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Nie mehr miese Miesmuscheln! Teil 2: Die Frischeprüfung

Lesezeit: 2 Minuten Miesmuscheln müssen noch leben, bevor sie in Topf, Pfanne oder Ofen landen. Schon eine einzige tote Muschel – die selbst bei ganz frischer Ware immer mit dabei sein kann – beschert Ihnen üble Beschwerden. Um absolut sicher zu gehen, hilft Ihnen vor der Zubereitung der leckeren Meeresfrüchte nur eine sorgfältige und kompromisslose Qualitätsprüfung zu Hause.

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Nie mehr miese Miesmuscheln! Teil 2: Die Frischeprüfung

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Mehr zu Thema in: Muscheln und Austern. Warenkunde von Schalentieren, Küchenpraxis, Rezepte.

Die Frischeprüfung ist bei Miesmuscheln das A und O für sicheren Genuss
Für eine verlässliche Frischeprüfung vor der Zubereitung der Miesmuscheln müssen Sie keine Ausbildung zum Fischfachverkäufer absolviert haben. Es reicht, wenn Sie sich an bewährte Regeln halten und diese auch jedes Mal hundertprozentig einhalten. Die folgende Schritt-für-Schritt-Anweisung hat sich zigfach bewährt und setzt weder spezielle Kenntnisse noch irgendwelche Hilfsmittel voraus. So geht’s:

[adcode categories=“hobby-freizeit,essen-trinken“] Miesmuscheln: Schritt-für-Schritt die Frische testen

  1. Die Miesmuscheln unter kaltem Wasser abspülen.
  2. Danach verrät ein erster Geruchstest etwas über deren Frische: Riechen die Muscheln nach Meer, Algen und dem typischen Miesmuschel-Geruch, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Riechen die Muscheln unangenehm oder gar faulig, heißt es aufgepasst. Hier sind verdorbene dabei – was nicht gleich bedeutet, dass die Miesmuscheln alle nicht mehr genießbar sind. Oft sind es nur einige wenige beschädigte und deshalb abgestorbene Muscheln, die diesen Geruch verbreiten. Die anderen können völlig OK sein. Absolutes K.O.-Kriterium ist allerdings Ammoniakgeruch, der bei verwesendem Eiweiß entsteht. Dann heißt es: alle Miesmuscheln ab in den Müll, oder besser noch, dem Verkäufer um die Ohren hauen.
  3. Werfen Sie alle beschädigten Muscheln weg.
  4. Sortieren Sie jetzt die geöffneten Muscheln aus (falls es welche gibt). Werfen Sie sie aber nicht gleich weg! Miesmuscheln öffnen sich außerhalb des Wassers nach einiger Zeit, um zu atmen. Geöffnete Muscheln können daher noch leben und genießbar sein.
  5. Machen Sie nun den Klopftest: Nehmen Sie die geöffneten Miesmuscheln und klopfen Sie sie mehrmals auf die Spüle (oder die Küchen-Arbeitsplatte). Legen Sie sie dann erst einmal beiseite.
  6. Alle unversehrten und geschlossenen Miesmuscheln kommen in eine große Schüssel mit kaltem, ungesalzenen Wasser (oder in die mit Wasser gefüllte Spüle). Dort sollten sie 1-2 Stunden bleiben und dann erst zubereitet werden (so stoßen sie aufgenommenen Sand aus).
  7. Schauen Sie sich jetzt die aussortierten geöffneten Muscheln an. Alle, die sich nach dem Klopfen geschlossen haben, leben noch und kommen zu den anderen ins Wasser. Diejenigen Muscheln, die immer noch geöffnet sind, sind bereits tot. Werfen Sie sie weg.
  8. Nach dem Zubereiten: Essen Sie nur alle weit geöffneten Muscheln. Die geschlossen waren schon vor dem Kochen tot – auf keinen Fall essen! Das gleiche gilt für Muscheln, die sich nur einen Spalt geöffnet haben – versuchen Sie nicht, diese mit dem Besteck ganz zu öffnen, um an das Fleisch zu kommen. Gehen Sie hier kein Risiko ein und legen Sie diese Muscheln beiseite.

In Teil 1 lesen Sie:
Miesmuscheln: Praxis-Tipps für Einkauf & Aufbewahrung

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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