Praxistipps

Nutzen Sie diese ersten Schritte für Ihr Rückruftraining

Lesezeit: 2 Minuten Gibt es etwas Schöneres als einen Hund, den Sie aus jeder Situation abrufen können und der gerne zu Ihnen kommt, wenn Sie ihn rufen? Wunderbar und leider selten. Natürlich gibt es diese Naturtalente, die immer alles von sich aus anbieten und gefallen wollen, durch alle Rassen hindurch. Erfahren Sie hier, wie die ersten Schritte des Rückruftrainings aussehen sollten.

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Nutzen Sie diese ersten Schritte für Ihr Rückruftraining

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Natürlich gibt es auch die Hunde, die ein "Komm", "Hier" oder "Bei Fuß" als Höchststrafe empfinden und das durch den Umweg, den sie laufen, den eingekniffenen Schwanz oder die Komplett-Verweigerung zu gehorchen auch für jeden sichtbar machen.

Viele Hundebesitzer geben (vorzeitig) auf, wenn das Training der Aufforderung "Komm" nicht funktioniert. Nehmen Sie den Druck für Ihren Hund und sich selbst jedoch ein wenig heraus und machen Sie aus dem Rückruftraining ein Spiel. Das bringt Ihnen und Ihrem Hund den Spaß zurück und Sie kommen schneller ans Ziel, als auf dem immer gleichen Weg.

Es werden Ihnen in den nächsten Artikel Spiele vorgestellt, die sich ganz klar auf das Endziel "Komm" fokussieren, während andere dazu dienen, die Vorfreude auf die Aufforderung zu steigern.

Spiel 1 zum Rückruftraining: sich entfernen

Das wichtigste Element ist, dass Sie die Aufforderung "Komm" in dem Moment laut aussprechen, wenn Ihr Hund schon wieder bei Ihnen angekommen ist. Man nennt das auch Trainieren des erwünschten Zielverhaltens.

Lassen Sie dazu einen regelrechten Film in Ihrem Kopf ablaufen, der jede einzelne Szene des gewünschten Verhaltens zeigt. Ich verrate Ihnen, wie ein Bild dazu aussehen könnte: Ihr Hund läuft auf Sie zu, fliegt regelrecht in eine sitzende Position und sucht Augenkontakt zu Ihnen.

Andere Menschen wollen, dass ihr Hund auf sie zuläuft, neben ihnen zum Stillstand kommt und die Hand berührt oder an der linken Seite auf Kniehöhe einparkt. All das sind großartige Bilder – und nun sind Sie mit Ihrem Bild dran.

Beginnen Sie nun damit, Ihren Hund vor sich "Sitz" machen zu lassen und gehen Sie einen Schritt zurück. Dann geben Sie das Kommando "Komm" (oder was immer Ihre Aufforderung ist) und ermutigen Sie Ihren Hund, Ihnen zu folgen. Wenn er folgt, fordern Sie ihn auf zu sitzen, und wenn er sitzt benutzen Sie für dieses erwünschte Verhalten einen Anker. Sie können ein Geräusch machen, klickern oder mit einem ausgedehnten "Jaaaa" und einem begehrten Leckerli verstärken.

Üben Sie dieses Zielverhalten in einer reizarmen Umgebung. Normalerweise haben Hunde in nur wenigen kurzen Übungseinheiten den Sinn und den Ablauf dieser Prozedur verstanden. Ab jetzt beginnt der Spaßteil für dieses Rückruftraining-Spiel!

Nachdem Ihr Hund nun weiß, dass "Komm" bedeutet, auf Sie zuzugehen und sich vor Sie hinzusetzen, können Sie die Übung variieren.

Dazu praktizieren Sie mit Ihrem Hund erst einmal die Übung wie oben beschrieben. Und dann – gleich nachdem Sie Ihren Hund gelobt haben – drehen Sie sich um 90 Grad und sagen erneut "Komm", während Sie ein paar Schritte weggehen.

Wenn Ihr Hund auf dieses neue Manöver mit dem gleichen Zielverhalten wie zuvor reagiert, dann belohnen Sie ihn wie zuvor mit Geräuschen, einem langgezogenen Ja oder einem Leckerli.

Tipp: Machen Sie sich spannend für Ihren Hund. Nutzen Sie besondere Leckerli zur Belohnung, tun Sie unterwartete Dinge und vermitteln Sie dabei Spaß! Im nächsten Artikel schauen wir uns den zweiten Teil dieses Rückruftrainings an – bis dahin ist genug Zeit zu üben. Viel Spaß dabei!

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