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Nebenwirkungen: Schweinegrippe-Impfung gefährlich?

Lesezeit: 2 Minuten Wegen der steigenden Anzahl der Schweinegrippe-Fälle lassen sich immer mehr Menschen gegen Schweinegrippe impfen, um sich und andere nicht mit dem H1N1-Virus zu infizieren. Trotzdem bleibt die Angst vor den Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung – doch droht dadurch tatsächlich Gefahr?

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Nebenwirkungen: Schweinegrippe-Impfung gefährlich?

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Kritiker sagen, dass die Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung nicht genug erforscht sind, weil zwischen Entwicklung und Einführung des Impfstoffs zu wenig Zeit lag. Befürworter argumentieren, dass die potentiellen Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung bei weitem nicht so gefährlich sind wie die Krankheit selbst. Außerdem könne nur durch eine flächendeckende Schweinegrippe-Impfung eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindert werden.

Schweinegrippe-Impfung: Wie sicher sind die Impfstoffe?
Dem Bundesministerium für Gesundheit zufolge sind alle drei in Deutschland zugelassenen Impfstoffe gleich wirksam und verträglich – es gibt also keine „Zweiklassenmedizin“. Die Impfstoffe wurden nach dem Deutschen Arzneimittelgesetz auf Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geprüft. Wären nicht alle Schweinegrippe-Impfstoffe gleichwertig, sicher und zuverlässig, wären sie von der Europäischen Arzneimittelagentur nicht zugelassen worden.

Weil die Schweinegrippe von einem anderen Virenstamm ausgelöst wird als die „normale“ saisonale Grippe, wurde der bisherige Grippe-Impfstoff entsprechend angepasst. Um das Immunsystem zu unterstützen, enthält der Schweinegrippe-Impfstoff zusätzliche Wirkverstärker (Adjuvanzien). Durch diese Verstärkersubstanzen wirkt der Schweinegrippe-Impfstoff auch gegen andere Viren des gleichen Stammes.

Schweinegrippe-Impfung: Treten Nebenwirkungen auf?
Die Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung sind zunächst ähnlich wie bei anderen Impfungen auch: Manche Menschen reagieren mit leichten Kopf- und Gliederschmerzen oder auch leichtem Fieber auf die Schweinegrippe-Impfung. Das ist allerdings lediglich in Zeichen dafür, dass das Immunsystem zu arbeiten beginnt.

Etwas problematischer werden die Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung durch die Wirkverstärker im Impfstoff, denn unter Umständen können dadurch die genannten Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung etwas stärker ausfallen.

Trotz Nebenwirkungen: Schweinegrippe-Impfung wird empfohlen
Das Bundesministerium für Gesundheit  rät, dass trotz der möglichen Nebenwirkungen die Schweinegrippe-Impfung der wirksamste und sicherste Schutz gegen eine Infektion vor Ansteckung mit dem H1N1-Virus ist. Auch wenn die sogenannte „neue Grippe“ in den meisten Fällen mild verläuft, ist das kein Grund, auf eine Schweinegrippe-Impfung zu verzichten, da man die weitere Entwicklung der Krankheit nicht vorhersehen kann.

Die sogenannten „Risikogruppen“, also Menschen mit Grunderkrankungen, Schwangere oder Beschäftigte im Gesundheitswesen, werden bei der Schweinegrippe-Impfung bevorzugt. Prinzipiell kann aber jeder geimpft werden – mit einer Ausnahme: Für Kinder unter sechs Monaten sind die Impfstoffe nicht zugelassen.

Hinweis: Erst nach 14 Tagen ist der volle Immunschutz gegen Schweinegrippe gegeben – wenn Sie sich für eine Schweinegrippe-Impfung entscheiden, sollten Sie sich also möglichst bald impfen lassen.

Das Bundesministerium für Gesundheit informiert Sie auf einer speziellen Webseite zum Thema Schweinegrippe-Impfung.

Weitere Informationen zum Impfstoff und zu den möglichen Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung finden Sie auch auf den Seiten des Paul-Ehrlich-Instituts.

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