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Po-Hygiene: Wie Sie Analbeschwerden vermeiden können

Lesezeit: 2 Minuten Produkte, die den Po sauber halten sollen, sind in Drogeriemärkten reichlich und in vielen Formen vorhanden: Papier in verschiedenen Qualitäten, feuchte Tücher mit Zusätzen und Waschlotionen mit oder ohne Duft. Sauberkeit kann jedoch auch hier übertrieben werden, denn oft reizen die reinigenden Substanzen die empfindliche Analregion. So pflegen Sie Ihren Po richtig, um Analbeschwerden vorzubeugen.

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Po-Hygiene: Wie Sie Analbeschwerden vermeiden können

Po-Hygiene: Wie Sie Analbeschwerden vermeiden können

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Das richtige Toilettenpapier verwenden

Die Pflege rund um den Po, genauer gesagt, den Analbereich, fängt schon beim Klopapier an. Damit die empfindliche Schleimhaut nicht gereizt wird, sollten Sie auf jeden Fall weiches Papier zur Reinigung verwenden. Verzichten Sie auf bunt bedrucktes Toilettenpapier und nehmen Sie weißes, das keine weiteren Farbstoffe enthält. Diese können nämlich zu Irritationen führen. Reinigen Sie den Analbereich nach dem Stuhlgang immer trocken und nur bei Bedarf anschließend feucht.

Klares Wasser reinigt am besten

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Reinigung Ihres Pos mit Toilettenpapier nicht ausreicht, verwenden Sie reines Wasser zum Säubern. Sind Sie glücklicher Besitzer eines Bidets, sollten Sie dies regelmäßig nutzen.

Sie können auch ein weiches Tuch oder Waschlappen verwenden und diese mit Wasser anfeuchten. Klares Wasser ist das beste Mittel für eine sanfte Reinigung der Analregion. Auch wenn es ungewohnt klingt: Nehmen Sie für den Afterbereich keine Seife oder Waschlotionen! Sie können zu Reizungen führen und die Schleimhaut aus dem Gleichgewicht bringen.

Feuchte Tücher können zu Reizungen führen

Das Angebot an Waschlotionen und feuchten Tüchern ist verlockend, dennoch sollten Sie hier zurückhaltend sein. Die Tücher sind mit milden Reinigungssubstanzen und Duftstoffen getränkt, die nicht jeder verträgt.

Reagiert Ihr Po mit Juckreiz, könnte es an zu gut gemeinter Hygiene liegen. Legen Sie sich statt der fertigen Reinigungstücher einen Beutel mit Wattebäuschen oder großen Wattepads zu, die Sie bei Bedarf mit klarem Wasser anfeuchten und die Analregion damit reinigen. Da ist schonender und auch noch preiswerter.

Trotz perfekter Hygiene: Juckreiz in der Analregion

Sollten Sie trotz milder und gründlicher Reinigung Beschwerden im Analbereich bekommen, die nicht vorübergehender Art sind, wenden Sie sich an einen Proktologen. Der Facharzt ist auf Erkrankungen im Enddarm spezialisiert und hilft Ihnen, die verschiedensten Probleme zu erkennen und zu beheben.

Vor allem die Gefäßpolster zwischen Enddarm und After machen vielen Menschen Beschwerden: Hämorrhoiden werden mit zunehmendem Alter schlaff und sondern ein Sekret ab, das zu unerträglichem Juckreiz und Brennen führen kann. Schwellungen und Rötungen sind die Folgen.

Blutende oder schmerzende Hämorrhoiden vom Arzt behandeln lassen

Machen Hämorrhoiden dauerhaft Probleme, reicht es nicht, wenn Sie sich mit Salben und Zäpfchen aus der Apotheke selbst behandeln. Nur der Facharzt kann erkennen, welche Therapie sinnvoll ist. Falls nötig, führt er ambulant Verödungen durch, die die Gefäßpolster wieder schrumpfen lassen. Besteht ein beginnender Gewebevorfall, bindet er die betroffenen Stellen mit Gummiringen ab. Ragen die Hämorrhoiden jedoch aus dem Enddarm heraus, müssen sie meist operiert werden. Damit es nicht so weit kommt, können Sie mit richtigem Verhalten vorbeugen.

Beugen Sie vor mit gesunder Ernährung

Regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie ausreichend Flüssigkeit sorgen für einen normalen Stuhlgang. Ist dieser öfter zu hart, sodass Sie immer wieder pressen und lange auf der Toilette sitzen müssen, kommt es zu Rissen im Analbereich und lässt die Hämorrhoiden anschwellen.

Aber auch häufige Durchfälle reizen das Gewebe. Es leiert aus und blutet. Sollten Sie durch eine Krankheit oder Medikamente bedingt unter Verstopfung leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, welche Maßnahmen für Sie die Richtigen sind, um Hämorrhoidalbeschwerden zu vermeiden.

Lesen Sie auch, was Sie gegen Verstopfung bei Kindern tun können und wie Sie ein Reizdarm-Syndrom erkennen.

Bildnachweis: Nik Frey / stock.adobe.com

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