Homöopathie Praxistipps

Periodische Augenentzündung oder Mondblindheit beim Pferd

Lesezeit: 2 Minuten Es handelt sich bei der periodischen Augenentzündung des Pferdes um eine immer wiederkehrende Entzündung im Auge. Die Auslöser können Bakterien sein und diese Erkrankung führt fast immer zur Erblindung des Auges. Homöopathische Mittel können zumindest die Auswirkungen wie Schmerzen, Schwellungen und Lichtempfindlichkeit positiv beeinflussen.

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Periodische Augenentzündung oder Mondblindheit beim Pferd

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Augenentzündungen beim Pferd

Die innere Augenentzündung beim Pferd, die immer wiederzukehren scheint, nennt man periodische Augenentzündung oder Mondblindheit bzw. Equine rezidivierende Uveitits (ERU). Es ist eine recht häufige und schwerwiegende Erkrankung, die in den meisten Fällen zur Erblindung des betroffenen Auges führen wird. Selbst wenn es zu einer vollständigen Genesung kommt, können immer wieder Schübe auftreten. Auslöser kann eine Infektion mit dem Wurm Onchocerca cervicalis oder Leptospiren sein. Meist ist nur ein Auge von der Erkrankung betroffen. Die Bakterien, bzw. die Leptospiren werden sehr wahrscheinlich mit dem Futter oder Wasser aufgenommen.

Symptome der Mondblindheit beim Pferd

Das betroffene Auge ist meist geschwollen und es besteht starker Tränenfluss. Das Pferd ist sehr lichtempfindlich und kneift deswegen das Auge zu. Manchmal ist das Auge getrübt und es kann in den Schüben auch sehr schmerzhaft sein. Die Bindehaut kann dabei ebenfalls gerötet sein. Bei einem Fortschreiten der Erkrankung trübt sich das Auge zusehends was daran liegt dass die Augenkammer mit roten oder weißen Blutkörperchen gefüllt wird und somit Eiter entsteht.

Die Pupillenreaktion ist ebenfalls eingeschränkt. Im Anschluss zeigt sich oft ein gezackter Rand der Pupille, was an Verklebungen der Iris liegt. In der Folge kann sich der Augeninnendruck ebenfalls verändern. Eine Operation kann die Folgen der Erkrankung meist aufhalten und auch wenn das Pferd trotzdem erblindet hören die Schmerzen durch die Op auf.

Homöopathische Mittel bei Augenerkrankungen für das Pferd

Bei den ersten Anzeichen einer Augenentzündung kann Aconitum C30, in der akuten Phase alle 30 Minuten und im Anschluss 1 x täglich, hilfreich sein wenn diese plötzlich auftritt. Gesteigerter Tränenfluss und Lichtscheue ist ein weiterer Hinweis für dieses Mittel.

Hilft Aconitum alleine nicht, kann Belladonna C30 dazu gegeben werden. Ebenfalls alle 30 Minuten in der akuten Phase und danach 1x täglich. Es wird eingesetzt wenn das Auge geschwollen und die Bindehaut gerötet und trocken ist. Hier ist ebenfalls Lichtscheue und Schmerz zu verzeichnen.

Kalium iodatum setzt man als Hauptmittel bei hochgradig geröteten Bindehäuten der Augen ein. Es ist reichlich Tränenfluss vorhanden und die Augenlider sind geschwollen. Eine leichte Trübung des Auges kann bereits bestehen, wenn das Mittel notwendig ist. In der C30 wird es in der akuten Phase alle 3-4 Stunden und danach 1 x täglich gegeben.

Wenn es chronisch wird…

In chronischen Fällen kann Phosphorus C30 1 x täglich als Hauptmittel eingesetzt werden. Das Mittel wird eingesetzt, wenn sich die ersten Anzeichen der degenerativen Veränderungen zeigen.

Weitere Mittel, die hilfreich eingesetzt werden können, sind Mercurius corrosivus C30 wenn sich die Symptome in der Nacht verschlechtern, Hepar sulfuris C30 wird bei Eiterungen im Auge eingesetzt, Rhus toxicodendron C30 1x tägl., wenn die Symptome nach Feuchtigkeit und Kälte auftreten und gelber Augenausfluss besteht.

Bei allen Mitteln gibt man dem Pferd 5-10 Globulis in ein kleines Stück Apfel gedrückt direkt zum Fressen.

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