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Nebensymptome einer Parkinson-Erkrankung

Lesezeit: 2 Minuten Parkinson-Erkrankte leiden unter einer ganzen Reihe von Beschwerden, die den Alltag und den Schlaf empfindlich beeinträchtigen können. Neben dem typischen Zittern und einer steifen Muskulatur treten etliche vegetative Störungen auf, die sich jedoch behandeln lassen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, welche Beschwerden bei Ihnen vorherrschen, da diese bei jedem Patienten unterschiedlich stark sind.

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Nebensymptome einer Parkinson-Erkrankung

Nebensymptome einer Parkinson-Erkrankung

Lesezeit: 2 Minuten

Betroffene einer Parkinson-Erkrankung können an einer ganzen Reihe von Beschwerden leiden. Neben den Hauptsymptomen wie Zittern, Muskelsteifigkeit, verlangsamten Bewegungen und einer Haltung, die bei jedem Patienten unterschiedlich stark auftreten können, hat jeder zweite mit einer Depression zu kämpfen.

Auch die geistige Leistungsfähigkeit ist bei vielen Betroffenen deutlich eingeschränkter, als sie in dem entsprechenden Alter sein dürfte. Sprechen Sie Ihre Beschwerden immer beim Arzt an, damit er Ihnen die passenden Medikamente verschreiben und andere Maßnahmen empfehlen kann.

Schlafstörungen bei Parkinson

Dreiviertel aller Parkinson-Betroffenen leiden unter Ein- und Durchschlafstörungen. Da sie sich während ihrer REM-Phasen im Schlaf heftig bewegen, ist die Nachtruhe wenig erholsam. Ähnlich wie beim Restless-Legs-Syndrom, das jedoch nicht auf einem Dopaminmangel beruht, werden unwillkürliche Aktivitäten ausgelöst, die den gesamten Körper betreffen können. Unruhige Träume und ein übermäßiger Harndrang können den Schlaf zusätzlich stören. Schlafstörungen können auch auf eine Depression hinweisen.

Blasen- und Darmfunktionsstörungen

Blase und Darm machen vielen Betroffenen unterschiedliche Probleme: Entweder können Harn und Stuhl nicht gehalten werden oder das Gegenteil ist der Fall. Einige Erkrankte können die Blase nicht entleeren, selbst wenn sie voll ist. Auch eine chronische Verstopfung des Darms kann den Patienten sehr belasten.

Die genannten Symptome können ebenfalls Nebenwirkungen der Medikamente sein, die Sie als Betroffener einnehmen müssen. Lassen Sie dies vom Arzt überprüfen. Das Gleiche gilt für Erektionsstörungen, die sowohl durch die Parkinsonerkrankung als auch durch die medikamentöse Therapie verursacht werden können.

Fettige Haut und Schwitzattacken bei Parkinson

Ein typisches Merkmal für eine Parkinsonerkrankung ist eine erhöhte Aktivität der Talgdrüsen im Gesicht. Die Haut des Betroffenen ist daher immer fettig und glänzt auffällig, als hätte er sich frisch eingecremt. Lästig sind zudem die Schwitzanfälle, unter denen viele Patienten leiden. Sie treten besonders nachts auf und zwar so stark, dass alles klatschnass wird.

Schlafanzug und Bettwäsche müssen unter Umständen mehrmals pro Nacht gewechselt werden. Am besten halten Sie eine weitere fertig bezogene Bettdecke und ein Kissen bereit, die Sie nur tauschen müssen, damit der Schlaf nicht so lange unterbrochen wird.

Speichelfluss durch Schluckstörung

Eine weitere vegetative Störung, die bei Parkinson auftritt, ist eine verminderte Speichelproduktion. Da den Betroffenen der Speichel oft aus einem Mundwinkel läuft, nehmen viele an, dass zu viel produziert wird. Der eigentliche Grund ist, dass Parkinsonerkrankte zu Schluckstörungen neigen, sodass sich selbst der geringe Speichel in der Mundhöhle sammelt und schließlich herausfließt. Mit einer logopädischen Therapie lässt sich diese Störung in den Griff bekommen.

Plötzlicher Blutdruckabfall bei Parkinson-Patienten

Typisch sind auch Herzkreislaufbeschwerden bei Parkinsonpatienten. Der Blutdruck wird nicht zuverlässig reguliert und kann in einigen Situationen plötzlich abfallen. So kann es beim Aufstehen oder längerem Stehen passieren, dass dem Betroffenen schwarz vor Augen wird und er möglicherweise umfällt.

Wenn Sie gelegen haben, stehen Sie nicht ruckartig auf, sondern bleiben zunächst einen Moment auf der Bettkante sitzen, bis sich der Blutdruck angepasst hat. Sie können sich auch eine Schüssel mit kühlem Wasser und einem Waschlappen neben das Bett stellen und vor dem Aufstehen die Arme feucht abreiben. Das regt den Kreislauf auf natürliche Weise an.

Informieren Sie sich auch über die Hauptsymptome einer Parkinsonerkrankung.

Dieser Artikel kann den Rat eines Arztes nicht ersetzen!

Bildnachweis: Sandor Kacso / stock.adobe.com

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