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Osterbrauchtum: Osterhase oder Osterei – Was war zuerst da?

Diese Frage entscheidet sich eindeutig zugunsten des Eis. Es gilt als Symbol der Fruchtbarkeit und des neuen Lebens. Alleine aus diesem Grund passt es wunderbar zum Fest der Auferstehung.

Osterbrauchtum: Osterhase oder Osterei – Was war zuerst da?

Bereits vor rund 1.200 Jahren war es den Christen verboten, in der Fastenzeit vor Ostern Eier zu essen. Das Verbot galt eigentlich für Fleisch, schloss aber tierische Produkte mit ein. Den Hühnern als Eierlieferanten war das naturgemäß egal: Es sammelten sich daher bis Ostern immer viel zu viele Eier an. Das Abkochen half, sie haltbarer zu machen.

Ab dem 12. Jahrhundert etwa nahmen die Gläubigen am Ostersonntag die Eier mit zur Messe in die Kirche, um sie weihen zu lassen. Zu diesem besonderen Anlass wurde es mit der Zeit gang und gäbe, die Schalen bunt einzufärben und sie mit Mustern oder Bildern zu verzieren.

Im Osterbrauchtum spielt dagegen der Hase als Eierbote erst seit etwa 300 Jahren eine Rolle. Er geht auf die evangelische Kirche zurück, die die Eierweihe der Katholiken ablehnte. Trotzdem schlichen sich die Eier bei protestantischen Stadtfamilien ein, die damit jedoch in erster Linie kindgemäß das Osterfest begehen wollten. Brachte ein Hase die bunten Eier, konnten sie zumindest nicht aus der katholischen Ostermesse stammen. Daneben gibt es noch viele andere Erklärungsversuche für den Bedeutungsgewinn des Osterhasen – keiner ist jedoch wirklich stichhaltig.

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