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Natürliche Kosmetik ist nicht zwangsläufig Bio

Lesezeit: 2 Minuten Haben Sie auch schon einmal mit äußerst gemischten Gefühlen die unaussprechlichen Namen der Inhaltsstoffe von Kosmetika gelesen? Manche dieser Ingredienzien kommen direkt aus dem Chemielabor. Viel besser erscheinen Naturprodukte. Doch auch diese sind längst nicht immer Bio.

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Natürliche Kosmetik ist nicht zwangsläufig Bio

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Natürliche Kosmetik ist nicht zwangsläufig Bio

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Natürliche Inhaltsstoffe überall – wirklich?

Sieht man sich einem Drogeriemarkt um, dann hat man das Gefühl, dass fast nur noch Pflegeprodukte aus natürlicher Herkunft angeboten werden. Da werden Pflanzenstoffe ebenso herausgestellt, wie Heilerden. Leider handelt es sich bei solchen Werbeaussagen oft um reine Mogelpackungen.

Für uns Verbraucher ist es schwierig, reine Naturprodukte herauszufinden. Selbst wenn mit bunten Pflanzenbildchen und Inhalten wie: mit Sheabutter geworben wird, können durchaus die üblichen chemischen Farb- und Konservierungsmittel enthalten sein. Zudem kann es passieren, dass vom wertvollen pflanzlichen Inhaltsstoff nur Spuren enthalten sind. Und ob die Sheabutter ökologisch erzeugt wurde oder raffiniert bez. unraffiniert ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Was Sie als Verbraucher tun können

Die einfachste Möglichkeit ist die, die Zutatenliste auf der Verpackung zu lesen. Dort müssen die verarbeiteten Stoffe in absteigender Reihenfolge aufgeführt sein. Steht also die schon erwähnte Sheabutter an letzter Stelle, ist ihr Anteil im Kosmetikprodukt am kleinsten. Damit haben Sie einen Überblick, ob der Wirkstoff quantitativ tatsächlich so vertreten ist, wie es der Aufdruck suggeriert.

Bestimmte Labels geben Hinweise auf die Qualität der verarbeiteten Materialien

Der BDIH – Kontrollierte Naturkosmetik – vom Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e.V. gibt ein Prüfsiegel heraus. Kosmetik, die mit diesem Zeichen versehen ist, muss bei der Verwendung des Wortes „Bio“ zu 95 % Bestandteile aus biologischem Anbau nachweisen.

Der Verband „Demeter“ vergibt sein Logo auf Verpackungen nur, wenn keine gentechnisch veränderten Ingredienzien enthalten sind. Zudem müssen 90% den Demeter-Anforderungen beim Anbau entsprechen. Darüber hinaus gibt es eine geringe Anzahl von Stoffen, die nicht den biologischen Anbaukriterien entsprechen und zugelassen sind.

Ebenfalls sehr streng in der Vergabe eines Zertifikates ist „Ecocert“. Auch hier unterliegen die Bestandteile der Kosmetik klaren Voraussetzungen. Tierprodukte dürfen beispielsweise ausschließlich vom lebenden Tier stammen. Synthetische Farbstoffe sind ebenso verpönt wie Duftstoffe aus dem Labor. Auch künstliche Fette und Öle sind in Ecocert gelabelter Kosmetika nicht enthalten.

Bildnachweis: itakdalee / stock.adobe.com

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