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Nasenbluten und das Gefühl der Scham

Lesezeit: 2 Minuten In jeder Schulklasse gibt es Kinder, die häufig unter Nasenbluten leiden. Es kann eine Weile dauern, bis sie wieder soweit zu sich kommen, dass der Blutfluss stoppt. Nasenbluten hat nicht immer nur organische Ursachen. Wie können Sie Ihrem Kind helfen?

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Nasenbluten und das Gefühl der Scham

Nasenbluten und das Gefühl der Scham

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In diesem Artikel erfahren Sie die vier psychologischen Aspekte des Leidens:

  • Unterdrücktes Weinen
  • Stille Leidenschaft
  • Furcht vor Veränderungen
  • Empfindsamkeit

Nasenbluten und Weinen

Ein Kind mit häufigem Nasenbluten möchte eigentlich weinen, aber seine Tränen sind unterdrückt. Es befürchtet die Frage: „Warum weinst Du denn, mein Kleiner?“ Die ehrliche Antwort würde es mit unerträglicher Scham erfüllen. Es will dem Spott und der Schmach aus dem Weg gehen, falls jemand sein „Geheimnis“ erfährt.

Mein Tipp: Ihr Kind wird möglicherweise von Schulkameraden, einem Bruder, einem regelmäßigen Hausbesucher oder dem eigenen Vater getriezt oder geschlagen. Und kann sich nicht wehren. Das kann auch ohne Zeugen geschehen. Trauer und Scham darüber kommen als Nasenbluten zum Ausdruck. Machen Sie einen Termin bei einem Homöopathen, der die wahren Gefühle des Kindes wieder hervorholt. Sagen Sie Ihrem Kind aber nicht: „Wir gehen jetzt zum Arzt, damit Du wieder weinen kannst.“ Damit verlieren Sie sein Vertrauen.

Fast alles findet innen statt

Beobachten Sie einmal am Strand einen Einsiedlerkrebs, der sich in einem Gehäuse verschanzt hat. Sie hören ein leises Scharren, aber sonst wissen Sie nicht, was er da drin macht. Das Blut ist ein schönes Beispiel für Leidenschaft: Wir sprechen zum Beispiel von einem Vollblutmusiker. Und die Nasenhöhlen entsprechen dem Versteck des Einsiedlerkrebses. Das bedeutet alles zusammen „versteckte Leidenschaft“.

Mein Tipp: Sie haben ein leidenschaftliches Kind, das aber sein Feuer für sich behält. Es hat sicherlich auch Lampenfieber. Es ist scheu. Machen Sie Ihrem Kind Mut, ohne es unter Druck zu setzen genauso offen und gradlinig wie andere Kinder zu sein. Es hat ohnehin schon den Eindruck, es sei falsch. Führen Sie es an einen Sportverein heran, wo es mindestens einmal wöchentlich eine Mannschaftssportart ausüben kann.

Furcht vor Veränderungen

Ihrem Kind blutet das Herz, besonders dann, wenn es etwas loslassen soll, woran es sich gewöhnt hat. Das kann ein Klassenwechsel sein, neue Schüler oder die anstehende Urlaubsreise.

Mein Tipp: Ihr Kind hat eine Abneigung gegenüber Veränderungen in seinem Leben. Es möchte sich am liebsten dort einnisten, wo es ist und immer da bleiben. Es hat eine feste Meinung, neigt aber zu starren Ansichten. Erlauben Sie ihm in den Urlaub möglichst viel mitzunehmen, was es lieb hat. Bereiten Sie Ihr Kind rechtzeitig auf Veränderungen vor und heben Sie das Positive heraus. Versuchen Sie auf der anderen Seite auch Ihr Kind zu ermuntern, eine bestimmte Sicht auch mal zu überdenken.

Empfindsamkeit

Ihr Kind ist empfindsam und es schämt sich dafür. Es möchte eigentlich gern auch so ein Racker sein wie die Mitschüler.

Mein Tipp: Versuchen Sie ein Gleichgewicht zu finden aus Schonung, nämlich wenn Sie Ihrem Kind häufigen Rückzug in sein Zimmer erlauben, und auf der anderen Seite eine Ermunterung raus zu gehen und den Sportverein zu besuchen.

Bildnachweis: Jan H. Andersen / stock.adobe.com

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