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Paysafecard – der beliebte Online-Zahlungsdienst im Überblick!

Transaktionen im Internet können über verschiedene Bezahlsysteme abgewickelt werden, die mittlerweile zahlreich vertreten sind. Verbraucher haben entsprechend die Qual der Wahl. Einer der beliebten und bekanntesten Online-Zahlungsdienste ist dabei die Paysafecard. Die Bezahlmethode basiert auf einem Prepaid-Verfahren und bietet exklusive Vorteile.

<strong>Paysafecard – der beliebte Online-Zahlungsdienst im Überblick!</strong>

Paysafecard – der beliebte Online-Zahlungsdienst im Überblick!

Paysafecard: Wie funktioniert der Bezahldienst?

Die Paysafecard fußt auf einem Prepaid-Verfahren. Bezahlt muss entsprechend im Vorfeld, ehe das Guthaben im Internet genutzt werden kann. Der Zahlungsvorgang erfolgt dabei im klassischen Einzelhandel. 

Zahlreiche Verkaufsstellen bieten die Paysafecard an – darunter Tankstellen, Supermärkte und Drogerien. Auch in Postfilialen oder Kiosken kann meist eine Karte erworben werden. Über die Suchfunktion auf der Homepage des Zahlungsdienstes lässt sich schnell und einfach herausfiltern, wo genau sich die nächstgelegene Verkaufsstelle befindet.

Verbraucher können derweil zwischen verschiedenen Beträgen wählen, die fest vorgegeben sind. Die Paysafecard gibt es für 10, 20, 25, 30, 50 und 100 Euro. Die entsprechende Summe muss direkt in der jeweiligen Verkaufsstelle beglichen werden. Daraufhin erhält man einen Gutschein (Voucher), auf dem sich ein 16-stelliger PIN befindet. 

Der Code muss im Anschluss nur noch im Internet eingegeben werden. Schon wird das Guthaben transferiert und Verbraucher können im Netz zahlen.

Einsatzgebiete: Online-Shopping, Gaming & Paysafe-Online-Casinos

Die Paysafecard ist nicht nur einfach in der Handhabung, sondern bietet auch ein breitgefächertes Einsatzgebiet. Da der Zahlungsdienst seit mehr als 20 Jahren ein Teil der FinTech-Industrie ist und sich über die Zeit einen exzellenten Ruf aufgebaut hat, wird er heute in vielen verschiedenen Bereichen akzeptiert und angeboten.

Besonders beliebt ist die Paysafecard auf dem virtuellen Glücksspielmarkt. Das liegt vor allem an den positiven Eigenschaften des Prepaid-Dienstes: hohe Sicherheit, Anonymität und Kostenkontrolle. Diese Kombination an Vorteilen ist perfekt auf das Glücksspiel zu geschnitten. Besonders im Online-Casino legen Nutzer einen hohen Wert auf die Sicherheit der Paysafe-Methode. Daher sind Online-Casinos mit Paysafe hier sehr beliebt.

Neben dem virtuellen Glücksspielmarkt akzeptieren auch zahlreiche Online-Shops aus den verschiedensten Branchen die Paysafecard. Prominent vertreten ist derweil die Gamingindustrie. So können In-Game-Einkäufe in beliebten Spielen wie League of Legends oder Dota 2 per Paysafecard getätigt und bezahlt werden. Über etablierte Handelsplattformen können gar ganze Games gekauft werden – z.B. über Steam oder den Epic Games Store.

Mittlerweile bieten auch Streaming-Dienste die Paysafecard als Zahlungsmethode an. Bekannte Beispiele sind die beiden Musikstreaming-Plattformen Spotify und Deezer.

Paysafecard: Gründe für die Beliebtheit

Die Paysafecard ist aus verschiedenen Gründe so populär. Allen voran die hohen Sicherheitsstandards spielen eine wichtige Rolle. Doch wie kommen diese überhaupt zustande? Die Antwort auf diese Frage basiert auf dem Prepaid-Modell. 

Da die Karten im analogen Handel erworben werden, müssen Verbraucher keinerlei persönliche Informationen wie Adresse oder Bankdaten hinterlegen. Potenzielle Hackerangriffe oder Datenmissbrauch durch Dritte sind somit ausgeschlossen. Bei der Paysafecard besteht maximal das Risiko, das Guthaben der gekauften Karte zu verlieren. In solchen Fällen springt jedoch der Zahlungsdienstleister selbst als Schutzengel ein und erstattet den entsprechenden Betrag zurück.

Ein weiterer Grund für die Beliebtheit der Paysafecard beruht auf Anonymität. Da keine persönlichen Daten bei der Nutzung des Prepaid-Dienstes angegeben werden, entsteht kein digitaler Fußabdruck. Tracking ist entsprechend nicht möglich. Sämtliche Transaktionen, die über die Paysafecard getätigt werden, bleiben unter Verschluss und können nicht extern zurückverfolgt werden.

Auch das persönliche Budgetmanagement profitiert durch die Nutzung der Paysafecard. Da die Karten in festen Beträgen angeboten und maximal für 100 Euro verkauft werden, können die finanziellen Ressourcen zu keinem Augenblick überstrapaziert werden. Ein Kontrollverlust ist entsprechend nicht möglich.

Die Vorteile der Paysafecard im Kurzüberblick:

  • hohe Sicherheit
  • Hackerangriffe und Datenmissbrauch nicht möglich
  • anonymes Zahlen im Internet
  • optimales Budgetmanagement
  • Kontrolle über finanzielle Ressourcen

Paysafecard: Gibt es eine Altersbeschränkung?

Grundsätzlich kann jeder, unabhängig vom Alter, eine Paysafecard erwerben. Bei minderjährigen Kunden greift jedoch der Taschengeldparagraf §110 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), an den sich die Verkaufsstellen halten müssen. Nach dieser gesetzlichen Regelung dürfen Minderjährige etwaige Geschäfte mit Mitteln tätigen, die ihnen zu diesem Zweck oder zur freien Verfügung überlassen wurden.

Mit steigendem Alter erhöht sich auch der Umfang, in dem Minderjährige ein Geschäft tätigen dürfen. Paysafecard gibt hier folgende Abstufungen an:

  • 12-13 Jahre: max. 20 Euro
  • 14-15 Jahre: max. 40 Euro
  • 16-18 Jahre: max. 70 Euro

Um digitale Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen, die eine Volljährigkeit verlangen, müssen Verbraucher in der Regel ihr Alter verifizieren. Meist übernehmen die Webshops selbst diesen Prozess, der verhindern soll, dass Minderjährige an Content gelangen, der nicht für sie gedacht ist.

Paysafecard: Fallen Gebühren an?

Paysafecard erhebt grundsätzlich keinerlei Gebühren. Wer den 16-stelligen PIN in einem Online-Shop, Online-Casino oder bei einem Game eingibt, wird vom Zahlungsdienst selbst nicht mit zusätzlichen Kosten belegt. Allerdings gibt es etwaige Szenarios, in denen Kunden mit Mehrkosten rechnen müssen.

  • Umrechnungsaufschlag bei Fremdwährung: Paysafecard bietet seinen Dienst in mehr als 40 Ländern an. Die Aufladung erfolgt entsprechend in vielen verschiedenen Währungen. Dabei entsteht bei Zahlungen in einer anderen Währung ein sogenannter Umrechnungsaufschlag, der bei zwei Prozent liegt.
  • Bereitstellungsgebühr: Wird ein PIN ein Jahr nicht genutzt, fällt ab dem 13. Monat eine Bereitstellungsgebühr an. Pro Monat verlangt diese zusätzlich drei Euro. 
  • Auszahlungsgebühr: Eine erworbene Paysafecard kann auch wieder umgetauscht werden. Die Auszahlung des jeweiligen Betrags wird jedoch mit einer Bearbeitungsgebühr in Höhe von 7,50 Euro belegt. Die Summe wird direkt vom auszuzahlenden Betrag abgezogen. Daher muss dieser größer sein als 7,50 Euro.

Alternativen zur Paysafecard

PayPal

Unter Elon Musk avancierte PayPal zum wichtigsten Online-Bezahlsystem der Welt. Der Marktführer unter den Online-Zahlungsdienstleistern ist besonders in Deutschland sehr weit verbreitet. Mithilfe eines kostenlosen Kontos, in dem eine Bankverbindung oder Kreditkarte als Zahlungsquelle hinterlegt werden muss, können Transaktionen im Netz vorgenommen werden. 

Apple Pay

Apple Pay funktioniert ausschließlich auf iPhones, iPads und Apple Watches. Der Bezahldienst vom Techgiganten fungiert sowohl als E-Wallet für Online-Bezahlungen als auch als kontaktlose Zahlungsmethode im analogen Handel.

Skrill

Skrill fußt auf dem gleichen Prinzip wie PayPal, vereint dieses jedoch mit einem Prepaid-Verfahren. So muss zunächst ein Konto eröffnet werden, auf das Geld transferiert wird. Mit dem entsprechenden Guthaben kann dann im Netz bezahlt werden.

Bildnachweis: Timon / stock.adobe.com

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