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Nervöser Darm – Was steckt dahinter?

Lesezeit: 2 Minuten Blähungen, Schmerzen im Unterleib, Verstopfung oder Durchfall – darunter leidet ein großer Teil der Bevölkerung. Wenn diese Beschwerden nur ab und zu auftreten, sind sie meist kein großes Problem. Es gibt aber Menschen, die sehr häufig oder sogar dauerhaft unter diesen Beschwerden leiden. Sind auch Sie betroffen?

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Nervöser Darm – Was steckt dahinter?

Nervöser Darm – Was steckt dahinter?

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Diese Anzeichen sprechen für einen nervösen Darm:

  • Blähungen und ein aufgetriebener Bauch.
  • Schmerzen und Krämpfe im unteren Bauchbereich, die nach dem Stuhlgang verschwinden.
  • Seit Monaten veränderte Stuhlgewohnheiten.
  • Der Stuhl ist weicher oder härter als gewöhnlich.
  • Die Häufigkeit der Stuhlentleerung hat sich ebenfalls verändert.
  • Auffällig sind mehr als 3 Stühle pro Tag oder weniger als 3 Stühle pro Woche.

Leben mit einem nervösen Darm

Mit Freunden ins Restaurant gehen? Ein ausgiebiges Frühstück auswärts? Ein Konzertbesuch? Diese Freuden sind für Menschen mit einem nervösen Darm manchmal eine regelrechte Qual. Unvermittelt werden Sie von Bauchschmerzen geplagt oder leiden unter Blähungen und Unwohlsein. Die Lebensqualität von Menschen mit Reizdarmsyndrom ist erheblich eingeschränkt, da der Tagesablauf auf die Beschwerden abgestimmt wird.

Die Ursachen eines nervösen Darms

Der Volksmund spricht von einem nervösen Darm, der Mediziner spricht vom Reizdarmsyndrom. Es handelt sich um eine Ausschlussdiagnose. Erst wenn alle medizinischen Untersuchungen ohne Befund sind, spricht man von einem Reizdarmsyndrom.

So beruhigen Sie ihren nervösen Darm:

  • Stress verstärkt die Beschwerden.
  • Achten Sie darauf, welche Situationen die Beschwerden auslösen.
  • Lernen Sie ein Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation oder Meditation und bauen Sie immer wieder kurze Ruhephasen in Ihren Alltag ein.
  • Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und bewegen Sie sich viel – möglichst an der frischen Luft.
  • Achten Sie darauf, welche Nahrungsmittel ihre Beschwerden verschlimmern und versuchen Sie diese zu vermeiden.
  • Verzichten Sie auf blähende und sehr fette Nahrungsmittel.
  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Essen, essen Sie nicht zu große Portionen und trinken Sie ausreichend.
  • Bei akuten Beschwerden hilft Wärme auf dem Bauch in Form einer Wärmflasche oder eines Kirschkernkissen.
  • Trinken Sie einen Anis-Kümmel-Fencheltee oder einen reinen Kamillentee zur Entkrampfung.
  • Auch ein warmes Bad mit Lavendel- oder Melissenöl wirkt wohltuend und entspannend. Eine sanfte Bauchmassage – mit kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn – löst ebenfalls Spannungen im Bauchbereich.

Hinweis: Wenn Sie vermuten, dass Sie unter einem nervösen Darm leiden, sollten Sie auf jeden Fall den Arzt aufsuchen um ernsthafte zugrundeliegende Erkrankungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten auszuschließen.

Bildnachweis: Rosalie P. / stock.adobe.com

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