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Mutterkraut: zur Vorbeugung gegen Migräne und Frauenleiden

Lesezeit: 2 Minuten Mutterkraut (lat. Chrysanthenum parthenium oder Tanacetum parthenium) ist in der Volksmedizin schon lange bekannt. Das Kraut mit signifikanter Prophylaxe-Wirkung gegen Migräne-Attacken kann für Betroffene ein Segen sein. Es vermindert die Häufigkeit und die Schwere von hormonell bedingten Migräne-Anfällen. Zusätzlich werden Begleiterscheinungen wie Schwindel, Übelkeit und Erbrechen gebessert.

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Mutterkraut: zur Vorbeugung gegen Migräne und Frauenleiden

Mutterkraut: zur Vorbeugung gegen Migräne und Frauenleiden

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Bereits im Altertum nutzten Frauen Mutterkraut bei Unterleibsbeschwerden. Darüber hinaus wurde die Heilpflanze bei Rheuma- und Gelenkentzündungen eingesetzt. Hildegard von Bingen empfahl sie bei Problemen mit den Eingeweiden und bei Frauenleiden. Im England des 18. Jahrhundert wurde Mutterkraut gegen Kopf-, Zahn- und Magenschmerzen sowie gegen Fieber genutzt.

Pflanzensteckbrief Mutterkraut

Die anspruchslose Pflanze eignet sich für den Anbau im eigenen Garten. Sie wächst aufrecht und erreicht eine Höhe von etwa 60 Zentimeter. Sie besitzt einen kamillenartigen Geruch und bitteren Geschmack. Mutterkraut gehört zur Familie der Korbblütler. Die Blätter haben Ähnlichkeit mit Rainfarnblättern. Von Juni bis August erscheinen Blüten, die an Kamillenblüten erinnern.

Wirkungen und Eigenschaften

Die Einnahme von Mutterkraut führt zu beruhigenden, entspannenden, krampflösenden, fiebersenkenden, entzündungshemmenden, anti-rheumatischen und verdauungsfördernden Effekten. Darüber hinaus wird Mutterkraut für seine menstruationsregulierende sowie Menstruationsschmerzen vermindernde Wirkung und zur Geburtserleichterung geschätzt.

In den Blättern und Blüten der Pflanze finden sich ätherische Öle, die desinfizierend wirken. Des Weiteren enthält die Pflanze entzündungshemmende Substanzen. Der Hauptwirkstoff der Pflanze ist Parthenolid. Diese Substanz beeinflusst Schmerz- und Entzündungsvorgänge im Gehirn und wirkt hemmend gegen Migräne-Attacken. Die signifikante Wirkung gegen den Kopfschmerz konnte in einer Vielzahl von klinischen Studien belegt werden.

Die Forschung erkundet derzeit Möglichkeiten zum Einsatz der Mutterkrautsubstanz Parthenolid gegen Leukämie.

Frischkrautanwendung

Da sich der Wirkstoffspiegel im Blut langsam aufbaut, muss man das Kraut täglich über vier Wochen einnehmen, bevor sich ein Effekt zur vorbeugenden und unterstützenden Behandlung von Migräne einstellt. Falls Sie das Kraut frisch zur Verfügung haben, wird empfohlen jeden Tag drei Blätter auf einem Butterbrot zu essen. Das Fett der Butter hilft bei der Aufnahme des Wirkstoffs Parthenolid in den Körper.

Nach vier Wochen der Einnahme wird eine Pause von vier Wochen angeraten. Nachfolgend sollte man weitere vier Wochen mit einmonatiger Pause und nochmals vier Wochen das Kraut einnehmen, um dann für ein halbes Jahr zu pausieren.

Auch nachdem Betroffene das Mutterkraut wieder absetzten, konnten sie eine Verringerung der Migräne feststellen.

Mutterkrauttee

Möchten Sie getrocknetes Mutterkraut als Tee gegen Migräne oder Frauenleiden nutzen, dann übergießen Sie für eine Tasse einen Teelöffel des Krauts mit Wasser und lassen Sie den Sud bedeckt etwa fünf Minuten ziehen. Es wird empfohlen über einen längeren Zeitraum drei Tassen Tee täglich zu trinken.

Darüber hinaus gibt es homöopathisch aufbereitete Tropfen und Tabletten auf der Grundlage von Mutterkraut, die bei Migräne helfen. Lassen Sie sich dazu von homöopathisch arbeitenden Ärzten oder Heilpraktikern fachlich beraten.

Nebenwirkungen

Mutterkraut sollte nicht angewandt werden bei einer Allergie auf Korbblütler. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf die Einnahme verzichtet werden. Aufgrund fehlender Untersuchungen zur Verträglichkeit bei Kindern wird die Einnahme für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen.

Bildnachweis: Otto Durst / stock.adobe.com

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