Homöopathie Praxistipps

Nierenerkrankungen beim Pferd homöopathisch behandeln

Lesezeit: 2 Minuten Beim Pferd sind Nierenerkrankungen meist nicht sehr deutlich erkennbar, da das Pferd auf der Koppel steht und vermehrtes Trinkverhalten oder häufiger Urinabsatz nicht oder oft erst sehr spät erkannt werden. Wurde eine Erkrankung diagnostiziert, können homöopathische Mittel oft schnell helfen oder unterstützend eingesetzt werden.

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Nierenerkrankungen beim Pferd homöopathisch behandeln

Nierenerkrankungen beim Pferd homöopathisch behandeln

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Nierenerkrankungen beim Pferd

Pferde zeigen Erkrankungen der Nieren leider nicht so deutlich wie Hunde oder Katzen und durch den Umstand, dass das Pferd häufig den ganzen Tag auf einer Koppel verbringt, bemerkt man übermäßiges Trinken oder häufigen Urinabsatz, der eventuell auch schmerzhaft sein kann, erst sehr spät. Darum ist es wichtig, auf die Tagesform des Pferdes zu achten.

Vermehrte Druckempfindlichkeit der Nierengegend, Unruhe oder Fieber, sowie Abwehrreaktionen beim Satteln können ebenso wie Unwilligkeit bei der Arbeit ein Hinweis darauf sein, dass etwas im Bereich der Nieren nicht stimmt. Manchmal versucht das Pferd auch warme und trockene Plätze aufzusuchen.

Hat man einen Verdacht, sollte man das Pferd aufstallen und das Trinkverhalten, sowie den Urinabsatz kontrollieren und im Zweifelsfall den Tierarzt rufen.

Nierenerkrankungen können von leichten Formen über die chronische Nephritis, die eitrige Nephritis bis zur Niereninsuffizienz reichen. Bei den schwereren Formen der Erkrankung zeigen sich dann auch die ersten körperlichen Auswirkungen, indem die Haut trocken wird, das Fell struppig und stumpf aussieht, starker Harngeruch auftreten kann oder Ödeme am Unterbauch auftreten können.

Bei einer eitrigen Erkrankung können Eitererreger in die Blutbahn gelangen und zu weiteren Infektionserkrankungen führen. Mit homöopathischen Mitteln kann man alle Formen einer Nierenerkrankung unterstützend behandeln. Leider können homöopathische Mittel ein geschädigtes Organ nur noch unterstützen und nicht heilen, darum sollte man schnellstens auf Krankheitsanzeichen reagieren. Erkrankungen der Nieren zeigen sich oft erst, wenn ein großer Teil des Nierengewebes bereits geschädigt wurde.

Homöopathische Mittel bei Nierenerkrankungen des Pferdes

  • Aconitum setzt man ein, wenn die Beschwerden durch kalten Wind auftreten und häufig Urin unter Schmerzen abgesetzt wird. Oft begleitet werden diese Symptome mit Schüttelfrost, Unruhe und Angst.
  • Cantharis benötigt man bei häufigem, zwanghaftem Urinabsatz, der sehr schmerzhaft zu sein scheint. Es wird nur tröpfchenweise Urin abgesetzt. Häufig gesellt sich auch eine Blasenentzündung hinzu, die sich durch tippelnde Schritte des Pferdes zeigen kann.
  • Solidago ist eines der besten Nierenpflegemittel der Homöopathie. Es fördert die Harnausscheidung und entlastet somit die Nieren auf sanfte Weise. Ebenso kann das gereizte Nierengewebe zur Regeneration angeregt werden.
  • Lycopodium hilft dem Pferd, wenn die Nierenerkrankung durch Stein- oder Grießbildung hervorgerufen wurde. Es kann sich eine Lahmheit der Hinterhand zeigen, die durch ausstrahlende Schmerzen entsteht.
  • Berberis ist grundsätzlich immer eine Ergänzung zu den anderen homöopathischen Mitteln und wird bei der Ausscheidung und Filterung von harnpflichtigen Substanzen eingesetzt.

Die homöopathischen Mittel können in der Potenz D6 3x am Tag oder in der D30 1 x am Tag, jeweils 5-10 Globulis in ein Stück Apfel gedrückt verabreicht werden. Die Mittel gibt man, bis die auftretenden Symptome sicher aufgehört haben oder versucht bei längerer Eingabe kleine Pausen von der Mittelgabe einzulegen.

Bildnachweis: 135pixels / stock.adobe.com

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