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Nie wieder Fehler beim Herunterfahren von XP/Vista

Lesezeit: 2 Minuten Das Herunterfahren von Windows XP oder Vista ist ein hoch komplizierter Vorgang, bei dem zahlreiche Operationen ausgeführt werden. Dazu zählen das Entladen der Treiber, der Abschluss aller Schreibvorgänge, das Leeren des Datenträger-Caches und das Schließen aller momentan ausgeführten Programme. Sollte beim Herunterfahren ein Vorgang fehlschlagen, wird Windows nicht ordnungsgemäß beendet, der Computer stürzt ab bzw. startet neu oder bleibt beim Bildschirm "Der Computer wird heruntergefahren" hängen.

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Nie wieder Fehler beim Herunterfahren von XP/Vista

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Windows herunterfahren: Wie Probleme beim Shutdown entstehen
Das Herunterfahren von Windows ist eigentlich nichts anderes als ein Windows-Start in umgekehrter Reihenfolge. Genau wie beim Windows-Start können aber Fehler einen ordnungsgemäßen Shutdown verhindern.

Behindern Fehler das korrekte Herunterfahren, passiert Folgendes:

  • Windows XP/Vista reagiert entweder nicht mehr (es friert ein) und Sie können den PC nur über den Ein/Aus-Schalter herunterfahren oder
  • Windows XP/Vista bringt eine Fehlermeldung und Sie können anschließend den PC weiter herunterfahren. Aber auch nach einer Fehlermeldung kann der PC häufig nur über den Ein /Aus-Schalter ausgeschaltet werden.

„UPHCIean": Kostenloses Microsoft-Tool gegen Shutdown-Probleme
Wenn Windows ewig braucht, um herunterzufahren, kann dies an Prozessen oder Diensten liegen, die nicht korrekt entladen werden können. Programme oder Dienste, die im Hintergrund von Windows XP laufen, müssen einen internen Mechanismus zum Beenden schalten. Wird dieser nicht aktiviert, verbleibt der Prozess im Arbeitsspeicher und blockiert das System beim Herunterfahren oder Abmeldevorgang. Häufig tritt dies bei Diensten von Drittherstellern auf, die sich tiefer ins System einnisten (z. B. Firewalls oder Viren-Software).

Das Tool „User Profile Hive Cleanup Service" von Microsoft löst die Schwierigkeiten mit problematischen Diensten. Es nimmt automatisch die korrekten Einstellungen zur Terminierung der Dienste vor und beschleunigt somit den Shutdown. Nach der Installation können Sie das Programm starten. Öffnen Sie dazu im Windows-Explorer den Ordner „ Programme UPHClean" und klicken Sie doppelt auf die Datei „UPH-Clean.exe".

So stellen Sie die Zeitdauer für den Shutdown individuell ein
In der Registry finden sich Einstellungen über die zur Verfügung stehende Zeit für den Windows-Shutdown. Wenn der PC hängt, während die Nachricht "Einstellungen werden gespeichert" angezeigt wird, reichen die Zeitvorgaben meist nicht aus. Sie können möglicherweise noch den Mauszeiger bewegen, doch letztendlich hilft nur der Druck auf die Reset-Taste.

Mit einem Trick können Sie Windows XP/Vista zu einem ordnungsgemäßen Herunterfahren be­wegen. Verlängern Sie dazu das Zeitlimit über einen entsprechenden Registrierungswert. Dabei wird unterschieden zwischen den Werten „WaitToKillApplikation" für Programme und „WaitToKillService" für Dienste, die standardmäßig auf 20.000 Millisekunden eingestellt sind. Um diese Werte zu ändern, öffnen Sie zunächst mit „Start", „Ausführen" und der Eingabe von „Regedit" den Registrierungseditor. Dort suchen Sie nach folgenden Einstellungen:

  • „HKEY_CURRENT_USERControl PanelDesktopWaitToKillAppTimeout"
  • „HKEY_LOCAL_MACHINESYSTEMControlSet001ControlWaitToKillServiceTimeout
  • „HKEY_USERS.DEFAULTControl PanelDesktop WaitToKillAppTimeout"

Die Werte werden in Millisekunden angegeben. Bei Problemen stellen Sie den Wert auf „30000" für 30 Sekunden ein. Fehlende Einträge können Sie als „Zeichenfolge" selbst anlegen. Diese absichtliche Verzögerung soll Diensten und Programmen im laufenden Betrieb die Möglichkeit geben, offene Dateien richtig zu beenden.

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