Haus & Garten Praxistipps

Obst und Beeren – nicht ganz jugendfrei

Lesezeit: 2 Minuten Der Herbst beschert uns noch einmal die Gelegenheit, Keller und Vorratsräume aufzufüllen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um den Geschmack des Sommers zu bewahren. Wie wäre es denn einmal mit einer hochprozentigen Variante? Legen Sie Obst und Beeren in Alkohol ein oder setzen Sie fruchtige Liköre an.

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Obst und Beeren – nicht ganz jugendfrei

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In Alkohol können Sie fast alle Sorten von Obst und Beeren einlegen. Obwohl ich gestehe – mit Äpfeln habe ich es noch nicht probiert. Die klassische Methode ist natürlich der Rumtopf. Für den ist es nun allerdings zu spät. Damit beginnt man schon während der Erdbeerzeit und gibt dann je nach Reifezeit nach und nach die nächsten Früchte hinzu. Das wäre ein Tipp für das nächste Jahr: Nicht vergessen den Rumtopf anzusetzen.

Wer Obst und Beeren nicht selbst anpflanzt, kann auf Wildobst zurückgreifen
Aber auch jetzt ist es noch nicht zu spät, um einzelne Obstsorten in Alkohol einzulegen. Besonders das Wildobst bietet reichlich Ernte für Nichtgartenbesitzer. Dazu gehören u.a. Preiselbeere und Kornelkirsche. Im Garten reifen Apfelbeere (Aronia) und Krähenbeere, vielleicht auch noch einige späte Brombeeren. Wenn Sie dazu Doppelkorn, Wodka oder Gin geben, bleibt der Geschmack der Früchte relativ unverändert.
Mit Rum, Weinbrand, Obstbrand oder Calvados verleihen Sie ihrer Kreation dagegen ein ganz eigenes Aroma. Experimentieren Sie ruhig einmal. Mein Tipp: Schreiben Sie sich auf, was Sie womit angesetzt haben, denn sicher wird nicht alles 100%ig Ihre Geschmacksnerven treffen.

Den Umgang mit Obstschnäpsen müssen Sie üben
Beginnen Sie ihre Karriere als Früchteveredler lieber mit kleinen Mengen. Wer will schon seine Gäste ständig mit misslungenen Experimenten quälen, weil die eben "weg müssen". Neben dem Alkohol – der schon irgendwie zur Art des Obstes und der Beeren passen sollte – ist Zucker eine weitere wichtige Zutat für Ihr Produkt. Das muss nicht immer weißer Zucker sein.
 Probieren Sie braunen Zucker, Rohrzucker oder Kandiszucker aus. Natürlich können Sie auch Gewürze ganz nach Ihrem Geschmack hinzufügen. Nelken, Zimt, etwas Zitronensaft oder vielleicht doch Muskat? Ihrer Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Schnäpse aus Obst und Beeren müssen 4 bis 6 Wochen ziehen
Obst und Beeren werden mit dem Zucker und den Gewürzen in saubere Gefäße, wie z.B. Schraubgläser gefüllt und mit den entsprechenden Spirituosen übergossen. Das Ganze läßt man 4 bis 6 Wochen ziehen, ab und zu wird geschüttelt und dann können Früchte nebst Alkohol verzehrt werden.

Liköre sind eine Alternative und brauchen zirka 3 Wochen
Manche Früchte wie Sanddorn, Holunder, Quitten und Schlehen eignen sich eher dazu, als Likör angesetzt zu werden. Letztere bitte erst nach dem ersten Frost ernten! Dazu wird das gut gewaschene und abgetrocknete Obst abwechselnd mit Zucker und Gewürzen in ein Schraubglas gefüllt und mit Korn, Gin oder dem passenden Obstgeist übergossen.
Die Menge des Zuckers ist abhängig von der Sorte des Obstes oder der Beere und davon, wie süß der Likör überhaupt werden soll. Also auch hier unbedingt Notizen machen. Ich habe Rezepte, bei denen für 12 Quitten ein 1kg Zucker empfohlen wird oder für 200 g Schlehen 150 g weißer Kandis. Unzählige Anregungen, was man womit kombinieren kann, findet man auch hier wieder im Internet.

Das Ganze bleibt gut verschlossen an einem hellen Platz, allerdings nicht in der prallen Sonne, für mindestens 3 Wochen stehen. Hin und wieder schütteln Sie alles gut durch. Danach werden die Früchte abgefiltert, das bedeutet sie werden hier nicht verzehrt. Zum Filtern eignet sich ein Kunststoffsieb. Notfalls kann man auch ein Mulltuch verwenden. Duchseihen, mit einem Holz- oder Plastelöffel ausdrücken und fertig ist der Likör. Der wird in gut verschließbare Flaschen gefüllt und kann uns im Winter an die warmen Jahreszeit erinnern.

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