Krankheiten Praxistipps

Nierenwerte verstehen – leicht gemacht

Lesezeit: < 1 Minute Die Nierenwerte geben Auskunft über die Funktionstüchtigkeit der Nieren und können Hinweise auf mögliche Erkrankungen geben. Damit Sie beim nächsten Arztgespräch mitreden können, werden in diesem Artikel die Nierenwerte und ihre Bedeutung verständlich erklärt.

< 1 min Lesezeit
Nierenwerte verstehen – leicht gemacht

Nierenwerte verstehen – leicht gemacht

Lesezeit: < 1 Minute

Unter den Nierenwerten versteht man Laborwerte, die Hinweise auf eine Erkrankung der Nieren oder eine Funktionsstörung geben können. Hauptaufgabe der Niere ist die Produktion von Urin (Harn) und die Ausscheidung von nicht mehr benötigten Abfallprodukten des Stoffwechsels und Giftstoffen über den Urin. Außerdem ist die Niere an der Regulation des Wasser-Salz-Haushalts beteiligt. Die wichtigsten Nierenwerte sind Harnstoff, Kreatinin und Kreatinin-Clearance.

Harnstoff

In der Leber werden Eiweiße abgebaut. Dabei werden Harnstoffe frei, welche über die Niere mit dem Harn ausgeschieden werden. Wenn die Nierenfunktion nachlässt, können vermehrt Harnstoffe im Blut nachgewiesen werden, da die Niere nicht mehr in der Lage ist, die Harnstoffe aus dem Blut herauszufiltern und auszuscheiden. Der Harnstoff-Wert ist allerdings erst dann verändert, wenn die Niere schon stark eingeschränkt ist.

Kreatinin

Kreatinin wird von Muskel- und Nervenzellen gebildet und von diesen ins Blut abgegeben. Die Niere filtert Kreatinin aus dem Blut heraus und ist für die Ausscheidung zuständig. Erst bei starker Schädigung der Nieren verändert sich der Kreatinin-Wert. Dieser Wert ist daher ebenso wie der Harnstoff-Wert für sich alleine nicht aussagekräftig.

Kreatinin-Clearance

Mit dieser Untersuchung kann eine sehr genaue Aussage über die Funktionstüchtigkeit der Nieren getroffen werden. Auch wenn der Kreatinin-Wert noch im Norm-Bereich ist, die Niere aber schon nicht mehr voll funktionstüchtig ist, kann die Kreatinin-Clearance Auskunft über Störungen geben.

Die Untersuchung ist allerdings aufwändiger als eine Blutuntersuchung. Der Urin muss über einen Zeitraum von 24 Stunden gesammelt werden. Mit den Werten der ausgeschiedenen Urinmenge und der Kreatinin-Werte im Urin und im Blut kann die Kreatinin-Clearance bestimmt werden. Der errechnete Wert heißt GFR (Glomeruläre Filtrationsrate).

Wenn Sie also das nächste Mal bei einem Arzt sind und er über bestimmte Werte in Blut und Urin spricht, wissen Sie, worum es geht.

Bildnachweis: yezry / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: