Pflege Praxistipps

Nahrungsaufnahme verbessern: So regen Sie den Appetit an

Lesezeit: 2 Minuten Eine zu niedrige Nahrungsaufnahme ist häufig ein Problem bei Bewohnern von Pflegeheimen. Damit genügend gegessen und Flüssigkeit aufgenommen wird, müssen sich die Bewohner vom Essensangebot angesprochen fühlen und bei den Mahlzeiten wohl fühlen.

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Nahrungsaufnahme verbessern: So regen Sie den Appetit an

Lesezeit: 2 Minuten

Zu geringe Nahrungsaufnahme kann viele Gründe haben
Nicht nur Appetitlosigkeit, auch das Vergessen, wann zuletzt gegessen wurde, führen zu einer niedrigen Nahrungsaufnahme. Auch eine eingeschränkte Handlungsfähigkeit spielt eine Rolle. Gelegentlich kommt es vor, dass Pflegekräfte die Ablehnung des Essens durch den Bewohner missverstehen: Wenn es scheint, dass er nicht essen möchte, könnte auch eines dieser Probleme vorliegen:

  • Kau- und Schluckstörungen
  • Appetitlosigkeit und Geschmacksveränderungen
  • Nebenwirkungen von Medikamenten, die zu Problemen beim Essen führen.

Nahrungsaufnahme gezielt fördern
Damit die Bewohner gern essen, hilft eine angenehme Atmosphäre bei den Mahlzeiten: Gesellschaft und Ansprache beim Essen oder Ess- und Trinkrituale helfen, das Interesse am Essen wieder zu steigern.

Nahrungsaufnahme verbessern: So animieren Sie zum Essen und Trinken

Tischdekoration Atmosphäre Getränke servieren hochwertiges Essen
Tisch kontrastreich decken Düfte wirken appetitanregend Farbige Getränke sind interessant Kalorienreiche Zwischenmahlzeiten

Bewohner mit Sehstörungen erkennen Speisen und Getränke manchmal nicht mehr. Achten Sie auf gute Beleuchtung, farbliche Kontraste und schön angerichtete Speisen.

Nicht nur Geschmack, auch Geruch von Speisen und Getränken wirkt appetitanregend. Der Duft von frischem Kaffee, Waffeln oder Gebratenem lässt das Wasser im Mund zusammenlaufen. Ein Wasserglas bleibt oft unberührt stehen. Saft oder Saftschorle (Orange, Waldmeister…) erhöhen dagegen Aufmerksamkeit und Neugier. Knabbereien für Zwischendurch sind nie falsch: Geeignet ist Fingerfood wie Kekse, Cracker, Nüsse, Käsehäppchen, kleingeschnittene Brote…
Nicht zu viel Einschränkungen von Geschmack und Geruch berücksichtigen Besonderes darf auch mal sein Zusatznahrung nutzen
Es sollten nicht zu viele Farben auf dem Tisch sein. Am besten ist eine einfarbige Unterlage, von der sich der einfarbige Teller gut abhebt. Gekocht werden sollte mit bekannten aromatischen Lebensmitteln: Kräuter, Speck, Zwiebeln, Petersilie, Schnittlauch, Sellerie. Nachwürzen sollte möglich sein. In der Regel schadet es nicht, wenn Sie den Bewohnern am Abend ein Glas Wein oder Bier zum Abendessen reichen. Verliert ein Bewohner stark an Gewicht, können nährstoffreiche Trinknahrungen (als Zwischenmahlzeit) helfen.
Vertraute Geräusche Flüssige Kalorien Mahlzeiten mit Kalorienzusatz anreichern
Geschirrklappern ist ein vertrautes Geräusch und weckt das Interesse der Bewohner. Motivieren Sie sie zu gemeinsamen Aktivitäten wie Tischdecken oder Kochen und Backen. Gesunde Getränke können auch sehr kalorienreich sein: Bieten Sie z.B. Milchshakes aus pürierten Früchten mit Sahne oder Quark an. Die Mahlzeiten eines mangelernährten Bewohners können mit geschmacksneutralem energiereichem Pulver angereichert werden.

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