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Nahrungsergänzungsmittel: 5 Gründe, sie mit Vorsicht zu genießen

Lesezeit: 2 Minuten Nahrungsergänzungsmittel sollen eigentlich, wie ihr Name schon verrät, ergänzend zur Nahrung eingenommen werden und so Mangelzustände ausgleichen. Sie sind damit quasi künstliche Nähr- und Wirkstoffe, die den Stoffwechsel im Körper sowohl akut als auch langfristig anregen sollen.

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Nahrungsergänzungsmittel: 5 Gründe, sie mit Vorsicht zu genießen

Nahrungsergänzungsmittel: 5 Gründe, sie mit Vorsicht zu genießen

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Bei einer adäquaten, abwechslungsreichen und gesunden Ernährung sind sie in aller Regel, außer bei bestimmten Krankheiten, völlig überflüssig. Dennoch boomt der Markt der Nahrungsergänzungsmittel seit geraumer Zeit, angefangen bei Gesundheits- bis hin zu Diätspillen und Brausetabletten. Eines haben sie immer gemeinsam: sie sollten auch wegen der folgenden fünf Gründe mit Vorsicht genossen werden.

1. Einige Nahrungsergänzungsmittel enthalten Melatonin

Melatonin ist ein körpereigener Wirkstoff, der in höheren Mengen unter anderem in Schlaftabletten oder bei Hormontherapien eingesetzt wird. Unter medizinischer Überwachung normalerweise unbedenklich, können höhere Melatoninmengen im Körper zu Störungen des Stoffwechsels führen. Dennoch arbeiten einige Nahrungsergänzungsmittel noch immer ergänzend mit dem Wirkstoff oder dulden ihn zumindest als Inhaltsstoff. Solche Produkte sollten, ganz besonders ohne ärztliche Kontrolle, vermieden werden.

2. Garantierte Wirkungen sind unseriös

Werbeversprechen, die eine bestimmte Wirkung garantieren, sind im Zusammenhang mit den Pillen immer unseriös. Besonders bei Tabletten, die Kalorien verbrennen und Nährstoffe ersetzen sollen, ist höchste Vorsicht geboten. Nicht nur sind derartige Diäten absolut ungesund, auch können die künstlichen Stoffe nie tatsächlich die natürlichen Nährstoffe ersetzen.

Oftmals geschieht sogar genau das Gegenteil: der Körper nimmt die künstlichen Ergänzungen nicht auf, während es durch Diäten zugleich an gesunder und abwechslungsreicher Nahrung fehlt. Das Ergebnis ist ein geschwächtes Immunsystem und andere Krankheitserscheinungen. Garantierte Heil-Wirkungen gibt es bei diesen Pillen nicht!

3. Es gibt nicht nur seriöse Händler und Hersteller

Auch wenn der Markt der Pillen überwacht wird, ist es über das Internet nicht unbedingt schwierig, sich günstig Pillen aus einem Shop zu bestellen. Hier ist aber oft unklar, wo die Pillen genau hergestellt werden, wer den Produktionsprozess überwacht und ob überhaupt kurz-, mittel- und langfristige Studien zur Wirksamkeit und zu potentiellen Nebenwirkungen erfolgten. Derartige Pillen sollten daher nie „auf gut Glück“ im Internet bestellt werden.

Möchten Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, sollte das in Absprache mit dem Arzt erfolgen. Der kann dann auch Präparate empfehlen, die es in der Apotheke gibt. Hier werden die Präparate getestet und überwacht, bevor sie in den Handel gehen.

4. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen nie eine gesunde Ernährung

Mangelzustände resultieren nahezu immer aus einer schlechten Ernährung. Künstliche Ergänzungsmittel können die Lücke zwar schließen, sie ersetzen eine gesunde Ernährung aber nie vollends. Deshalb sollten Sie sich nicht an eine langfristige Nutzung gewöhnen, sondern stattdessen daran arbeiten, die Ernährung entsprechend umzustellen.

Auf diese Weise nehmen Sie die Nahrungsergänzungsmittel nur kurzfristig und müssen auch keine langfristigen Mangelzustände oder Nebenwirkungen befürchten. Fühlen Sie sich mit Tabletten besser, werden Sie es mit einer gesunden Ernährung garantiert erst recht.

5. Hinweise beachten

Seriöse Nahrungsergänzungsmittel besitzen immer eindeutige Angaben auf der Beilage oder der Verpackung. Hier müssen sich Empfehlungen zur Einnahmemenge finden, aber auch klare Hinweise zur Lagerung, ergänzenden Ernährung, maximalen Verzehrmenge oder bekannten Nebenwirkungen. Seriöse Hersteller machen die Wirksamkeit der Pillen meist durch einen Satz à la „ersetzt keine ausgewogene Ernährung“ deutlich.

Diese Hinweise sollten das Leitbild der späteren Einnahme sein. Wird vorgegeben, lediglich eine Pille am Tag zu nehmen und das nicht länger als für vier Wochen, ist das auch unbedingt einzuhalten. Weiterhin kann sich die chemische Zusammensetzung verändern, wenn die Lagerung nicht nach Vorschrift erfolgt. Auch das gilt es also zu beachten.

Bildnachweis: fpdress / stock.adobe.com

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