszuführen. Man muss nicht jede Übung perfekt nachmachen, sondern sollte sich langsam an seine Grenzen herantasten. Wer sich nicht an den Rat hält, kann sich schnell eine Zerrung holen.

Yoga im Vergleich
Entspannung, Stress reduzieren, Rücken kräftigen, gut Aussehen – Yoga hat viele Vorteile. Aber bieten das nicht auch andere Sportarten? Pilates beispielsweise ist eine gute Methode, um den Rücken zu stabilisieren und die Tiefenmuskulatur zu trainieren. Aber im Gegensatz zu Yoga gibt es im Pilates keinen spirituellen Hintergrund. Zudem wird weniger Wert auf die Atmung gelegt, sodass die positiven Auswirkungen auf Stress oder Depressionen ausbleiben. Im Pilates gibt es zusätzliche Geräte, um die Effektivität der Übungen zu steigern. Yoga kommt ohne Geräte aus.

Auch ein gezieltes Entspannungstraining wie die Progressive Muskel Relaxation ist keine Alternative. Damit kommt man zwar sehr gut in einen Zustand tiefer Entspannung, aber dafür fehlt die Dynamik der Bewegungsfolgen. Yoga bedeutet Bewegung und Entspannung. Man wird ruhig in der Bewegung.

Yoga überzeugt mit einem ganzheitliche Ansatz – Körper, Geist und Seele im Einklang. Das macht sicherlich den Reiz für die wachsende Zahl der Yoga-Anhänger in Deutschland aus.

Welcher Yoga-Typ sind Sie?
Yoga-Stile gibt es wie Sand am Meer. Hier sind die wichtigsten:

HATHA YOGA
Hatha ist die in Deutschland bekannteste Form des Yoga. Neben Körperhaltungen (Asanas), Atemtechniken, Entspannungstechniken gehört auch gelegentlich Meditation zum Programm. Je nach Richtung kann die Bewegungsgeschwindigkeit variieren. Für Einsteiger geeignet.

ASHTANGA YOGA / POWER YOGA
Ashtanga, auch als Power Yoga bekannt, ist eine sehr dynamische Form des Yoga. Der Stil ist besonders für sportlich ambitionierte Menschen geeignet. Man kommt dabei schnell ins Schwitzen und kann gut abschalten.

BUSINESS YOGA
Immer mehr gestresste Männer nutzen Business Yoga als Abwechslung zur herkömmlichen Bürogymnastik. Ein kurzer Sonnengruß in der Mittagspause oder vor anstrengenden Besprechungen soll die Konzentration steigern und jobbedingten Rückenbeschwerden vorbeugen. Als Ausgleich geeignet. 


Hintergrund: Yoga – der sanfte Weg aus Indien
Yoga ist eine philosophische Lehre aus Indien, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen und Meditation umfasst. Es gibt verschiedene Formen des Yoga, oft mit einer eigenen Philosophie und Praxis. Bei uns denkt man dabei oft nur an körperliche Übungen, die Asanas oder Yogasanas. Es gibt aber auch meditative Formen, die ihren Schwerpunkt auf die geistige Konzentration legen. Einige Richtungen betonen sogar die Askese. 

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