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Notruf 112 – So machen Sie es im Notfall richtig!

Lesezeit: 2 Minuten Die Pflege und Betreuung von kranken, alten, geschwächten oder verwirrten Menschen kann immer wieder zu Notfallsituationen führen. Ein Rettungswagen oder ein Notarzt wird benötigt. Es ist wichtig, dass Sie beim Notruf die erforderlichen Angaben zügig und präzise machen, um schnellstmöglich Hilfe zu bekommen. Lesen Sie hier, wie Sie einen Notruf korrekt auslösen.

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Notruf 112 - So machen Sie es im Notfall richtig!

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Notruf 112 – So machen Sie es im Notfall richtig!

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Auch wenn bei Ihrem Angehörigen keine akute Erkrankung vorliegt, kann es immer wieder zu Notfallsituationen kommen, die einen Rettungswagen erforderlich machen. Diese können sehr plötzlich ausgelöst werden durch Sturz, Bewusstlosigkeit, Herznotfall oder andere Ereignisse. Der Notruf folgt dem allgemein bekannten Prinzip der „5 W’s“: Wo –Was – Wieviele – Welche – Warten.

Hinzu kommen noch einige wichtige Hinweise, die man beachten sollte, um in einem Notfall schnellstmöglich die bestmögliche Hilfe zu bekommen. Ein Anruf in der Art „Schnell, schnell, kommen Sie, mein Vater atmet nicht, ich brauche Hilfe…“ wird nicht den gewünschten Erfolg bringen. Auch wenn es schwerfällt: Bewahren Sie Ruhe und machen Sie die Angaben zügig und präzise.

Die 5 W-Fragen beim Notruf

  • Wo hat sich der Notfall ereignet? Nennen Sie die komplette Adresse, Etage, Namen an der Türklingel und nähere Angaben wie „aus dem Aufzug rechts“ oder „Eingang im Hof auf der linken Seite“.
  • Was ist passiert? Beschreiben Sie kurz in 1 oder 2 Sätzen, wie es zu der akuten Situation gekommen ist.
  • Wieviele Personen sind betroffen? Bei einem Notfall in der Häuslichkeit ist es meist nur die eine Person.
  • Welche Symptome sind für Sie sichtbar? Nennen Sie die akuten Anzeichen, die Ihnen auffallen. Sie sind kein Arzt und es wird keine Diagnose von Ihnen erwartet. Aber auf Grund Ihrer Schilderungen kann die Rettungszentrale beispielsweise entscheiden, ob ein Rettungswagen mit Sanitätern geschickt wird, oder ob sofort auch ein Notarzt vor Ort sein muss.
  • Warten Sie auf eventuelle Rückfragen oder Anweisungen. Das Gespräch sollte immer von der Notrufzentrale beendet werden.

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Was sollten Sie noch beachten und wie können Sie vorsorgen?

  • Informieren Sie einen Nachbarn, der an der Straße oder Haustür wartet und den Rettungssanitätern den Weg weist. Besonders in größeren Wohnanlagen oder Hochhäusern kann dies wertvolle Zeit sparen.

TIPP: Speichern Sie sich die Telefonnummern der Nachbarn in Ihr Handy, von denen Sie wissen, dass Sie im Notfall helfen können.

  • Legen Sie vorhandene Notfallmedikamente im Vorfeld an einen fest vereinbarten Ort. Wenn Sie und Ihr Angehöriger aufgeregt sind, fällt Ihnen beiden vielleicht nicht unbedingt ein, wo just im Moment das dringend benötigte Nitro- oder Asthmaspray ist.

TIPP: Lassen Sie vom Hausarzt eine zweite Ration des Notfallmedikamentes verschreiben, sodass Sie sicher gehen können, dass in einem Notfall das benötigte Medikament auch wirklich vorhanden ist. Kontrollieren Sie regelmäßig bei Besuchen, ob es noch am vereinbarten Ort liegt.

  • Legen Sie eine Medikamentenliste und Kopien von Patientenpässen an einen festen Ort, damit Sie diese sofort im Notfall griffbereit haben. Dazu kann ein Marcumar-, Dialyse-, Allergie oder Schrittmacherpass gehören. Auch Arzt- oder Krankenhausberichte können hilfreich sein.

TIPP: Kopieren Sie nach Krankenhausaufenthalten oder Behandlungen die Arztberichte, bevor Sie diese an den Hausarzt weiterleiten. Legen Sie diese in eine Notfallmappe, die immer an einem festen Ort liegt.

  • Legen Sie eine Tagesration der eingenommenen Medikamente zu den Notfallpapieren. Auch Krankenhäuser haben nicht immer alle Tabletten vor Ort. Vergeuden Sie keine Zeit damit, eine Tasche für das Krankenhaus zu packen. Hausschuhe, Nachthemd, Kulturbeutel können Sie auch 3 Stunden später noch auf die Station bringen.

TIPP: Packen Sie bei Gelegenheit gemeinsam mit Ihrem Angehörigen eine kleine Notfallreisetasche und stellen Sie diese an einen vereinbarten Ort. So können Sie und Ihr Angehöriger sicher sein, dass im Falle einer plötzlichen Krankenhauseinweisung die benötigten Dinge ins Krankenhaus gebracht werden.

Bildnachweis: Bernd Leitner / stock.adobe.com

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