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Positives Denken ist erlernbar

Lesezeit: 4 Minuten Was ist leichter: positiv oder negativ zu denken? – Beide Ansätze erfordern Anstrengung, präzises Denken und einen Willen zur Wertsetzung. Es sind letztendlich nicht nur Geschmacksurteile, die das Leben als positiv oder negativ bewerten. Optimismus und Pessimismus sind gewissermaßen Ideologien, die aus der eigenen Lebenserfahrung hervorgehen – die man nicht entweder wollen oder nicht wollen kann.

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Positives Denken ist erlernbar

Positives Denken ist erlernbar

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Auch ein Pessimist kann glücklich sein und ein Optimist ein zutiefst unglückliches Dasein fristen. Man macht es sich zu einfach, wenn man dem Pessimisten eine positive Lebenseinstellung abspricht und hinter jedem Optimisten einen zufriedenen Menschen vermutet. Vielmehr ermöglicht es gerade eine negative Lebenseinstellung, der Realität angemessen zu entgegnen und die Dinge so zu sehen, wie sie sind.

Übersteigerter Pessimismus führt jedoch leicht in eine Entwertung, er sieht nicht mehr die guten Eigenschaften anderer Menschen und kann schöne Erlebnisse des Alltags nicht mehr genießen. Wer umgekehrt alles positiv sieht, begeht denselben Fehler – nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Beide Einstellungen sind Vorurteile und halten kaum einer ernsthaften Diskussion auf Dauer stand.

Wege zu einer positiven Lebenseinstellung

Wer sich in einer ausweglosen Situation befindet, hat kaum einen Grund, positiv zu denken. Oder doch? So schlecht sind die Dinge im Moment auch nicht: Sie können sicher sein, dass dieser Zustand nicht immer anhält! Lassen Sie den Pessimisten in Ihnen zu Wort kommen, so werden Sie sicher hören: „Verlass dich darauf, es kommt noch schlimmer.“ Der innere Optimist behauptetet dann das Gegenteil.

Hören Sie sich in Ruhe dieses Streitgespräch an und entscheiden Sie sich nicht für eine Seite. Werden Sie sich stattdessen darüber klar, welche Gründe beide Parteien vorzubringen haben und überprüfen Sie, ob sie stimmen oder nicht. Wichtig dabei ist, dass Sie sich möglichst neutral verhalten.

Der Sinn dieser Übung liegt darin, eine kleine Distanz zu Ihrer Selbstwahrnehmung zu gewinnen. Diese bewirkt, dass Sie sich nicht ungeprüft in eine hoffnungslose Selbstüberschätzung steigern, die später nur enttäuscht werden kann und langfristig dann wirklich deprimiert. Andererseits verhindert sie ebenfalls, dass Sie durch ein übertrieben negatives Denken sich die Motivation rauben, überhaupt irgendetwas gegen Ihre momentane Situation zu unternehmen. Ein realistischer Weg aus der Krise ist gefragt – ganz gleich, wie dramatisch oder trivial sie ist.

Positives Denken trainieren

Vorausgesetzt, Sie kennen die Möglichkeiten, welche Ihnen offenstehen, um in möglichst kleinen  Etappen ans Ziel zu gelangen, können Sie sich auf diesen Weg vorbereiten. Stellen Sie sich vor, wie Sie nacheinander alle Schritte realisieren. Überlegen Sie sich diesen Weg gut, denn Sie müssen ihn allein gehen, das heißt: Sie sollten Ihr Glück nicht vom Zufall oder anderen Personen abhängig machen, sondern auf Ihre Fähigkeiten und Ihre Vernunft vertrauen.

Dieses Vertrauen stellt sich automatisch ein, sobald Sie einen sinnvollen, realisierbaren Plan entwickelt haben. Sie werden sehen: Mit jedem Schritt werden Sie wachsen und das Selbstvertrauen gewinnen, welches man braucht, um das Ziel zu erreichen.

Das heißt letztendlich, dass positives Denken sich nicht aus dem Nichts antrainieren lässt, sondern aus der Realität erwächst, die Sie kontrollieren. Begleiten Sie also Ihre einzelnen Schritte bewusst – hier hilft vielleicht eine kleine Checkliste oder ein grafisch ausgearbeiteter Plan. Und werten Sie die Zwischenetappen aus: Somit können Sie sich von Ihren eigenen Fähigkeiten überzeugen, das positive Denken erhalten Sie als Belohnung nach vollbrachter Tat.

Sobald Sie sich einmal bewiesen haben, eine Schwierigkeit koordiniert und durchdacht meistern zu können, haben Sie das Rüstzeug in der Hand, um mehr aus Ihrem Leben zu machen. Sie können sich nun zu Recht Ziele setzen und an diese Ziele glauben, denn Sie wissen: Sie werden es schaffen, wenn Sie nur wollen und einen geeigneten Weg ausgearbeitet haben. Und mit diesem Glauben an sich selbst wird sich eine stärkere Zufriedenheit wie von selbst einstellen – Sie haben den Schlüssel zu einer positiven Lebenseinstellung gefunden.

Letztendlich hilft eine solche Attitüde nicht nur Ihnen, sondern wirkt sich auch positiv auf Ihre nähere Umgebung aus – Ihre Freunde, Kinder, Eltern und Bekannten. Wer hoffnungsvolle ausstrahlt, bekommt meist auch etwas ähnliches zurück.

Tipps zur Umsetzung

Die konsequente Realisierung Ihrer Ziele dürfen Sie natürlich nicht übertreiben – sondern sie richtet sich nach Ihren Fähigkeiten. Ausspannung und Ruhe sind hierzu ebenso notwendig. Falls es einmal schlechter läuft, dürfen Sie nicht sofort den Mut verlieren. Sie und nur Sie kennen sich selbst. Fehler und Missgeschicke, Rückschläge und Zusammenbrüche gehören dazu, sie sind jedoch keine Entschuldigung dafür, letztendlich den Mut zu verlieren und das große Ziel aufzugeben. An diesem Ziel hängt der ganze Aufwand, diesen Gedanken sollten Sie nicht verlieren – bei aller Zerstreuung, die Sie sich gönnen.

Wenn Sie eine Etappe auf dem Weg nach oben erklommen haben, müssen Sie sich belohnen. Belohnung ist essenzieller Bestandteil jedes Lernprozesses – das gilt in der Erziehung von Kindern und für Ihr eigenes Vorhaben. Ohne Pausen und Belohnungen kommt niemand weiter. Es ist unmöglich, sich permanent anzustrengen. Da sich spätestens durch körperliche Erschöpfung eine Pause einstellt, ist es ratsamer, vorher freiwillig eine Unterbrechung einzulegen. Diese Unterbrechungen können Sie in Ihren großen Plan integrieren.

Idealerweise erstellen Sie jeden Morgen einen kleinen Tagesplan – den Sie in geeignete Abschnitte einteilen und überprüfen können. In jeder Pause blicken Sie zurück und erkennen, was Sie geleistet haben, was Sie eventuell noch besser machen können. Durch die Wiederholungen und die Regelmäßigkeit solch strukturierter Tagesabläufe gewinnen Sie eine Routine der Selbstüberprüfung.

Seien Sie hier nicht überkritisch – aber auch nicht zu nachlässig und gutmütig mit sich selbst, sonst verlieren Sie mittelfristig den Pfad aus dem Blick.

Eine schöne Möglichkeit sich selbst zu belohnen (nach getaner Arbeit) ist es, an dieser Belohnung auch andere teilnehmen zu lassen: Geben Sie ein kleines „Fest“ zur Würdigung Ihrer Leistungen – in sinnvollen Abständen wie beispielsweise ein Mal pro Woche.

Entwickeln Sie letztendlich eine Routine aus Arbeit, Rückblick auf Ihre Leistungen uns Schwächen und gewinnen Sie ein besseres und vor allem realistisches Gespür für Ziele, die Sie sich setzen und erreichen können – aus dieser Routine wird sich ein glücklicheres Leben wie von selbst ergeben. 

Bildnachweis: kieferpix / stock.adobe.com

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