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Nierenschwäche bei Katzen erkennen: Die 7 häufigsten Symptome

Lesezeit: 4 Minuten Eine Nierenschwäche kann bei Katzen häufig auftreten. Auch wenn sie unheilbar ist, so kann eine schnelle tierärztliche, kombiniert mit einer naturheilkundlichen, frühzeitigen Behandlung Schlimmeres verhindern. Um eine Nierenschwäche bei Ihrer Katze erkennen zu können, lesen Sie aufmerksam diesen Text.

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Nierenschwäche bei Katzen erkennen: Die 7 häufigsten Symptome

Nierenschwäche bei Katzen erkennen: Die 7 häufigsten Symptome

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Bei einer Nierenschwäche lässt die Funktion der Nieren langsam nach. Da die Nieren lebenswichtige und unverzichtbare Hochleistungsorgane sind, sollte man versuchen, die chronische und auch akute Niereninsuffizienz so lange wie eben möglich naturheilkundlich zu behandeln. Die Nieren haben sehr wichtige Funktionen für den menschlichen sowie auch für den tierischen Organismus. Als Filtereinheit haben sie die Funktion, den Organismus von toxischen Stoffwechselprodukten und somit das Blut von harnpflichtigen Substanzen zu reinigen.

Für diese wertvollen Reinigungsarbeiten sind c. 200.000 Nephrone zuständig. Sie haben jedoch nicht nur die Funktion das Blut zu reinigen, sondern halten auch Substanzen zurück, die dem Organismus erhalten bleiben sollen. So regulieren die Nieren den Elektrolyt- und Wasserhaushalt durch die Ausscheidungsfunktion des hochkonzentrierten oder verdünnten Harns beziehungsweise des Zurückhaltens wichtiger einzelner Elektrolytsubstanzen.

Des Weiteren sind sie wichtig für den Säure-Basen-Haushalt des Organismus, indem die Nieren alkalischen oder sauren Harn ausscheiden. Außerdem besitzen sie wichtige Funktionen für den Stoffwechsel und für Herstellung und Ausgabe von Hormonen (z. B. Erythropoetin zur Bildungsstimulierung der roten Blutkörperchen im roten Knochenmark und für die Knochenzellbildung). Zusätzlich regulieren sie die Höhe des Blutdruckes.

Kausalitäten und Vorkommen der Niereninsuffizienz

Eine Niereninsuffizienz bei einer Katze kann differenzierte Ursachen haben. Mögliche Ursachen sind:

  1. Das Alter: Insbesondere ältere Katzen haben mit einer Nierenschwäche zu tun, da die Organleistung der Nieren, wie auch die der anderen Organsysteme, bei höherem Lebensalter nachlässt
  2. Die Ernährung: Proteinreiche Kost und phosphathaltige Katzennahrung belasten das Nierensystem und schwächen damit die Filtereinheiten
  3. Verletzungen und häufige Harnwegsinfekte mit Entzündungen können das Nierengewebe vernarben und somit die Filterleistung der Nieren erheblich beeinträchtigen
  4. Intoxikationen (Vergiftungen): können als Folge eine Nierenschwäche hervorrufen
  5. Angeborene Faktoren, u.a. Zystennieren oder eine Schrumpfniere können die Funktionsleistungen der Nieren beeinträchtigen
  6. Ungenügende Durchblutung der Nieren somit wird das empfindliche Nierengewebe nicht genügend mit den entsprechenden Nähr- und Sauerstoff für eine ordnungsgemäße Funktion versorgt
  7. Autoimmunreaktionen (z.B. Diabetes mellitus) direkt auf die Zellen des Nierengewebes und hierdurch werden die feinen Nierengefäße verstopft, Folge hieraus ungenügende Durchblutung der Nieren
  8. Antigen-Antikörper-Reaktionen gegen die Basalmembran der Filtereinheit (Glomeruli) oder Ablagerungen zirkulierender Antikörperkomplexe bei Autoimmunerkrankungen, bakteriellen und viralen Infektionserkrankungen

Eine eingeschränkte Nierenfunktion bei der Katze wird anfangs gar nicht bemerkt, da zunächst das gesunde Nierengewebe die Funktionen der zerstörten Nierenzellen problemlos übernimmt. Nach einiger Zeit jedoch nimmt die Größe der noch richtig arbeitenden Niere zu. Dies bezeichnet man als renale Hypertrophie. In der Regel kann eine gut funktionierende Niere auch durch diverse Faktoren geschädigt werden.

Häufig treten bei der nierenerkrankten Katze Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen (Stomatitis / Gingivitis oder auch Paradontose) auf, was jedoch wissenschaftlich bis heute leider noch immer nicht bewiesen wurde. Des Weiteren kann es zu einer Hypertonie (renal-bedingter Bluthochdruck) kommen. Aus naturheilkundlicher Sicht treten Nierenerkrankungen häufig nach den so genannten Schutzimfpungen und durch die ständige Fütterung von Trockenfutter auf.

7 Erkennbare Symptome einer Katze mit Niereninsuffizienz:

  • Steigerung der Trinkmenge und gleichzeitig der Harnmenge (Polydipsie und Polyurie)
    (Katzen sind Nachfahre der Wüstentiere und brauchen bei artgerechter Ernährung wenig Trinken. Ist jedoch die Niere erkrankt, so trinkt das Tier relativ viel)
  • Anorexie (Fressunlust) und dadurch Abnahme an Gewicht
  • Übelkeit und Erbrechen sowie chronische Entzündung der Maulschleimhaut sowie blasse Schleimhäute und ein stumpfes Fell
  • Übelkeit und Erbrechen treten in der Regel durch Überreizung der Magenschleimhaut (Gastritiden) auf. Hierbei tritt ein Magensäureüberschuss auf.
  • Oligurie (verringerte) Urinabsatzmenge
  • Urämischer Foetor (urämischer Geruch) aus dem Maul und des gesamten Felles der Katze
  • Lethargie und Abmagerung sind Folge der geringen Nahrungsaufnahme (Zwangsfütterung ist erforderlich)

Die Katze wirkt lethargisch und magert als Folge verringerter Nahrungsaufnahme ab.

Auch uriniert die Katze bei einer Nierenschwäche häufiger als gewöhnlich, wobei sie größere Mengen Harn ablässt und mehr Flüssigkeit aus diesem Grund aufnimmt (Polyurie und Polydipsie genannt). Häufig fällt dem Katzenbesitzer ein verstärkter urämischer Maulgeruch bei der von einer Nierenschwäche betroffenen Katze auf.

Eine Niereninsuffizienz kann außerdem zu einer Blutarmut (Anämie) führen. Dies ist durch eine blasse Maulschleimhaut zu erkennen. Durch den gestörten Metabolismus ist eine Knochenentkalkung möglich. Dies kann dann zu schnelleren Knochenfrakturen selbst bei geringer Belastung (z.B. Sprung vom Stuhl) kommen.

Diagnose einer Niereninsuffizienz bei Ihrer Katze beim Tierarzt / Tierheilpraktiker:

Hierbei werden verschiedene Diagnoseverfahren eingesetzt. Zuerst wird sowohl beim Tierarzt, als auch beim Tierheilpraktiker der Ernährungszustand der Katze betrachtet. Liegt eine Über- oder eine Unterernährung bei Ihrer Katze vor? Die nächste klinische Untersuchung wird auf die Maulschleimhäute des Tieres gelegt. Liegt eine blasse Mukosa (Schleimhaut) vor, kann man davon ausgehen, dass in der Regel auch eine Anämie (Blutarmut) vorliegt.

Des Weiteren achtet der Therapeut auf so genannte Ödeme (Wasseransammlungen) oder gar das Vorliegen einer Exsikkose (Austrocknung mit Stehfalten) bei der zu behandelnden Katze. Bei Verdacht einer Niereninsuffizienz tastet der Therapeut die rechte und auch linke Flanke der Katze ab. Hierbei kann die Katze Schmerzen verspüren, welches eines klares Zeichen für eine Nierenschädigung sein kann.

Danach wird ein bildgebendes Verfahren (z.B. Sonographie = Ultraschall) eingesetzt, um die Nieren nach Physiologie und Art zu betrachten. Hierbei achtet der Therapeut also auf Aussehen und Größe der Nieren. Die Weitere Untersuchung wird mittels EKG (Elektrokardiographie) durchgeführt. Hierbei wird die Herzfunktion und auch der Blutdruck gemessen. Außerdem wird dem Tier Blut und Urin zur Untersuchung entnommen. Hierbei kann der Therapeut den genauen Grad der Nierenschädigungen feststellen.

Selbst bei einer festgestellten Nierenschwäche, kann dem Tier tierärztlich noch gut sowie naturheilkundlich sehr gut geholfen werden.

In den weiteren Texten werden die naturheilkundlichen Behandlungsmethoden bei einer Niereninsuffizienz einer Katze, wie z.B. der Einsatz der Vitalpilze, der biochemischen Mineralsalze nach Dr. med. Schüßler und klassische Homöopathie genau beschrieben.

Sollte eine Nierenschwäche bei Ihrer Katze festgestellt werden, achten Sie bitte unbedingt auf die Ernährung Ihrer Katze. Das Futter sollte protein- und phosphorarm sein. In der Praxis setzen wir sehr gerne und erfolgreich das Mittel RENALTAN von der Unternehmung Recovet GmbH aus 19217 Rehna ein.

Es verringert aus dem normalen Futter die Phosphoraufnahme und wirkt gleichzeitig appetitanregend. Denn es gibt immer wieder Katzen, die eine Nahrungsumstellung schlecht vertragen. Es enthält unter anderem Calciumcarbonat, Vitamin E, Vitamin A, den Vitamin B-Komplex, Biotin, Ferrin, Mangan, Zink, Selen, L-Carnitin und Taurin. Die Dosierung liegt bei 5 ml pro Mahlzeit der Katze.

Bildnachweis: JJ_SNIPER / stock.adobe.com

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