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Perfekter Papier-Ausdruck mit Ihrem Android-Smartphone und -Tablet

Lesezeit: 3 Minuten Mit einem Windows-PC oder -Notebook ist das Drucken kein Problem: USB-Drucker anschließen, Treiber installieren und los geht’s. Bei Mobilgeräten stellt sich das völlig anders dar, schließlich haben sie keine passende USB-Schnittstelle und einen Druckertreiber kann man auch nicht installieren. Mit welchen Strategien Sie vom Android-Mobilgerät Ihre Daten zu Papier bringen, erfahren Sie hier.

3 min Lesezeit

Perfekter Papier-Ausdruck mit Ihrem Android-Smartphone und -Tablet

Lesezeit: 3 Minuten

Das „papierlose Büro“ ist weiterhin eine Wunschvorstellung, daran haben auch Mobilgeräte wie Tablet-PCs nichts geändert. In manchen Fällen muss es eben ein Ausdruck sein, doch das ist bei Smartphones, Phablets und Tablets gar nicht so selbstverständlich, wie Sie es im Alltag im Umgang mit PCs und Notebooks gewöhnt sind. Tatsächlich aber gibt es beim Einsatz von Android-Mobilgeräten sogar mehrere Möglichkeiten, einen Papierausdruck zu erzeugen. Unter den nachfolgenden Verfahren wird sicher auch für Sie eine einfach gangbare Möglichkeit dabei sein.

1. E-Mail-Anhang für den Ausdruck versenden

Die erste Methode ist banal, aber durchaus nicht ungeschickt. Wenn Sie auf Ihrem Mobilgerät eine Datei drucken möchten, hängen Sie die Datei einfach als Anhang an eine E-Mail an, die Sie an einen Mailaccount senden, den Sie auf Ihrem PC abrufen. Dann drucken Sie den Mailanhang lokal auf Ihrem PC oder Notebook, wie Sie es von anderen Dateien her gewohnt sind. Nachteil des Verfahrens ist, dass Mailanhänge von der Größe her limitiert sind, abhängig vom Mailprovider bzw. Netzbetreiber ist bei ca. 10 bis 20 MB Schluss. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass manche E-Mail-Filter bestimmte Mailanhänge einfach „abmontieren“, weil Malware oder Spam vermutet wird. Einen Versuch ist diese Methode also allemal wert, 100% zuverlässig ist sie nicht.

2. Bluetooth-Drucker nutzen

Das direkte Drucken auf einen lokalen Drucker geht durchaus auch mit Android-Mobilgeräten. Bislang ist aber das Drucken über die Bluetooth-Schnittstelle, mit der praktisch alle Androiden ausgestattet sind, eher wenig bekannt und entwickelt. Grund dafür ist hauptsächlich, dass die Zahl der Bluetooth-fähigen Drucker bei der aktiven Gerätebasis noch eher gering ist, während die meisten Neugeräte das Verfahren unterstützen.

Vorteil dieses Verfahrens: Sie brauchen weder einen Treiber installieren, noch eine spezielle Software. Koppeln Sie einfach Drucker und Android-Gerät wie es Bluetooth-typisch ist und schicken Sie dann die betreffende Datei an die Bluetooth-Schnittstelle. Nachteilig ist allerdings, dass bei diesem Verfahren keine Einstellungen des Ausdrucks bezüglich Papierformat, Schriftschnitt oder Farbdarstellung möglich sind. Zudem ist die Qualität der Ausdrucke bei preiswerten Druckern eher nicht korrespondenztauglich. Weiterhin besteht bei diesem Druckverfahren meist eine Beschränkung auf bestimmte, unterstützte Dateiformate, z.B. Textdokumente und Fotos.

3. Cloud-Speicher einsetzen

In Zeiten der Cloud-Speicher für Jedermann ist das „Drucken aus der Wolke“ der zweite Lösungsansatz. Legen Sie einen Onlinespeicher an und übertragen Sie Ihre Druckdaten dorthin. Anschließend greifen Sie vom PC aus darauf zu und drucken die Daten aus. Zu empfehlen ist zu diesem Zweck ein Online-Speicher wie DropBox, Google Drive oder OneDrive, da sich die Daten bei diesen Lösungen automatisch synchronisieren. Weiterer Vorteil: Ein kostenloser Onlinespeicher stellt Ihnen derzeit mit meistens 3 GB bis 25 GB Kapazität ausreichend „Online-Druckerpuffer“ zur Verfügung.

4. Google Cloud Print

Für Nutzer von Android-Mobilgeräten ist in jedem Fall der Google-eigenen Dienst „Cloud Print“ eine beachtenswerte Alternative. Cloud Print benötigt nur eine Internet-Verbindung zu dem PC, an dem Ihr Drucker angeschlossen ist, der Drucker selbst kann einfach per USB mit dem Rechner verbunden sein. Die Lösung ist einfach und zuverlässig, nutzt allerdings bei Weitem nicht alle Druckoptionen moderner Drucker aus. Voraussetzung für Cloud Print ist ein Google-Konto, das allerdings die allermeisten Nutzer von Android-Systemen sowieso haben. Cloud Print ist kostenlos, weitere Infos und die Installation der Cloud Print-App finden Sie an diesem Direktlink im Google Play Store.

5. Drucker-Apps der Gerätehersteller

Darüber hinaus haben immer mehr der führenden Druckerhersteller inzwischen erkannt, dass Millionen von Kunden den Wunsch nach einer Möglichkeit des Ausdrucks vom Mobilgerät haben. Und sie haben entsprechend reagiert, denn immer mehr Druckerhersteller bieten eigene Druck-Apps an, mit denen der Druck über WLAN/WiFi bzw. Cloud-Speicher organisiert wird.

Je nach Hersteller und Typ Ihres Druckers empfiehlt es sich also, mal im Play Store nach einer entsprechenden App zu suchen, auch die Service-Seiten der Hersteller halten Informationen bereit. Vorteil dieser Lösung: Es wird die Nutzung der druckerspezifischen Fähigkeiten (Schriftschnitte, Grafik) möglich, je nach Fähigkeiten der App erhalten Sie unter anderem auch Statusmeldungen des Druckers direkt zurück auf Ihr Mobilgerät.

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