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Online-Übersetzungen: Wie ist der technologische Stand?

Lesezeit: 2 Minuten In einer globalisierten Welt haben Übersetzungen an Bedeutung gewonnen. Das Internet ist dabei Dreh- und Angelpunkt, unterstützt von Technologien, die noch lange nicht die Grenzen ihres Potenzials erreicht haben.

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Online-Übersetzungen: Wie ist der technologische Stand?

Online-Übersetzungen: Wie ist der technologische Stand?

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Die Übersetzung von einzelnen Wörtern ist bereits seit dem Druck der ersten Wörterbücher kein Problem mehr. Im Internet wurde genau dieses Prinzip auf digitale Weise umgesetzt. Deutlich schwieriger verhält es sich dagegen mit zusammenhängenden Texten: Da jede Sprache auf einem eigenen System basiert, verlangt die sinngemäße Übersetzung nach deutlich mehr Know-how. Aus diesem Grund konnten sich Anbieter für professionelle Übersetzungen für sämtliche Fachbereiche von IT und Software bis hin zu Medizin fest im Markt etablieren, und zwar mit einem System, in dem digitale und analoge Stärken zusammenwirken. Das Internet ermöglicht dabei eine stets erreichbare, teils schon automatisierte Plattform, die den Zugang und die Auftragsübermittlung so einfach wie möglich macht. Da Übersetzungen wichtig sind, um internationale Märkte zu erschließen und die Nachfrage entsprechend hoch ist, liegen die Vorteile von Online-Plattformen auf der Hand. Die eigentlichen Übersetzungen werden jedoch weiterhin von menschlichen Experten angefertigt – beim Status quo in diesem Bereich können Computer noch nicht mitreden.

Die Betonung liegt dabei auf „noch“, denn der Fortschritt ist längst auf dem Weg. Und auch, wenn es vermutlich noch Jahre dauern wird, bis für Übersetzungen kein menschliches Gehirn mehr benötigt dauern wird, richtet sich das Interesse schon heute auf die Zukunft.

Suchmaschinen als virtuelle Sprachexperten

Um den Fortschritt besser einschätzen zu können, lohnt sich der Blick dorthin, wo Künstliche Intelligenz bereits eine zentrale Rolle spielt und mit Milliardeninvestitionen vorangetrieben wird: Suchmaschinen. Sie arbeiten schließlich seit Beginn ihrer Existenz mit Sprachen und das grenzübergreifend. Und je weiter die Technologie voranschreitet, umso mehr sind Maschinen in der Lage, Wörter nicht nur einzeln zu betrachten, sondern auch im Zusammenhang zu verstehen.

Was sich in der Praxis zunächst auf die Suchmaschinenergebnisse und verwandte Anwendungsbereiche auswirkt, da dies der primäre Markt ist, und dort bessere Resultate liefern soll, ist aus technologischer Sicht auch für Übersetzungen interessant. Schließlich liegt der Vorteil des menschlichen Übersetzers bis heute darin, dass er nicht nur Wort für Wort übersetzt, sondern die inhaltliche Bedeutung zusammenhängend erschließt – dies ist die Voraussetzung für den Transfer in eine andere Sprache.

Die Algorithmus-Updates der letzten Jahre gingen in genau diese Richtung. Im Mittelpunkt standen stets Schlagwörter, die sich mit dem Sprachverständnis befassen, allen voran die Semantik, die wiederum durch Machine Learning mit wenig oder sogar ganz ohne menschlichen Input immer besser wird. Wichtig ist hierbei die Beschleunigung: Diese findet durch das sogenannte Deep Learning nämlich nicht linear statt, sondern exponentiell. Anschaulich bedeutet das, dass die Entwicklung der nächsten fünf Jahre erwartungsgemäß deutlich größer sein sollte als die der vergangenen fünf Jahre.

Und das würde bedeuten, dass alle bisherigen Fortschritte nur ein Vorgeschmack gewesen sind. In vielen professionellen Berufen ist Technologie allerdings erst praxistauglich, wenn sie zu 100 Prozent funktioniert, und die letzten Prozente können besonders knifflig sein. Online-Übersetzer dürfen sich deswegen zunächst auf starke Jahre freuen, stets begleitet von High-Tech-Lösungen, die die eigene Arbeit immer besser unterstützen werden, ohne sie zu ersetzen.

Bildnachweis: Rawf8 / stock.adobe.com

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